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Aus der Praxis

Planung ist alles, gerade im Hinblick auf die Pensionierung.

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Die Pensionierung ist ein einmaliges Ereignis. Sie sorgt für Vorfreude, wirft aber auch Fragen auf. Wer in Sachen Finanzen konkrete Antworten wünscht, plant den Schritt in den nächsten Lebensabschnitt frühzeitig. Monica und Mark Salathe haben es getan und vor allem eines erhalten: Sicherheit. 

Text: Thomas Peterhans, Foto: Selina Meier

Die frühzeitige Pensionierungsplanung mit Finanzplaner Philipp Roth (l.) erleichterte es Monica und Mark Salathe, anstehende Entscheidungen zu treffen. "Wir haben gerechnet und festgestellt: Eine Frühpensionierung mit 58 ist nach Vorstellungen der Kunden nicht realistisch", sagt Philipp Roth, der bei der Zürcher Kantonalbank als Finanzplaner arbeitet. Die Einschätzung der Experten habe sie zunächst erstaunt, erinnern sich Monica und Mark Salathe. "Wir mussten einsehen, dass unser Vermögen nicht reicht, um mit 58 Jahren und dem gewünschten Lebensstandard in Pension zu gehen", sagt Monica Salathe. Umso wichtiger sei es ihnen anschliessend gewesen, genau zu wissen, wie gut oder wie schlecht sie effektiv unterwegs sind. Sie wollten Zweifel aus dem Weg räumen und sicher sein.

Nichts dem Zufall überlassen

Die Salathes teilen sich seit jeher eine Kasse. Ob bei grösseren Anschaffungen oder anderen finanziellen Projekten - entschieden wurde immer gemeinsam. Für das Paar lag es deshalb auf der Hand, ihren dritten Lebensabschnitt miteinander auch unter dem Aspekt Geld zu besprechen. Bei der Pensionierung handelt es sich schliesslich um ein einmaliges Ereignis. Die eigene Erfahrung hilft einem da wenig weiter. "Bei diesem wichtigen Schritt wollten wir nichts dem Zufall überlassen", sagt Mark Salathe. Das sei nicht ihre Art.

Die Variante "Frühpensionierung mit 58" war vom Tisch, nicht aber die Option, den nächsten Abschnitt früher zu beginnen als ordentlich, also mit 64 statt mit 65 Jahren. Der Experte berechnete, wie sich Ausgaben, Einnahmen und Vermögen in den Jahren bis zur Pensionierung sowie danach entwickeln. Und auch, ob das Vermögen reicht, um das gewünschte Einkommen im Ruhestand sicherzustellen. Das Resultat: ein Finanzplan inklusive Meilensteinplanung für unterschiedliche Pensionierungszeitpunkte. "Die Varianten haben es uns erleichtert, Entscheidungen zu treffen", erinnert sich Mark Salathe. Für sie sei es zentral gewesen, zwischen verschiedenen Optionen wählen zu können.

Auf der Agenda der Salathes stand damals noch der Umbau des Elternhauses sowie ein Zügeltermin. "Wir haben alles komplett restauriert", sagt Mark Salathe. "Die Renovationen sind auf die nächsten 30 Jahre ausgerichtet, so dass wir keine grösseren Investitionen mehr tätigen müssen." Auch das floss in die Berechnungen mit ein. In der Folge wurde das Vermögenskonzept überarbeitet: Die Salathes haben den Vermögensaufbau bewusst gefördert und etwa ihre Säule 3a-Gelder in Wertschriften investiert, um bis zur Pension eine möglichst hohe Rendite zu erzielen. Gleichzeitig wurde das Geld aus dem Verkauf der alten Liegenschaft verwendet, um Einkäufe in die Pensionskasse zu tätigen, damit die Vorsorge zu stärken und Steuern zu sparen.

Planung sorgt für Stabilität

Fünf Jahre später, Herbst 2019: Der Ruhestand der Salathes rückt näher. Um den optimalen Pensionierungszeitpunkt zu finden, wurden nochmals mehrere Szenarien gerechnet, die Varianten miteinander verglichen. "Klar ist, je länger man arbeitet, desto besser sieht es aus", sagt Finanzplaner Roth. Die Salathes haben deshalb entschieden, noch im Job zu bleiben. Dieser mache schliesslich nach wie vor Spass. Nun aber ist der Zeitpunkt fix: Sie hört mit 60 auf zu arbeiten, er mit 64. "Wir haben unseren Arbeitgebern Bescheid gesagt", sagt Mark Salathe, "und wissen, wie wir die Pensionierung ohne grosse Überraschungen angehen können". Das sorge für Stabilität.

Als Faustregel gilt: Fünf Jahre vor der Pensionierung sollte man Nägel mit Köpfen machen. Steht der Zeitpunkt fest, müssen Entscheide getroffen werden. Etwa: Rente oder Kapital? Oder: Wann müssen PK-Einkäufe gestoppt werden? Auch braucht man eine Strategie für den Bezug der Vorsorgegelder. "Es gilt, eine gute Balance zu finden zwischen den liquiden Vermögenswerten und den investierten Geldern", sagt Roth. Entscheidend sei, dass die Vermögenswerte nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkauft werden müssen. 

Die Bank denkt mit

"Wir haben jetzt Zahlen, die stimmen", sagt Monica Salathe. Das sei beruhigend. Kommt hinzu: Die Bank denkt mit. "Sie erinnert uns daran, was wann zu tun ist." Zum Beispiel wann die Anmeldung für die AHV fällig ist. Diese Rundum-Begleitung schafft Raum für anderes. Er liebäugelt damit, gemeinsam mit einem Kollegen Wohnungen und Häuser zu restaurieren. Sie will noch mehr Süsse im Leben. "Ich gestalte seit vielen Jahren Torten für Hochzeiten und Geburtstage", sagt Monica Salathe. Heute müsse sie viele Anfragen ablehnen. Sie freue sich deshalb, mehr Zeit für ihr Hobby zu haben. Mark Salathe präzisiert: "Schreiben Sie bitte nicht Hobby, das ist hochprofessionell".


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