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Medienmitteilung vom 28. August 2020


Halbjahreskonzerngewinn um 28% auf CHF 537 Mio. gesteigert

  • Herausragendes Halbjahresergebnis unterstreicht das solide Geschäftsmodell der Bank
  • Höherer Geschäftsertrag von CHF 1'310 Mio. (+12,4%) mit positiven Ergebnissen in allen Ertragspfeilern
  • Deutlich tiefere Cost Income Ratio von 55,2%
  • Ausgezeichneter Netto-Neugeldzufluss von CHF 13,6 Mrd.
  • Corona-Notkredite im Umfang von knapp CHF 1 Mrd. bewilligt
  • Weiterhin starke Kapitalisierung deutlich über regulatorischen Mindestanforderungen

Die Zürcher Kantonalbank weist für das erste Halbjahr 2020 einen Konzerngewinn von CHF 537 Mio. aus. Dies entspricht einer Zunahme von 28,4% gegenüber der Vorjahresperiode. Dazu beigetragen haben der überdurchschnittliche Erfolg im Handelsgeschäft wie auch die soliden Entwicklungen im Zinsengeschäft und im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft.

Martin Scholl, Vorsitzender der Generaldirektion, sagt: "Ich freue mich sehr über das ausgezeichnete Halbjahresergebnis. Unser breit diversifiziertes, auf Kontinuität ausgerichtetes Geschäftsmodell sowie unsere Kundennähe haben sich auch während der bisherigen Corona-Krise bewährt und einmal mehr die Krisenresistenz der Zürcher Kantonalbank eindrücklich unter Beweis gestellt."

Martin Scholl zum Ausblick: "Mit dem weiterhin schwierigen Zinsumfeld, den geopolitischen Spannungen und den konjunkturellen Auswirkungen von COVID-19 dürfte es ein fortwährend anspruchsvolles Jahr werden. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir gut aufgestellt sind, um auch im zweiten Halbjahr ein ansprechendes Ergebnis zu erwirtschaften."

Höherer Geschäftsertrag

Die Bank erreichte in der ersten Hälfte des Jahres 2020 einen Geschäftsertrag von CHF 1'310 Mio. nach CHF 1'165 Mio. in der Vorjahrsperiode. Der Anstieg ist insbesondere auf die gute Entwicklung im Handelsgeschäft zurückzuführen, dessen Erfolg im Vergleich zur Vorjahresperiode um CHF 134 Mio. auf CHF 272 Mio. zunahm. Dieses Ergebnis widerspiegelt die hohen Handelsvolumen und Kundenaktivitäten während der Zeit der Marktverwerfungen, in der Opportunitäten genutzt werden konnten. Insbesondere der Erfolg aus dem Handel mit Obligationen, Zins- und Kreditderivaten hat zum Anstieg beigetragen, aber auch der Handel mit Devisen, Noten und Edelmetallen sowie der Aktienhandel und Handel mit strukturierten Produkten. Inzwischen bewegen sich die Handelsaktivitäten wieder auf marktüblichem Niveau. Leicht rückläufig war der übrige Handelserfolg.

Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft lag mit CHF 619 Mio. um 2,1% über dem Vorjahreswert. Nebst dem Kreditwachstum hat die Verrechnung von Negativzinsen an Grosskunden den Zinserfolg leicht verbessert. Das Hypothekargeschäft als wichtigste Komponente des Zinserfolgs wuchs in den ersten sechs Monaten 2020 um 1,7% auf CHF 85,7 Mrd., wobei der Grundsatz "Qualität vor Quantität" unverändert eingehalten wurde. Die Zürcher Kantonalbank beurteilt Kreditausfallrisiken sowie alle anderen erkennbaren Risiken laufend und bildet wo nötig entsprechende Rückstellungen und Wertberichtigungen. Im ersten Halbjahr 2020 wurden ausfallrisikobedingte Wertberichtigungen in Höhe von CHF 7 Mio. netto neu gebildet, während in der Vergleichsperiode CHF 9 Mio. netto aufgelöst wurden. Eine Corona-Pandemie-bedingte starke Akzentuierung von Kreditausfällen wurde bis anhin nicht festgestellt.

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg der Erfolg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,5% auf CHF 404 Mio. Prägend war dabei die Zunahme im Ertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft, welche die leicht rückläufigen Kommissionserträge im Kreditgeschäft und übrigen Dienstleistungsgeschäft sowie den höheren Kommissionsaufwand kompensierte.

