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Medienmitteilung vom 11. Februar 2011

ZKB Geschäftsabschluss 2010

Erfreuliches Jahresergebnis für die Zürcher Kantonalbank

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) knüpft nahtlos an das ausgezeichnete Vorjahresergebnis an und erzielt einen Konzerngewinn 2010 von 729 Mio. Franken (-3,0%). Der kontinuierliche Ausbau des Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäfts trägt Früchte: Der Ertrag im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft hat die 500-Millionen-Grenze wie schon im Vorjahr überschritten und liegt bei 532 Mio. Franken (+4,7%). Dass die Kundinnen und Kunden Vertrauen in "ihre" ZKB haben, verdeutlicht der stattliche Netto-Neugeldzufluss von 12,0 Mrd. Franken. Die Gewinnausschüttungen an den Kanton und die Gemeinden werden mit 330 Mio. Franken konstant gehalten.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2010, das von anhaltend schwierigen Verhältnissen im Zinsengeschäft und nach wie vor grosser Verunsicherung bei den Anlegern geprägt war, hat die ZKB erneut davon profitiert, dass ihre Ertragsstruktur breit abgestützt ist. Vom Betriebsertrag, der um 202 Mio. auf 2,0 Mrd. Franken abnahm, entfielen 54% auf das Zinsengeschäft, 26% auf das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft und 18% auf das Handelsgeschäft.

Das Zinsengeschäft litt wie schon im Vorjahr unter tiefen Passivmargen in einem stark umkämpften Markt. Der Erfolg ging um 30 Mio. auf 1,1 Mrd. Franken zurück (-2,6%). Die Absicherung der Bilanzstruktur gegen steigende Zinsen wurde 2010 weiterverfolgt.

Investitionen ins Anlagegeschäft zahlen sich aus

Die ZKB hat ihr Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäft im vergangenen Jahr personell weiter verstärkt und ausgebaut. Das nachhaltige Wachstum, das die Bank in diesem strategisch wichtigen Geschäftsfeld in einem sehr anspruchsvollen Umfeld erreicht hat, zeigt die Richtigkeit dieser Bestrebungen. Der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte auf 532 Mio. Franken gesteigert werden, was einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr von 24 Mio. Franken oder 4,7% entspricht. Mehrerträge wurden mit 48 Mio. Franken (+11,4%) vor allem im Wertschriften- und Anlagegeschäft erzielt.

Namhafter Erfolgsbeitrag im Handelsgeschäft

Der Erfolg im Handelsgeschäft ging gegenüber dem ausgezeichneten Vorjahr wie erwartet um 141 Mio. auf 367 Mio. Franken (-27,8%) zurück. Zu diesem Ergebnis haben der Devisen-, Noten- und Edelmetallhandel 142 Mio. (Vorjahr 148 Mio. Franken), der Handel mit Obligationen, Zins- und Kreditderivaten 104 Mio. (Vorjahr 191 Mio. Franken), der Handel mit Aktien und Aktienderivaten 41 Mio. (Vorjahr 56 Mio. Franken) und der übrige Handelserfolg 79 Mio. (Vorjahr 112 Mio. Franken) beigetragen. Mit 20 Mio. Franken lagen die Marktrisiken im Handelsbuch (Value at Risk mit Haltedauer 10 Tage) im Durchschnitt tiefer als im Vorjahr (2009: 31 Mio. Franken). Diese Risikominderung ist Ausdruck der reduzierten Exposures sowie tieferer Volatilitäten an den Märkten. Die ZKB setzt bei ihren Handelsaktivitäten auf einen klaren Kundenfokus und ein ausgewogenes Risiko-/Ertragsverhältnis.

Der übrige ordentliche Ertrag belief sich auf 35 Mio. Franken (Vorjahr 90 Mio.). 2009 war ein grösserer einmaliger Erfolg aus der Veräusserung von Finanzanlagen enthalten.

Rückläufiger Geschäftsaufwand

Das konsequente Kostenmanagement hat zu erneut sinkenden Kosten geführt. Dies gilt sowohl für den Sach- wie auch für den Personalaufwand. Insgesamt verminderte sich der Geschäftsaufwand um 48 Mio. auf 1,2 Mrd. Franken (-3,9%). Die Cost/Income-Ratio (Geschäftsaufwand und Abschreibungen auf Anlagevermögen in Prozenten des Betriebsertrages) bezifferte sich auf 61,9% (Vorjahr 58,8%). Die 2008 initiierten Massnahmen zur Reduktion der Informatik- und Logistikkosten verfehlten ihre Wirkung auch in der Berichtsperiode nicht, so dass der Sachaufwand um weitere 34 Mio. auf 349 Mio. Franken zurückging (-9,0%). Der Personalaufwand glitt vor allem wegen tieferen ergebnisabhängigen Salärkomponenten um 14 Mio. auf 836 Mio. Franken zurück (-1,6%).

