Der US-Wahlkampf im Endspurt

Donald Trump oder Joe Biden – auf wen es hinausläuft. Und auf was.

Text: Christian Brändli, Senior Economist North America

Der US-Wahlkampf geht in die heisse Phase. (Symbolbild: Getty Images)

In weniger als zwei Monaten wird in den USA gewählt. Ein Ereignis, das weltweit Beachtung findet und sowohl Politik wie Finanzmärkte bewegt. Die US-Präsidentschaftswahl vom 3. November 2020 steuert aber auf einen besonders dramaturgischen Höhepunkt zu. Es stehen sich zwei relativ unversöhnliche Lager gegenüber.

Auf der einen Seite ist der polarisierende Republikaner und amtierende US-Präsident Donald Trump, der das aufstrebende China in die Schranken weisen will. Auf der anderen Seite der demokratische Herausforderer Joe Biden, der ein sozial gerechteres USA verspricht. Und all das spielt sich vor dem Hintergrund einer beispiellosen Gesundheitskrise und einer historisch einmaligen Rezession ab. Die geo- und wirtschaftspolitische Stossrichtung in den nächsten Jahren hängt massgebend davon ab, welche Administration das Weisse Haus im Januar 2021 beziehen wird. Hingegen dürfte sich an den grossen, längerfristigen Kapitalmarkttrends durch die Wahl nicht allzu viel verändern: Geld- und Fiskalpolitik bleiben expansiv, die Zinsen niedrig und Aktien mangels Alternativen interessant. Die aktuellen Umfragen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin. Bis zur Wahl am 3. November bleibt aber noch Zeit zum Taktieren und der Wahlprozess in den USA sorgt mit seinen Eigenheiten dafür, dass es bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen bleiben wird.

Der beiliegende Update zu den US-Wahlen informiert zeitnah über die Entwicklung des Wahlkampfes und erläutert die Details zum Ablauf. Daraus leiten wir das wahrscheinlichste Szenario für den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl 2020 ab.

Update US-Wahlen (PDF, 1 MB)

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