KMU ZH Monitor

Was beschäftigt die Zürcher KMU? Das zeigt die aktuelle KMU-Studie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW).

Positive Stimmung bei Zürcher Unternehmen

Den Zürcher KMU geht es gut. Viele haben die Corona-Krise erfolgreich gemeistert und schauen nun vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Das zeigt die Umfrage im Rahmen des neuen KMU ZH Monitors.

Fachkräftemangel, Lieferengpässe, Konkurrenz aus dem In- und Ausland: Diese drei Themen sehen die befragten Unternehmen als grösste Herausforderungen.

Am meisten Potenzial sehen die befragten KMU in der Mitarbeitenden- und Kundenpflege. Ausserdem wollen sie innovativer werden.

Diese Ergebnisse basieren auf einer neu lancierten, künftig jährlich erscheinenden Studie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der Zürcher Kantonalbank.

Schlüsselergebnisse

Gegenwärtige Rahmenbedingungen

Das gegenwärtige Geschäftsumfeld wird von den Unternehmen grundsätzlich als gut beurteilt. Innerhalb dieses Schlüsselwertes trifft dies auf die Beurteilung der Geschäftslage, der Wettbewerbsposition und der Zufriedenheit der Kunden zu. Die Verfügbarkeit von Produktionsfaktoren und die Wahrnehmung der Bevölkerung über die Bedeutung der KMU als Rückgrat für die Schweizer Wirtschaft werden als befriedigend beurteilt.

Künftige Rahmenbedingungen

Die befragten Unternehmen gehen davon aus, dass sich das Geschäftsumfeld in den kommenden zwölf Monaten leicht verbessern wird.

Bisherige Geschäftsentwicklung

Die bisherige Geschäftsentwicklung (Vergleich des letzten Geschäftsjahres mit dem davorliegenden Geschäftsjahr) wird grundsätzlich als unverändert beurteilt. Bei allen Faktoren dieses Schlüsselwertes zeigen sich heterogene Bilder.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Die Unternehmen blicken vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Mehrheit der Unternehmen keine Veränderungen gegenüber dem letzten Geschäftsjahr. Am breitesten verteilt sind die Einschätzungen zum Umsatz.

Staatliche Institutionen

Die durch staatliche Institutionen geschaffenen Rahmenbedingungen werden von den Unternehmen als gut bis sehr gut beurteilt. Insbesondere der Mehrwert des dualen Bildungssystems wird über alle Branchengruppen und Unternehmensgrössen hinweg bestätigt. Die Unterstützung durch die gesetzlichen Vorschriften wird dagegen eher verneint.

Umweltschutz

Die Bedeutung von Umweltschutzthemen und das noch vorhandene Potenzial, die Geschäftstätigkeit weiter umweltfreundlicher zu gestalten, wird von einer klaren Mehrheit der befragten Unternehmen bestätigt. Knapp 80 % der befragten Unternehmen stimmen der Aussage klar oder teilweise zu, dass Umweltschutzthemen in ihrem Betrieb eine hohe Bedeutung einnehmen.

Digitale Transformation

Über 80 % der Unternehmen sind mit dem Begriff der «Digitalen Transformation» gemäss eigenen Angaben vertraut. Es ist deutlich zu erkennen, dass eine positive Korrelation zwischen der Grösse der Unternehmen und der Vertrautheit mit dem Begriff der «Digitalen Transformation» besteht.

Herausforderungen

Die KMU im Kanton Zürich sehen sich mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Mit knapp der Hälfte aller teilnehmenden Unternehmen wird der Mangel an ausgebildeten Fachkräften am häufigsten genannt, wobei die Kleinstunternehmen weniger ausgeprägt betroffen sind als Unternehmen mit zehn oder mehr Mitarbeitenden. Für fast jedes dritte Unternehmen stellen auch Lieferengpässe von Roh- und Halbfabrikaten eine Herausforderung dar. Auf Platz 3 folgt die Konkurrenzsituation durch in- und ausländische Mitbewerber.

Wunschthemen

Knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmenden möchten sich im kommenden Jahr damit auseinandersetzen, wie sie für Mitarbeitende ein attraktiver Arbeitgeber sein können. Diese Herausforderung, Mitarbeitende zu gewinnen und zu halten, spricht für einen gut funktionierenden Arbeitsmarkt. Indirekt bestätigt diese häufig genannte Herausforderung auch die positive Einschätzung der KMU bezüglich der aktuellen und künftigen Geschäftslage.