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Medienmitteilung vom 10. Februar 2017

Jahresabschluss 2016 mit Konzerngewinn von 761 Mio. Franken.

Zürcher Kantonalbank steigert Ertrag auf Allzeithoch von
2,3 Mrd. Franken und betrieblichen Konzerngewinn auf 761 Mio. Franken

Die Zürcher Kantonalbank hat im vergangenen Jahr den betrieblichen Konzerngewinn um 5% auf 761 Mio. Franken gesteigert. Dazu beigetragen haben insbesondere höhere Erträge im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie das starke Handelsgeschäft. Die Ausschüttung an Kanton und Gemeinden steigt um 10% auf 330 Mio. Franken.

Martin Scholl, Vorsitzender der Generaldirektion, sagte zum Jahresergebnis: "Die Zürcher Kantonalbank hat das schwierige wirtschaftliche Umfeld im vergangenen Geschäftsjahr gut gemeistert und ein sehr erfreuliches Ergebnis erzielt. Zudem konnte die Diversifikation dank der erfolgreichen Integration von Swisscanto weiter verbessert werden. Damit haben wir einmal mehr gezeigt, dass unser breit diversifiziertes und auf Kontinuität ausgerichtetes Geschäftsmodell nachhaltig Mehrwert schafft."

Höhere Erträge trotz anspruchsvollem Umfeld

Der Geschäftsertrag stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5% auf den historischen Höchststand von 2‘325 Mio. Franken. Sehr erfreulich entwickelten sich dabei insbesondere das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie das Handelsgeschäft. Beide Ertragspfeiler verzeichneten im Periodenvergleich eine deutliche Zunahme des Erfolgs. Weniger stark stieg demgegenüber der Erfolg aus dem Zinsgeschäft.

Das Zinsgeschäft erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Netto-Erfolg von 1‘187 Mio. Franken, was einem Anstieg von 2% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Darin enthalten ist ein Aufwand für ausfallbedingte Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsgeschäft von 12 Mio. Franken, nachdem im Vorjahr noch ein Ertrag von 3 Mio. Franken ausgewiesen wurde. Das steigende Zinsergebnis reflektiert das erfreuliche Wachstum der Volumen im Hypothekargeschäft um 3,7 Mrd. Franken. Die Qualität der Ausleihungen hat für die Zürcher Kantonalbank unverändert höchste Priorität. Angesichts latenter Zinsänderungsrisiken errechnet die Bank die Tragbarkeit einer Liegenschaft für Kunden nach wie vor mit einem kalkulatorischen Hypothekarzins von 5%.

Der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft verbesserte sich vor dem Hintergrund der erfolgreichen Integration von Swisscanto um 9% auf 728 Mio. Franken. Die deutliche Zunahme ist vor allem auf das Anlagegeschäft zurückzuführen, das von Mehrerträgen im Fonds- und Vermögensverwaltungsgeschäft getrieben wurde.

Im Handelsgeschäft profitierte die Zürcher Kantonalbank vor dem Hintergrund erhöhter Marktvolatilität von einer deutlichen Zunahme der Handelsaktivitäten der Kunden und vermochte den Erfolg im Vergleich zum Vorjahr um 16% auf 379 Mio. Franken zu steigern. Das Handelsgeschäft der Zürcher Kantonalbank ist breit aufgestellt und hat einen klaren Fokus auf die Bedürfnisse der Kunden. Die auf das Kundengeschäft ausgerichtete Strategie findet auch in den Risikozahlen ihren Niederschlag. So sanken die Handelsrisiken im Handelsbuch (Value-at-Risk mit Haltedauer 10 Tage) auf 11 Mio. Franken nach 17 Mio. Franken im Geschäftsjahr 2015.

Moderater Anstieg beim Aufwand

Der Geschäftsaufwand stieg im Geschäftsjahr 2016 um 5% auf 1‘441 Mio. Franken. Die Zunahme ist vor allem auf die höheren Personalaufwendungen zurückzuführen, die aufgrund der erstmaligen ganzjährigen Berücksichtigung von Swisscanto und höherer variabler Lohnbestandteile im Vergleich zum Vorjahr um 7% auf 1‘009 Mio. Franken anstiegen. Der Sachaufwand belief sich auf 433 Mio. Franken, was einem Anstieg gegenüber 2015 von 1% entspricht. Darin enthalten ist auch der Aufwand für die Abgeltung der Staatsgarantie von 22 Mio. Franken, nach 21 Mio. Franken im Vorjahr.