Ende 2010 beschäftigte die ZKB 4'972 Mitarbeitende (teilzeitbereinigt). Das sind 147 Mitarbeitende mehr als im Vorjahr (+3,1%), darunter 64 Mitarbeitende der neuen österreichischen Tochtergesellschaft Privatinvest Bank AG.

Konzerngewinn auf Vorjahresniveau

Da das ausgezeichnete Ergebnis im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft und der respektable Erfolg im Zinsengeschäft den Ertragsrückgang im Handel nicht zu kompensieren vermochten, resultierte ein im Vergleich zum Vorjahr um 154 Mio. Franken tieferer Bruttogewinn von 847 Mio. Franken (-15,4%). Dank eines deutlich niedrigeren Aufwandes für Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste von 58 Mio. Franken (Vorjahr 181 Mio.), erreichte der Konzerngewinn mit 729 Mio. Franken nahezu das Vorjahresniveau (-3,0%).

Hohe Qualität der Ausleihungen

Weil die ZKB als verlässliche und sichere Partnerin bei der Kundschaft sehr geschätzt wird, verzeichnete die Bank im vergangenen Geschäftsjahr ein kräftiges Bilanzwachstum von 9,2 Mrd. Franken (+7,8%), womit sich die Bilanzsumme per Ende 2010 auf 126,4 Mrd. Franken erhöhte. Die Kundenausleihungen nahmen um 3,3 Mrd. auf 71,1 Mrd. Franken zu (+4,9%). Dank guter Verankerung im Wirtschaftsraum Zürich und intensiver Marktbearbeitung konnte der Hypothekarbestand um 3,6 Mrd. auf 62,0 Mrd. Franken ausgedehnt werden (+6,2%). Damit verzeichnet die ZKB ein überdurchschnittliches Wachstum, ohne an der Qualität der Ausleihungen Abstriche zu machen. Die Tragbarkeit einer Liegenschaft für den Kunden errechnet die ZKB unverändert mit einem langjährigen Durchschnittszinssatz von 5%. Hypotheken mit fester Laufzeit wurden von den Kunden in der Berichtsperiode klar bevorzugt. Umgekehrt hat sich der Anteil variabler Hypotheken am Gesamthypothekarbestand weiter verringert und beträgt gerade noch 5%. Trotz tiefer Zinsen und eines weiterhin starken Wettbewerbs unter den verschiedenen Hypothekaranbietern stellt die ZKB keine generelle Überhitzung des Schweizer Immobilienmarktes fest. Die Preissteigerungen für Wohneigentum sind in erster Linie auf eine steigende Nachfrage nach Wohnraum zurückzuführen und mit robusten Fundamentaldaten breit abgestützt.

Die Forderungen gegenüber Kunden nahmen um 256 Mio. auf 9,1 Mrd. Franken ab (-2,7%). Das Volumen der Kreditengagements im Firmenkundenportfolio wuchs dagegen um 0,2 Mrd. auf 33,4 Mrd. Franken an, was einer Zunahme von 0,8% entspricht. Dazu gehörten 80 traditionelle Start-up-Finanzierungen mit einem Kreditvolumen von 25 Mio. Franken, 24 innovative Start-ups mit Kreditlimiten von 8 Mio. Franken sowie insgesamt 62 Finanzierungen zu Nachfolge- und Expansionszwecken mit einem Volumen von 54 Mio. Franken. Die hohe Qualität des ZKB-Kreditportefeuilles zeigt sich auch in den niedrigen überfälligen Ausleihungen (Nonperforming Loans) von 0,2 Mrd. Franken.

Der Handelsbestand in Wertschriften und Edelmetallen nahm in der Berichtsperiode um 3,5 Mrd. auf 12,4 Mrd. Franken zu (+38,6%). Von diesem Zuwachs entfielen 2,9 Mrd. Franken auf börsenkotierte, festverzinsliche Wertschriften. Die Finanzanlagen, die sich um 905 Mio. auf 9,0 Mrd. Franken reduzierten (-9,1%), bestehen überwiegend ebenfalls aus festverzinslichen Papieren hoher Qualität.

Interbankenmarkt: Sicherheit ist Trumpf

Die Forderungen gegenüber Banken wurden um 2,8 Mrd. auf 19,5 Mrd. Franken abgebaut
(-12,7%). Gleichzeitig nahmen die Verpflichtungen gegenüber Banken um 4,8 Mrd. auf 28,0 Mrd. Franken zu (+20,5%). Anlagen am Interbankenmarkt tätigt die ZKB hauptsächlich gegen Sicherheiten in Form von Wertschriften. Der Bestand an liquiden Mitteln und die Forderungen aus Geldmarktpapieren (Schuldverschreibungen der Schweizerischen Nationalbank) bezifferten sich Ende 2010 auf insgesamt 4,1 Mrd. Franken (Vorjahr 0,7 Mrd.).

