Wirtschaftliches Wachstum: Gute Aussichten für Europa

Die Eurozone steht vor einem kräftigen Aufschwung, sagt Manuel Ferreira, Chief Investment Strategist bei der Zürcher Kantonalbank.

Text: Johanna Stauffer / Bild: Andreas Guntli

Manuel Ferreira, Chief Investment Strategist bei der Zürcher Kantonalbank
Manuel Ferreira, Chief Investment Strategist bei der Zürcher Kantonalbank

Die Pandemie und die strikten Eindämmungsmassnahmen haben in Europa im vergangenen Jahr zum stärksten Wirtschaftseinbruch der Nachkriegszeit geführt. Mit der Zulassung mehrerer Impfstoffe und dem mittlerweile hohen Impftempo zeichnet sich nun aber eine konjunkturelle Trendwende ab. Die ersten Öffnungsschritte haben bei Unternehmen und Konsumenten bereits zu einer deutlichen Stimmungsaufhellung geführt. Alle wichtigen Früh- und Vorlaufindikatoren tendieren stark nach oben, was für einen kräftigen und breit abgestützten Aufschwung spricht. Anders als in früheren Aufschwungphasen sind Geld- und Fiskalpolitik ausserdem nun eng aufeinander abgestimmt und bleiben noch längere Zeit ausgesprochen expansiv, was für zusätzliche Unterstützung sorgt.

Vor diesem Hintergrund und weil in den anderen grossen Märkten wie China und USA die typischen Spätzyklusdiskussionen wie Inflation, geldpolitische Straffung und Reduktion der Stimuli bereits angefangen haben, traut das CIO-Office der Zürcher Kantonalbank europäischen Investitionen eine Phase der Outperformance zu. Europäische Unternehmen profitieren vom zyklischen Aufschwung und sind im globalen Vergleich attraktiver bewertet.

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