«Konjunktur­ausblick spricht für ein gutes Aktienjahr 2022»

Die Pandemie wird uns zwar auch zu Beginn des Jahres 2022 auf Trab halten, der Fokus der Anleger sollte sich jedoch im Jahresverlauf auf den wirtschaftlichen Normalisierungspfad richten. Die Experten des CIO-Offices geben ihre Einschätzung, was dies für die wichtigsten Anlageklassen bedeutet.

Text: Manuel Ferreira, Chief Investment Strategist bei der Zürcher Kantonalbank / Bilder und Video: Andreas Guntli

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Manuel Ferreira, Chief Investment Strategist bei der Zürcher Kantonalbank Investment Outlook 2022

Die russischen Streitkräfte stehen an der ukrainischen Grenze, China droht Taiwan zu annektieren, und kurz vor Jahresende meldet sich die Pandemie mit der Omikron-Variante zurück. Gleichzeitig macht die Politik ernst mit dem Klimaziel und der Energiewende. Die Umstellung der Stromproduktion von fossilen auf erneuerbare Energien sorgt bereits jetzt für kräftige Schwankungen bei den Energiepreisen. Vor allem – aber nicht nur – wegen der Energiepreise ist das Inflationsgespenst zurück und es steigt der Druck auf die Notenbanken, die Zinsnormalisierung einzuleiten.

Die Pandemie hält Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zwar weiterhin auf Trab, und bevor es besser wird, werden wir weitere Wellen erleben; die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie nehmen aber mit jeder Welle ab. Der Fokus der Anleger sollte sich daher auf den wirtschaftlichen Normalisierungspfad richten – sprich: auf die laufende Wachstumsverlangsamung, das erhöhte Inflationsniveau und eine restriktivere Geld- und Fiskalpolitik. Diesen Pfad richtig zu interpretieren, ist die eigentliche Herausforderung.

Lesen Sie nachfolgend, welche Entwicklungen wir laut den Experten des CIO-Offices der Zürcher Kantonalbank in den wichtigsten Anlageklassen 2022 erwarten dürften.