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Medienmitteilung vom 11. Mai 2011

Immobilien aktuell

Anhaltend starke Nachfrage nach Immobilien

Die Immobilienexperten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erwarten, dass die Preise für Wohneigentum dank robuster Nachfrage kurz- bis mittelfristig weiter ansteigen, wenn auch nicht mehr im gleichen Umfang wie bisher. Crash-Ängste sind unbegründet. Die restriktivere Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) wird der Gefahr einer übermässigen Beschleunigung der Preissteigerungen für Liegenschaften entgegenwirken. Das ist das Fazit des Leitartikels der neuen ZKB-Publikation "Immobilien aktuell", in welcher die wichtigsten Kennzahlen des Schweizer Immobilienmarktes halbjährlich übersichtlich und kompakt aufbereitet werden.

Die Liegenschaftenpreise werden auch in diesem Jahr nicht ins Rutschen kommen. Ganz im Gegenteil. Die Ökonomen der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erwarten 2011 einen weiteren Anstieg. Allerdings werden die Preissteigerungen nicht mehr ganz so üppig ausfallen wie in den Vorjahren. Dafür sorgt die Schweizerische Nationalbank (SNB), die ihre Geldpolitik gemäss den Prognosen der ZKB in naher Zukunft straffen wird. Die Wirkung dieser Zinswende, die aus volkswirtschaftlicher Optik zu begrüssen ist, wird sich indes erst mit einer gewissen Verzögerung auf dem Immobilienmarkt niederschlagen. Dreht die SNB in den nächsten Quartalen - wie von den meisten Zinsauguren prognostiziert wird - langsam, aber kontinuierlich an der Zinsschraube, dürfte sich der ungebremste Preisanstieg der vergangenen Jahre jedoch deutlich abschwächen. Eine Immobilienkrise ist hingegen nicht in Sicht. Hinter den aktuell hohen Liegenschaftenpreisen stehen robuste Fundamentaldaten. Dazu gehören allen voran in der Agglomeration Zürich die starke Nachfrage nach Wohneigentum aufgrund einer verstärkten Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte, steigende Einkommen sowie die historisch tiefen Zinsen.

Rosiger Ausblick für die Schweizer Wirtschaft

Die Schweizer Wirtschaft befindet sich auf einem soliden Wachstumspfad. Sie profitiert von einer starken Auslandnachfrage sowie einer guten Binnenkonjunktur. Die saisonbedingte Arbeitslosigkeit ist im März auf 3,3% gesunken. Die "Jobmaschine Schweiz" läuft auf Hochtouren und wird den privaten Konsum auch in Zukunft stützen. Positiv überraschte zuletzt auch der Aussenhandel. Trotz des starken Schweizer Frankens sind die Warenexporte im ersten Quartal deutlich stärker gewachsen als die Importe. Das Bruttoinlandprodukt dürfte nach Schätzungen der ZKB 2011 um 2,5% steigen. Sehr robust präsentiert sich auch die Baukonjunktur. Im vergangenen Jahr fiel das Beschäftigungswachstum mit 2,4% doppelt so hoch aus wie in der Gesamtwirtschaft. Angesichts voller Auftragsbücher und anhaltender Auftragseingänge beurteilen die Bauunternehmen den Geschäftsgang auch für 2011 optimistisch und planen eine tendenzielle Aufstockung des Personalbestandes.

Unmittelbar bevorstehende Zinstrendwende

Die positiven Konjunkturaussichten, erste Anzeichen von Lohndruck sowie die im April 2011 erfolgte Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) deuten darauf hin, dass die SNB die seit längerem erwartete zinspolitische Wende im Juni vollziehen wird. Entsprechend dürfte sich die Zinskurve in den kommenden Monaten verflachen.

Die neue ZKB-Publikation "Immobilien aktuell" erscheint halbjährlich, nächstmals Anfang November 2011.

Zürcher Kantonalbank, Pressestelle
Tel. 044 292 29 79 Fax 044 292 38 23

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