Tragbarkeitsindex – wer kann sich ein Eigenheim leisten?

Tragbarkeitsindex – wer kann sich ein Eigenheim leisten?

Der Tragbarkeitsindex zeigt auf, ob es leichter oder schwieriger wird, sich ein Eigenheim zu leisten. Er berechnet sich aus den Faktoren Haushaltseinkommen, Immobilienpreise und Hypothekarzinsen und dient Ihnen als Planungsinstrument.

Kurzfristige Tragbarkeit besser als die langfristige Tragbarkeit

Kann sich ein Haushalt mit durchschnittlichem Einkommen (und genügend Eigenmitteln für die Finanzierung) ein durchschnittlich teures Einfamilienhaus leisten, ohne sein Budget übermässig zu strapazieren? Diese Frage beantwortet unser Tragbarkeitsindex.

Es gilt:

  • Je höher das Einkommen der Haushalte im Kanton Zürich und
  • je tiefer die Immobilienpreise und
  • je tiefer die Hypothekarzinsen
  • desto tragbarer wird Wohneigentum und desto höher steigt der Index.
Jahr
Kurzfristige Tragbarkeit
Langfristige Tragbarkeit
2018 189.40 75.15
2017  198.57 77.36
2016
210.72 80.78
2015
214.70 84.91
2014 
198.25 86.75
2013
181.94 89.13
2012
206.75 90.97
2011
179.25 98.90
2010
183.66 101.16
2009
172.46 105.54
2008
132.41 106.78
2007
126.59 107.81
2006
142.28 114.57
2005
166.03 110.69
2004
166.39 115.20
2003
167.78 114.81
2002
170.19 120.00
2001
135.60 117.45
2000
138.94 115.85
1999
152.88 120.05
1998
143.48 115.88
1997
140.18 121.31
1996
120.00 114.23
1995
109.24 112.39
1994
102.22 106.15
1993
96.25 109.82
1992
73.14 102.68
1991
65.49 93.19
1990
60.87 82.72
Indexwert 100: gerade noch tragbar.

Die jährlichen Kosten beim Erwerb eines durchschnittlichen Eigenheims entsprechen genau 35% des Durchschnittshaushaltseinkommens. Ein Durchschnittshaushalt kann sich das durchschnittliche Wohneigentumsobjekt gerade noch leisten. 

Indexwert unter 100: nur für Gutverdienende tragbar.

Nur überdurchschnittlich gut verdienende Haushalte können sich das entsprechende Eigenheim leisten. 

Indexwert über 100: gut tragbar.

Die Kosten sind auch für unterdurchschnittlich verdienende Haushalte tragbar. 

Langfristige und kurzfristige Tragbarkeit.

Dem kurzfristigen Tragbarkeitsindex liegen Marktzinssätze zugrunde, während der langfristige Tragbarkeitsindex auf einem konstanten Zinssatz von 5% beruht.

Die Berechnungsmethode.

Diese drei Faktoren beeinflussen die Berechnung des Tragbarkeitsindex:

  • das mittlere Haushaltseinkommen im Kanton Zürich
  • das mittlere, qualitätsbereinigte Preisniveau für Wohneigentum im Kanton Zürich
  • die Hypothekarzinsen 

So kommt der Tragbarkeitsindex zustande.

Zuerst werden die jährlichen Wohnkosten berechnet, die durch den Neuerwerb eines durchschnittlichen Wohneigentumobjekts entstehen. Die Wohnkosten setzen sich zusammen aus Zinszahlung, Amortisation und Unterhalt, wobei eine Belehnung von 80% unterstellt wird. Diese jährlichen Kosten werden mit dem Budget eines Durchschnittshaushalts verglichen. Das für Wohnen verfügbare Budget beträgt maximal 35% des Einkommens. Entspricht das Budget eins zu eins den tatsächlich anfallenden Wohnkosten, so ergibt das einen Indexwert von 100. In diesem Fall kann sich der betrachtete Haushalt das Eigenheim gerade noch leisten. Sind die Wohnkosten höher als das Budget, so liegt der Indexwert unter 100; sind die Wohnkosten tiefer, so liegt der Wert über 100.

Ab 2018 wird der Tragbarkeitsindex mithilfe des neuen ZWEX berechnet. Mit der Aktualisierung 2018 wurden die Indexwerte rückwärtsrevidiert, wobei es zu kleinen Anpassungen kam.

Der Tragbarkeitsindex wird mit zwei verschiedenen Zinssätzen berechnet: einmal mit dem Marktzinssatz (kurzfristige Tragbarkeit) und einmal mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 5% (langfristige Tragbarkeit), der für die Risikobeurteilung einer Hypothek im Rahmen des Finanzierungsprozesses relevant ist.

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