Gewerbeausstellungen: Regionale Nähe als Teil der DNA
Seit ihrer Gründung ist die Zürcher Kantonalbank ein fester Bestandteil von Gewerbe- und Landesausstellungen. Was mit der «Gewerbehalle» begann, entwickelte sich über die Jahre zu einem wichtigen Instrument der Kundenpflege – mit kreativen Ständen, Wettbewerben und persönlichem Austausch.
Text: Matthias Wiesmann
Bereits kurz nach ihrer Gründung beteiligte sich die Zürcher Kantonalbank an diversen kantonalen Gewerbemessen sowie an nationalen Landesausstellungen. Allerdings ging es dabei nicht um die Präsentation ihrer Finanzdienstleisungen, sondern um eine Leistungsschau der sogenannten «Gewerbehalle», die von der ZKB von 1877 bis 1934 als Showroom für Schreiner und andere Handwerker im Bereich Möbel und Innnendekoration betrieben wurde.
Vom Produktverkauf zur Kundenpflege
Gewerbemessen wurden schon früh mit Geldbeträgen unterstützt, «mit Rücksicht auf den regen Verkehr der Kantonalbank mit der landwirtschaftlichen und gewerblichen Bevölkerung», wie es in einem Bankratsprotokoll zu einem finanziellen Beitrag für die kantonale Gewerbemesse in Winterthur von 1924 heisst. Die Unterstützung würde zudem einen guten Eindruck machen und für die ZKB treffliche Reklame sein. Sporadisch war die ZKB auch in den folgenden Jahrzehnten mit einem Stand oder grossflächiger Werbung präsent.
Ab Ende der 1970er Jahre hatte die Bank an fast allen Gewerbemessen im Kanton Zürich einen eigenen Standauftritt. Die ZKB präsentierte ihre Produkte und versuchte, Geschäfte anzubahnen oder Prospekte unter die Leute zu bringen. Ab 2000 ging der Trend weg vom Verkaufen hin zur langfristigen Kundenpflege. Der Besuch am Stand soll nun vor allem Spass machen, in der Hoffnung, dass die ZKB beim breiten Publikum in angenehmer Erinnerung bleibe. Gleichzeitig schwärmen die Kundenberaterinnen und -berater aus, um an den anderen Ständen mit bestehenden oder potenziellen Gewerbekunden ins lockere Gespräch zu kommen.
Wettbewerbe und «Bhaltis»: Ein Erlebnis für die ganze Familie
Seit jeher wurden am Stand auch verschiedenartige «Bhaltis» abgegeben: von Äpfeln über Parkscheiben bis Kalenderkärtchen. Gut lief auch der Ausschank von Gratiskaffee «durch vier adrett gekleidete Damen», wie 1981 von der Winti Mäss berichtet wurde. Nicht fehlen durften auch die Wettbewerbe, bei denen es in Hombrechtikon, Uster, Bülach, Turbenthal, Feuerthalen und den weiteren Messeorten beispielsweise eine Reise nach Ägypten, zwei Gramm Gold oder eine Ballonfahrt zu gewinnen gab.
Gewerbemessen: Ein Ort der Begegnung und Inspiration
Gewerbemessen bieten auch heute noch eine Plattform für lokale Unternehmen, ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren und fördern den Austausch zwischen Gewerbetreibenden, Kundinnen und Kunden sowie Institutionen wie der ZKB. Für die Bank sind diese Veranstaltungen ein Ort, um ihre Nähe zur Region zu zeigen, Beziehungen zu pflegen und die lokale Wirtschaft zu unterstützen.
Vergangene Auftritte an Gewerbeausstellungen