Cost Income Ratio deutlich gesenkt

Der Geschäftsaufwand belief sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf CHF 773 Mio. und lag damit 13,2% über dem Vorjahreswert. Der Anstieg ist insbesondere mit einem höheren Personalaufwand (+15,8%) zu begründen. Darin enthalten ist der einmalige Personalaufwand im Umfang von CHF 46 Mio. für das bereits im Vorjahr beschlossene Jubiläumsgeld für die Mitarbeitenden der Bank; mittels Auflösung von Reserven für allgemeine Bankrisiken im gleichen Umfang wurde dieser einmalige Aufwand im Halbjahreskonzerngewinn neutralisiert. Der Personalaufwand widerspiegelt zudem höhere variable Personalkosten, die sich aus dem gesteigerten Halbjahreskonzerngewinn ergeben. Die Erhöhung beim Sachaufwand (+6,8%) beruht vor allem auf IT-Aufwendungen, die unter anderem zum Ausbau der Infrastruktur angesichts der Corona-Krise getätigt wurden, und ist auch auf die Entwicklung und Lancierung der neuen Vorsorge-App "frankly" zurückzuführen. Die Cost Income Ratio verbesserte sich dank der erfreulichen Ertragslage deutlich auf 55,2% (ohne Berücksichtigung des einmaligen Personalaufwands für das Jubiläumsgeld) gegenüber 59,1% zum Ende der Vorjahresperiode.

Die Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten beliefen sich auf CHF 59 Mio. nach CHF 56 Mio. im ersten Halbjahr 2019. Die Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste lagen mit CHF 8 Mio. nur leicht über dem Vergleichswert von CHF 7 Mio. in der Vorjahresperiode. Daraus ergab sich für das erste Halbjahr 2020 ein Geschäftserfolg von CHF 469 Mio. Einschliesslich eines ausserordentlichen Ertrags von CHF 25 Mio., der im Wesentlichen aus dem Verkauf der 10%-Beteiligung an der Homegate AG und dem Verkauf des BVG-Verwaltungsgeschäfts der Swisscanto Vorsorge AG stammt, und nach Abzug der Steuern von CHF 4 Mio. resultierte ein erfreulicher Halbjahreskonzerngewinn von CHF 537 Mio.

Ausgezeichneter Netto-Neugeldzufluss

Die Kundenvermögen nahmen im ersten Halbjahr 2020 um CHF 4,5 Mrd. auf CHF 337,8 Mrd. zu. Dies ist auf einen starken Netto-Neugeldzufluss von CHF 13,6 Mrd. zurückzuführen, zu dem alle Geschäftsbereiche beigetragen haben. Dieses starke Ergebnis machte negative Markt- und Währungseffekte im Umfang von CHF 9,1 Mrd. mehr als wett.

Corona-Notkredite im Umfang von rund CHF 1 Mrd. bewilligt

Die Zürcher Kantonalbank hat im Rahmen der COVID-19 Solidarbürgschaft des Bundes und Kantons bis 31. Juli über 7600 Firmen Kredite von knapp CHF 1 Mrd. bewilligt, wobei die allermeisten Firmen Kredite mit Bundesbürgschaft bis CHF 500 000 in Anspruch genommen haben.

Weiterhin starke Kapitalisierung

Auf Basis "going-concern" betrug die risikobasierte Eigenkapitalquote per Jahresmitte hohe 17,5% nach 19,3% per 30. Juni 2019. Der Rückgang der Quote steht im Wesentlichen in direktem Zusammenhang mit regulatorischen Änderungen, sie liegt jedoch weiterhin deutlich über den geltenden Eigenmittelanforderungen (12,86% der risikogewichteten Aktiven). Auch die ungewichtete Eigenkapitalquote (Leverage Ratio) auf Basis "going-concern" übertraf mit 6,2% per 30. Juni 2020 (6,6% per Jahresmitte 2019) die regulatorische Anforderung von 4,5% für systemrelevante Banken deutlich.

Zum Thema

Detaillierte Zahlen und ergänzende Erläuterungen zum Halbjahresergebnis 2020 finden sich in der "Medienmitteilung mit Kennzahlen" sowie im "Halbjahresbericht zum Geschäftsjahr 2020".


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