Im Geschäftsaufwand von 1‘441 Mio. Franken nicht enthalten ist ein einmaliger Aufwand von 70 Mio. Franken im Zusammenhang mit der Anpassung der versicherungstechnischen Grundlagen der Pensionskasse der Zürcher Kantonalbank an das veränderte Umfeld. Zur langfristigen Sicherung der Renten wurde eine Reihe von Massnahmen verabschiedet, die per 1. Juli 2017 in Kraft treten. Dazu gehören die Senkung des Umwandlungssatzes für künftige Rentenbezüger, die Anhebung der Sparbeiträge der Versicherten und der Arbeitgeberin sowie die Anhebung des ordentlichen Rentenalters auf 64 von bisher 62 für Männer und Frauen. Für Arbeitnehmer ab Jahrgang 1964 und älter sind Übergangslösungen vorgesehen. Im Sinne einer nachhaltigen Personalpolitik hat der Bankrat entschieden, dass die Bank Kosten zur Finanzierung der Übergangslösungen übernimmt. Deshalb wurde im Berichtsjahr zu Lasten des Personalaufwandes eine Rückstellung für Vorsorgeverpflichtungen im Umfang von 70 Mio. Franken getätigt.

Der Aufwand für Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Werte belief sich in der Berichtsperiode auf 124 Mio. Franken, was gegenüber 2015 einem Anstieg von 17% entspricht. Der Aufwand für Rückstellungen, übrige Wertberichtigungen und Verluste sank signifikant auf 8 Mio. Franken nach 61 Mio. Franken im Vorjahr.

Der betriebliche Geschäftserfolg stieg im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 13% auf 752 Mio. Franken. Der ausserordentliche Erfolg belief sich auf 16 Mio. Franken, nachdem im Vorjahr dank Immobilienverkäufen sowie Wertaufholungen auf Beteiligungen ein ausserordentlicher Erfolg von 66 Mio. Franken resultierte. Die Steuern beliefen sich in der Berichtsperiode auf 7 Mio. Franken nach 8 Mio. Franken im Vorjahr.

Das Kosten-Ertrags-Verhältnis (Cost Income Ratio) verbesserte sich 2016 auf 61,7% nach 62,4% im Vorjahr. Unter dem Strich resultierte ein betrieblicher Konzerngewinn von 761 Mio. Franken. Unter Berücksichtigung der einmaligen Belastung durch die Anpassungen bei der Pensionskasse belief sich der Konzerngewinn auf 691 Mio. Franken.

Höhere Ausschüttung an Kanton und Gemeinden

Die Gewinnausschüttung der Zürcher Kantonalbank an Kanton und Gemeinden beläuft sich für das Geschäftsjahr 2016 auf insgesamt 351 Mio. Franken. Davon wird dem Kanton eine Dividende von 220 Mio. Franken und den politischen Gemeinden eine Dividende von 110 Mio. Franken ausgerichtet, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von je 10% entspricht. Der Anteil zur Bestreitung der Kapitalkosten an den Kanton beläuft sich auf 21 Mio. Franken, nach 26 Mio. Franken im Vorjahr.

Zusätzlich wurde dem Kanton die Staatsgarantie mit 22 Mio. Franken entschädigt. Im Rahmen des Leistungsauftrags wandte die Bank im vergangenen Geschäftsjahr zudem weitere 119 Mio. Franken auf, die der Zürcher Bevölkerung zu Gute kamen.

Anstieg der verwalteten Kundengelder und erfreulicher Neugeldzufluss

Die Kundenvermögen beliefen sich per Ende 2016 auf 264,8 Mrd. Franken gegenüber 257,5 Mrd. Franken per Ende 2015. Der Netto-Neugeldzufluss von verwalteten Vermögen belief sich auf 8,0 Mrd. Franken, nachdem im 2015 ein Netto-Neugeldabfluss von 2,5 Mrd. Franken ausgewiesen wurde.

Weiterhin starke Kapitalbasis

Die Zürcher Kantonalbank verfügt weiterhin über eine äusserst solide Eigenkapitalbasis und übertrifft die regulatorischen Anforderungen deutlich. Die anrechenbaren Eigenmittel haben sich per Ende 2016 auf 11‘564 Mio. Franken erhöht nach 11‘293 Mio. Franken per Ende 2015.

Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 17,5% nach 17,9% im Vorjahr und die Quote des harten Kernkapitals auf 15,6% nach 15,8%. Die ungewichtete Eigenkapitalquote (Leverage Ratio) wird per Ende 2016 mit 6,7% gegenüber 7,0% im Vorjahr ausgewiesen. Der leichte Rückgang ist dabei auf den Anstieg der risikogewichteten Aktiven respektive die Ausweitung der Bilanz aufgrund des Wachstums im Hypothekargeschäft zurückzuführen.

Ausblick

Zum Ausblick sagt Martin Scholl: "Die anhaltenden makroökonomischen Unsicherheiten und das herausfordernde Umfeld mit den Negativzinsen werden uns auch 2017 fordern. Ich bin zuversichtlich, dass wir dank unserem ausgewogenen Geschäftsmodell auch im laufenden Geschäftsjahr die Herausforderungen meistern und die Chancen nutzen."

Weitere Informationen

Präsentationen zum Ergebnis 2016 herunterladen (PDF, 34 Seiten, 767 KB)

Kennzahlen 2016 herunterladen (PDF, 3 Seiten, 173 KB)


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