Beachtlicher Neugeldzufluss

Der sukzessive Ausbau des Anlagegeschäfts macht sich für die ZKB in jeder Hinsicht bezahlt. Im Geschäftsjahr 2010 flossen der Bank 14,9 Mrd. Franken an neuen Kundengeldern zu, womit sich die Kundenvermögen (Assets under Management) auf 165,1 Mrd. Franken erhöhten. 12,0 Mrd. Franken fielen als Netto-Neugeld an, während 2,0 Mrd. Franken auf Höherbewertungen an den Börsen und 0,9 Mrd. Franken auf den erstmaligen Einbezug der neuen österreichischen Tochtergesellschaft Privatinvest Bank AG zurückgehen. Privatpersonen führten der ZKB 4,5 Mrd. Franken Netto-Neugeld zu. 7,5 Mrd. Franken stammten von institutionellen Anlegern und Firmen.

Starker Zuwachs an Spargeldern

Die bilanzierten Kundengelder, welche die Kundenausleihungen um 4,0% überstiegen, nahmen um 859 Mio. auf 73,9 Mrd. Franken zu (+1,2%). Weiterhin sehr beliebt ist das traditionelle Sparen. Mehr als die Hälfte der Kundengelder, nämlich 38,4 Mrd. Franken, waren der ZKB als Verpflichtungen in Spar- und Anlageform anvertraut. Dies bedeutet eine erneute Steigerung um 2,3 Mrd. Franken (+6,3%). Dagegen bildete sich die Position "Übrige Verpflichtungen gegenüber Kunden" um 2,2 Mrd. auf 24,6 Mrd. Franken zurück (-8,3%). Rückläufig war vor allem der Bestand an Geldern auf Sicht. Die Festgelder verharrten aufgrund der niedrigen Verzinsung auf dem tiefen Niveau von 4,4 Mrd. Franken. Marktbedingt fanden auch die Kassenobligationen in der Berichtsperiode weniger Zuspruch. Der Bestand hat sich um 1,1 Mrd. auf 1,4 Mrd. Franken verringert (-44,8%). Mit mehreren Neuemissionen von Obligationen beschaffte sich die ZKB zusätzliche 1,7 Mrd. Franken an Kundengeldern. Die Obligationenanleihen erreichten damit einen Umfang von 6,7 Mrd. Franken (+33,0%). An Pfandbriefdarlehen waren Ende 2010 2,9 Mrd. Franken ausstehend, 267 Mio. Franken mehr als im Vorjahr (+10,0%).

Grundsolide Eigenkapitalbasis

Die Eigenmitteldecke der ZKB ist unverändert komfortabel. Die Eigenkapital-Ratio (Tier 1) lag per Ende 2010 bei 14,1%, exakt gleich hoch wie im Vorjahr. Die gesetzliche Mindestanforderung beträgt 8,0%. Die ZKB verwendet keine hybriden oder nachrangigen Instrumente. Die eigenen Mittel stellen somit ausschliesslich Kernkapital dar. Eine grundsolide Eigenkapitalausstattung hat für die ZKB erste Priorität. Das zusätzliche Eigenkapital führte gegenüber dem Vorjahr bei nahezu unverändertem Gewinn zu einer entsprechend tieferen Rendite (ROE) von 9,6% (2009: 10,3%). Das von der ZKB definierte Zielband liegt bei 9 bis 12%.

Gemäss übereinstimmenden Einschätzungen der Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch gehört die ZKB mit ihrer starken Kapitalisierung und dem vergleichsweise tiefen Risikoprofil zu den widerstandsfähigsten Bankinstituten weltweit. Die ZKB wird von allen drei Agenturen mit einem Triple-A benotet. In einer aktuellen, stark beachteten Rangliste der global sichersten Banken des amerikanischen Global Finance-Magazins figuriert die ZKB neuerdings auf Platz 4 und gilt damit gleichzeitig als weltweit sicherste Universalbank.

Gewinnausschüttung auf Vorjahreshöhe

Die ZKB setzt in ihrer Ausschüttungspolitik auf Kontinuität. Die solide Eigenkapitalbasis und das erfreuliche Jahresergebnis 2010 erlauben es der ZKB, die Gewinnausschüttung auf hohem Niveau beizubehalten. Dem Kanton fliessen wiederum 220 Mio. Franken zu, den Zürcher Gemeinden 110 Mio. Franken - rund 81 Franken pro Einwohnerin und Einwohner. Hinzu kommt die Entschädigung für das Dotationskapital zu Selbstkosten von 49 Mio. Franken (Vorjahr 51 Mio.) an den Kanton. Insgesamt beläuft sich die Gewinnablieferung 2010 somit auf 379 Mio. Franken.

Optimistischer Ausblick

Mit ihrer Diversifikationsstrategie ist die ZKB für künftige Herausforderungen gerüstet. Obwohl das wirtschaftliche Umfeld anspruchsvoll bleiben dürfte, erwartet die ZKB auch für das laufende Jahr ein gutes Resultat.

Zürcher Kantonalbank, Pressestelle
Tel. 044 292 29 79 Fax 044 292 38 23

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