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Medienmitteilung vom 23. August 2019


Zürcher Kantonalbank mit Halbjahreskonzerngewinn von CHF 418 Mio.

  • Robuster Geschäftsertrag von CHF 1'165 Mio.
  • Sinkender Geschäftsaufwand unterstreicht hohe Kostendisziplin
  • Kundenvermögen steigen auf rekordhohe CHF 315,5 Mrd.
  • Netto-Neugeldzufluss über CHF 2,5 Mrd.
  • Äusserst starke Kapitalisierung mit harter Kernkapitalquote (CET 1) von 17,2% und Leverage Ratio von 6,6%

Zürich, 23. August 2019 – Die Zürcher Kantonalbank hat im ersten Halbjahr 2019 einen Konzerngewinn von CHF 418 Mio. erzielt, der rund 5% unter dem Ergebnis der Vorjahresperiode liegt. Angesichts anhaltend tiefer Zinsen und geopolitischer Unsicherheiten sank der Geschäftsertrag um knapp 4%. Dieser Rückgang konnte durch Kostenreduktionen in Höhe von 3% teilweise kompensiert werden.

Martin Scholl, Vorsitzender der Generaldirektion, sagte zum Ergebnis: "Wir haben in den ersten sechs Monaten 2019 ein sehr solides Ergebnis erzielt, auch wenn das anspruchsvolle Umfeld uns im operativen Geschäft im Vergleich zum starken Ergebnis in der Vorjahresperiode etwas zurückgebunden hat. Erfreulich waren die weiterhin hohe Kostendisziplin sowie der breit abgestützte Neugeldzufluss."

Zum Ausblick ergänzte Martin Scholl: "Die Entwicklungen im Zinsumfeld werden uns auch im zweiten Halbjahr herausfordern. Gleichzeitig dürften geopolitische Gegebenheiten und die Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums weiterhin zu Unsicherheiten an den Märkten führen. Ich bin aber überzeugt, dass wir mit unserem diversifizierten Geschäftsmodell und der Nähe zu unseren Kunden auch im zweiten Halbjahr ein gutes Ergebnis erwirtschaften werden."

Robuster Geschäftsertrag

Der Geschäftsertrag belief sich im ersten Halbjahr 2019 auf CHF 1'165 Mio. nach CHF 1'211 Mio. im Vorjahr. Die anhaltend tiefen Zinsen und das kompetitive Umfeld belastete insbesondere das Zinsengeschäft als wichtigsten Ertragspfeiler. Aufgrund einer Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums und einer zurückhaltenden Kundenaktivität waren die Erträge im Anlage- und Handelsgeschäft ebenfalls rückläufig.

Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft sank im Periodenvergleich um 3% auf CHF 606 Mio., was insbesondere auf das negative Zinsumfeld zurückzuführen ist, das zunehmend die Margen belastet. Das Hypothekargeschäft als wichtigste Komponente des Zinserfolgs wuchs in den ersten sechs Monaten 2019 um CHF 888 Mio. oder 1%. Das Wachstum der Zürcher Kantonalbank blieb damit etwas hinter dem Gesamtmarkt zurück. Dies ist neben dem kompetitiven Umfeld im Hypothekargeschäft auch dem Festhalten an hohen Qualitätsstandards bei der Vergabe von Hypotheken geschuldet. Insgesamt stiegen die Hypothekarausleihungen per Jahresmitte auf CHF 82,1 Mrd.

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft belief sich der Erfolg auf CHF 387 Mio. Der Rückgang von knapp 3% gegenüber der Vorjahresperiode ist vor allem auf die rückläufigen Erträge im Wertschriften- und Anlagegeschäft zurückzuführen. Diese sanken angesichts der Unsicherheiten an den Finanzmärkten sowie wegen dem letztjährigen Verkauf des Swisscanto Funds Centre Ltd. um knapp 7%. Demgegenüber stiegen die Kommissionserträge aus dem Kreditgeschäft um 20% und aus dem übrigen Dienstleistungsgeschäft um 3%.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft sank gegenüber dem ersten Semester 2018 um 9% auf CHF 138 Mio. Dabei vermochte der steigende Handelserfolg mit Obligationen, Zins- und Kreditderivaten den Rückgang im Handel mit Devisen, Noten und Edelmetallen sowie mit Aktien und strukturierten Produkten nicht zu kompensieren.

Reduzierte Kostenbasis

Der Geschäftsaufwand sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3% auf CHF 683 Mio. Dank diszipliniertem Kostenmanagement konnte sowohl der Personalaufwand (-2%) als auch der Sachaufwand (-6%) gesenkt werden. Die Cost Income Ratio belief sich auf 59,1% nach 58,4% zum Ende der Vorjahresperiode.

Die Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten summierten sich auf CHF 56 Mio. nach CHF 65 Mio. im ersten Halbjahr 2018. Die Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste beliefen sich auf CHF 7 Mio. nach CHF 5 Mio. im Vorjahr. Damit resultierte für das erste Halbjahr 2019 ein Geschäftserfolg von CHF 419 Mio., was einem Rückgang von rund 4% gegenüber der Vorjahresperiode entspricht.

Unter Berücksichtigung des ausserordentlichen Ertrags von CHF 1 Mio. (Vorjahr CHF 8 Mio.) und nach Abzug der Steuern von CHF 2 Mio. (Vorjahr CHF 5 Mio.) resultierte ein Halbjahreskonzerngewinn vonCHF 418 Mio.

Rekordhohe Kundenvermögen und guter Netto-Neugeldzufluss

Die Kundenvermögen stiegen in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres um CHF 20,3 Mrd. auf rekordhohe CHF 315,5 Mrd. Dabei haben der Netto-Neugeldzufluss CHF 2,5 Mrd. und die positive Marktentwicklung rund CHF 17,7 Mrd. zum Wachstum der Kundenvermögen beigetragen.

Weiterhin äusserst starke Kapitalisierung

Die Zürcher Kantonalbank verfügt über eine äusserst starke Kapitalposition, was sich auch in den Eigenkapitalquoten widerspiegelt. Die risikobasierte Kapitalquote auf Basis going-concern belief sich per Stichtag auf 19,3% nach 18,6% per Mitte 2018, und die Quote des harten Kernkapitals (CET 1) betrug 17,2% nach 16,3%. Die ungewichtete Eigenkapitalquote (Leverage Ratio) auf Basis going-concern sank auf 6,6% nach 6,8% zum Ende der Vorjahresperiode.

Damit übertrifft die Zürcher Kantonalbank die regulatorischen Anforderungen deutlich. Auch die Anfang 2019 in Kraft getretenen zusätzlichen Gone-concern-Anforderungen für inlandorientierte systemrelevante Banken werden sowohl auf risikobasierter als auch auf ungewichteter Basis erfüllt. 

Zum Thema

Detaillierte Zahlen und ergänzende Erläuterungen zum Halbjahresergebnis 2019 finden sich in der "Medienmitteilung mit Kennzahlen" sowie im "Halbjahresbericht zum Geschäftsjahr 2019".


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