Offene Schnittstellen für externe Vermögensverwalter und Custody Services

Open Banking ermöglicht es Kunden, Informationen oder Services von Finanzinstituten in ihren eigenen Softwarelösungen weiter zu verarbeiten. Diesem Kundenbedürfnis kommt unsere Bank mit der Einführung von offenen und standardisierten Schnittstellen (API) für externe Vermögensverwalter und Custody-Kunden im Bereich Open Wealth Management nach.

Text: Nirmala Alther / Bild: Zürcher Kantonalbank

Die sogenannten OpenWealth API ermöglichen externen Vermögensverwaltern und Custody-Kunden der Zürcher Kantonalbank den Datenbezug, um Kundenportfolios in ihren Drittsystemen abzubilden. Die Verwaltung und der Aufbau der Verbindungsmöglichkeiten basiert auf dem Prinzip von Open Banking. Die gut positionierte API-Plattform der Zürcher Kantonalbank wird mit SIX bLink als Intermediär ausgebaut. Der Kunde kann die Dienstleistung direkt im ZKB eBanking aktivieren. Damit übernimmt die Bank eine Vorreiterrolle im Finanzmarkt und legt den Grundstein für weitere Open-Banking-Geschäftsfälle.

«Mit der Einführung der OpenWealth API modernisieren wir die Dienstleistungen für unsere externen Vermögensverwalter- und Custody-Kunden von Grund auf», sagt Regina Kleeb, Leiterin Produktmanagement Anlage- & Vorsorgegeschäft Zürcher Kantonalbank. «Open Banking ist kein Trend, sondern eine Entwicklung, die das Kundenbedürfnis konsequent in den Mittelpunkt stellt.»

Erste Adresse für Vermögensverwalter

Die neue Schnittstelle ermöglicht Kunden, ihre Daten von der Bank effizient und in hoher Qualität zu beziehen, sie in ihren bevorzugten Softwarelösungen weiter zu verarbeiten und für ihre täglichen Prozesse zu nutzen.

«Mit dem Ausbau der Schnittstellen stellen wir sicher, dass die Zürcher Kantonalbank auch in Zukunft die erste Adresse für unsere Vermögensverwalter bleibt», sagt Tenzing Lamdark, Leiter externe Vermögensverwalter der Zürcher Kantonalbank. «Mit dem Anwendungsfall der externen Vermögensverwalter liefern wir einen Grundstein für Open Banking. Die Einführung der OpenWealth API schafft eine wichtige Voraussetzung für eine neue technologische Banking-Ära.»

Béatrice Sidler, Leiterin Multichannel Management, weist auf die sich verändernden Kundenbedürfnisse hin: «Bei den Open-Banking-Anwendungsfällen steht der Kundennutzen im Fokus. Kundinnen und Kunden können dabei von erweiterten Serviceangeboten profitieren, an denen sich unterschiedliche Finanzdienstleister wie Banken, Fintechs und Service-Provider beteiligen.»

Zusammenspiel der beteiligten Parteien bei Open-Banking-Geschäftsfällen
Zusammenspiel der beteiligten Parteien bei Open-Banking-Geschäftsfällen (Grafik: Zürcher Kantonalbank)

Die Umsetzungen der API resultieren aus der Mitgliedschaft der Zürcher Kantonalbank im Verein «OpenWealth Association». Dieser hat zum Zweck, Schnittstellen im Bereich der Vermögensverwaltungs-Firmen zu harmonisieren und zu standardisieren, sowie die IT-Infrastrukturen für ihre Custody-Kunden und externen Vermögensverwalter zu erneuern. Seit Anfang Jahr können bereits die ersten Buchhaltungs-Lösungen mit standardisierten Schnittstellen angebunden werden, mit OpenWealth folgt nun der nächste Fachbereich.

Mit der Realisierung des aktuellen OpenWealth API-Programms unterstützt die Bank Bestrebungen der Branche, die Open-Finance-Geschäftsmodelle weiter auszubauen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz zu stärken.
 

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