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Medienmitteilung vom 8. Dezember 2011

Die Zürcher Kantonalbank schafft zusätzliche Transparenz im Anlagebereich

Die Zürcher Kantonalbank will zu einer erhöhten Transparenz im Bereich nachhaltige Anlagen beitragen. Als erste Anbieterin im Finanzsektor hat die Zürcher Kantonalbank für ihre Kundinnen und Kunden einen Nachhaltigkeitsindikator als Entscheidungshilfe bei der Wahl eines Anlagefonds entwickelt. Neue Erkenntnisse wurden auch in Bezug auf die Performance nachhaltiger Anlagen gewonnen. Wie eine gemeinsame Studie mit dem Center for Corporate Responsibility and Sustainability (CCRS) an der Universität Zürich zeigt, verfügen Aktienportfolios mit nachhaltigen Unternehmen über ein gleich hohes Renditepotenzial wie traditionelle Anlagen.

Ein Kompass zur Nachhaltigkeit von Anlagen

Kundinnen und Kunden möchten bei Kaufentscheiden wissen, wie nachhaltig ein Produkt ist. Der Detail-handel hat mit der Einführung von Umwelt- und Fairtrade-Labels wie auch der Energieetikette bereits Orientierungshilfen geschaffen. Für den Anlagebereich gab es bisher nichts Vergleichbares. Die Zürcher Kantonalbank stellt ihren Kundinnen und Kunden nun mit einem Nachhaltigkeitsindikator als erste Anbieterin im Finanzsektor eine Entscheidungshilfe zur Verfügung, um Anlagefonds bezüglich Umwelt-, Gesellschafts- und Corporate-Governance-Aspekten miteinander vergleichen zu können.

Damit wird es inskünftig möglich sein, die über 500 Kollektivanlagen des ZKB-Fondsuniversums (Aktien- und Obligationenfonds sowie gemischte Fonds) in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit zu bewerten. Analog zu den bekannten Energielabels wurden die Anlagefonds in die Nachhaltigkeitsklassen A (sehr nachhaltig) bis G (nicht nachhaltig) eingeteilt.

Die Zürcher Kantonalbank möchte ihren Kundinnen und Kunden mit diesem systematischen Prüfverfahren auf breiter Ebene transparent machen, welche Nachhaltigkeitswirkung ein Anlagefonds erzielt. Aufgrund der einfach nachvollziehbaren Klassifizierungsmethode kann ein Anleger sein persönliches Fonds-Portfolio auf die drei Nachhaltigkeitsaspekte Klimawandel, Reputationsrisiken und Corporate Governance hin über-prüfen lassen und, falls gewünscht, entsprechende Veränderungen vornehmen.

Perfomancestudie des CCRS und der Zürcher Kantonalbank

Unabhängig vom Nachhaltigkeitsindikator präsentiert die Zürcher Kantonalbank auch eine Perfomancestudie zum Thema Nachhaltigkeit. Wer sich für Investitionen in nachhaltige Anlagen interessiert, steht vor der berechtigten Frage, ob ein Engagement zwangsläufig mit Renditeeinbussen gegenüber dem Marktdurchschnitt verbunden ist.

Vor diesem Hintergrund hat sich die aktuelle Performancestudie des CCRS darauf fokussiert, nachhaltige Aktienuniversen (keine Fonds) mit Hilfe von neusten Methoden zu analysieren. Ziel war es, die 'Black box Nachhaltigkeit' zu öffnen und die Eigenschaften nachhaltiger Aktienuniversen, die mittels nachhaltiger Selektionsverfahren zusammengestellt werden, zu untersuchen.

Das Modell, welches das CCRS erstmals auch für den europäischen Aktienmarkt erarbeitet hat, erlaubt einen direkten Vergleich zwischen Aktienportfolios, die sich im Wesentlichen nur durch den Faktor Nachhaltigkeit unterscheiden. Damit sind diese Erkenntnisse, die auf dem Vergleich mehrerer Einflussfaktoren beruhen, wesentlich aussagekräftiger als bisherige Untersuchungen. Die CCRS-Performancestudie kommt zu folgenden Befunden:

  • Ein Aktienportfolio mit einer Selektion nach sehr strengen Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren bewirkt keine systematische Performance-Einbusse. Nachhaltige Aktienportfolios haben also ein gleich grosses Renditepotenzial wie traditionelle Anlagen. 
  • Bei klein- und mittelkapitalisierten Unternehmen, die auf der Grundlage von Nachhaltigkeitskriterien selektioniert werden, besteht phasenweise sogar ein statistisch klar positiver Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Mehrrendite.

Die strengen Ausschlusskriterien und Selektionsverfahren, wie sie im Nachhaltigkeitsresearch der Zürcher Kantonalbank seit langem angewandt werden, verursachen also über einen längeren Zeitraum keine systematischen Renditeeinbussen. Phasenweise können nachhaltige Portfolios sogar eine positive Überrendite zum Gesamtmarkt erreichen.

Vorreiterrolle mit 15 Jahren Erfahrung

Die aktuellen politischen Entwicklungen zeigen, dass Unternehmen und ihre Produkte und Dienstleistungen inskünftig noch akzentuierter klare Nachhaltigkeitskriterien zu erfüllen haben. Nachhaltigkeit ist für die Zürcher Kantonalbank weit mehr als ein kurzfristiges Trendthema. Als eine der ersten Universalbanken in Europa hat die Zürcher Kantonalbank 2009 die UNO-Prinzipien für verantwortliches Investieren (PRI) unterzeichnet. Die Zürcher Kantonalbank lebt Nachhaltigkeit als integriertes Geschäftsprinzip. Dies gilt auch für den Anlagebereich. Seit 1996 unterhält die Bank ein eigenes Nachhaltigkeitsresearch. Mit den erwähnten Innovationen will die Bank nun einen Schritt weiter gehen und ihren Marktanteil an nachhaltigen Anlagen (Assets under Sustainable Management, AuSM) in der Schweiz entsprechend erhöhen. Ziel ist es, den Marktanteil in den kommenden Jahren von 3,8% (2010) auf rund 7% (2015) zu verdoppeln. Derzeit verwaltet die Zürcher Kantonalbank rund 2,0 Milliarden Franken nachhaltige Anlagen (AuSM).

Zürcher Kantonalbank, Pressestelle
Tel. 044 292 29 79 Fax 044 292 38 23

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(Fokus Nachhaltigkeit)