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Plötzlich vor dem Aus

Startups waren in der Corona-Krise lange auf sich selbst gestellt. Der Bund hat sich für die Ausarbeitung von Notmassnahmen Zeit gelassen.

Stellen Sie sich vor, Sie sind Gründerin oder Gründer eines Startups. Die Geschäftsidee stimmt, die Kontakte zu Investoren sind geknüpft, zwei Finanzierungsrunden sind erfolgreich abgeschlossen. Inzwischen haben Sie bereits 70 Leute auf der Payroll. Kurz: Der Motor läuft und Sie sind bereit, so richtig durchzustarten.

Doch vom einen auf den anderen Tag löst sich Ihr Markt komplett in Luft aus. Was nun? Ihnen ist klar: "So kann mein Startup nicht überleben!" Um zu retten, was zu retten ist, sind Sie gezwungen mehr als die Hälfte Ihrer Mitarbeitenden zu entlassen. 

Startups fallen durchs Auffangnetz des Bundes

"So geht es im Moment einer Vielzahl von Startups", erklärt Daniel Schoch, Teamleiter Startup Finance. "Die Mehrheit ist in Schwierigkeiten." Zum Beispiel jene, die auf der Suche nach Geld auf zurückhaltende Investoren stossen. Aber auch Verzögerungen in der Kundenakquisition und Abbrüche von Projekten (z.B. klinische Studien) bringen die Unternehmensentwicklungen zum Stocken. "Gewissen Startups beispielsweise aus der Tourismusbranche brach der Umsatz komplett weg", so Schoch. Und das besonders Unglückliche ist: Anfangs sind Startups durch das Auffangnetz des Bundes gefallen. So konnten Startups nur sehr eingeschränkt oder gar nicht auf die bestehenden Notmassnahmen des Bundes zurückgreifen.

Rasche Hilfe ist gefragt

Hier schliesst die Zürcher Kantonalbank die Lücke. Mit einem jährlichen Volumen von 15 Millionen Franken ist die Bank eine der schweizweit grössten Startup-Förderern. "Angesichts der hohen Dringlichkeit haben wir uns überlegt, wie wir Startups helfen können", sagt Daniel Schoch und ergänzt: "Die offenere Formulierung der Kriterien des Kantonalzürcher Programms lässt uns hier mehr Spielraum als beim Bundesprogramm". Seit mehreren Wochen ist das Team um Daniel Schoch mit der Ausrollung der Unterstützung beschäftigt. "Wir konnten auch erste Kredite und Wandeldarlehen für Startups sprechen", bestätigt Daniel Schoch. Er und sein Team sind in Diskussionen mit über 100 Startups. Und täglich kommen eine bis zwei Handvoll Startups dazu.

Finanzen zuerst – aber auch Vernetzung hilft

In Zeiten wie diesen haben Finanzfragen erste Priorität. Und zweite und dritte. Neben der finanziellen Hilfe kann die Zürcher Kantonalbank aber noch anderweitig partnerschaftlich unterstützen. Der Leiter Startup-Finance erklärt weiter: "Durch den tagtäglichen Kontakt mit Startups sind wir nahe dran und bekommen viel über deren Herausforderungen aber auch Lösungen mit. Folglich agieren wir auch oft als Vermittler und geben Impulse – im Stil von 'Wende Dich doch mal an XYZ, die waren in den vergangenen Wochen mit ähnlichen Fragen konfrontiert und haben eine gute Lösung gefunden'."

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