Kunden und Umwelt profitieren

Seit letztem Herbst bietet die Zürcher Kantonalbank zusammen mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) ihren Einfamilienhauskunden eine kostenlose und unabhängige Heizungsersatzberatung an. Das Angebot unterstützt die Klimaziele des Kantons. Die Nachfrage ist gross. Ein Augenschein vor Ort.

Text: Nirmala Alther / Bilder: Flavio Pinton

Margrit M. und ihr Partner wohnen bereits seit mehreren Jahren in ihrem schmucken 60er-Jahre-Haus in der Agglomeration Zürich. Als Spezialistin für Bau- und Immobilienrecht in einer Kanzlei befasst sich Margrit M. von Berufs wegen mit Bauten. Entsprechend gut ist sie auf den Besuch des EKZ-Beraters vorbereitet.

Schon länger spielt das Paar mit dem Gedanken, die in die Jahre gekommene Ölheizung zu ersetzen. Das neue CO2-Gesetz (s. Box unten) ist nicht der Hauptgrund ihrer Überlegungen. Vielmehr sind für das Paar fossilfreie Alternativen im Sinne der Nachhaltigkeit eine Selbstverständlichkeit. So gibt es bereits Solarpanels und eine Photovoltaikanlage in ihrem Haus.

EKZ-Energieberater Michael Peter zeigt Kundin Monika M Alternativen zur bestehenden Ölheizung.
EKZ-Energieberater Michael Peter zeigt Kundin Monika M Alternativen zur bestehenden Ölheizung.

Haussanierungen sind immer eine Herausforderung und oft auch kostspielig. Eine Expertenmeinung ist gefragt – selbst für eine Fachfrau wie Margrit M. Daher hat sie das unabhängige Angebot der EKZ und der Zürcher Kantonalbank sehr angesprochen. Der EKZ-Energieberater Michael Peter führt im rund zweistündigen Gespräch verschiedene Alternativen auf. In seine Analyse fliessen neben den Bedürfnissen der Kunden auch die Besonderheiten der jeweiligen Infrastruktur der Liegenschaft ein.

Am runden Tisch werden die Empfehlungen besprochen. Andrea Berger (links), Produktmanagement Finanzieren, begleitet aufmerksam das Gespräch.
Am runden Tisch werden die Empfehlungen besprochen. Andrea Berger (links), Produktmanagement Finanzieren, begleitet aufmerksam das Gespräch.

Andrea Berger, Produktmanagerin Finanzieren der Zürcher Kantonalbank, hat das Gespräch begleitet. Für sie war es von Interesse zu sehen, wie das Beratungsgespräch abläuft – und wie letzten Endes «ihr» Produkt beim Kunden ankommt. Wobei aktuell bereits über 700 Kunden eine Beratung gebucht haben, ein grosser Erfolg: «Das Interesse an der EKZ-Heizungsersatzberatung zeigt mir, dass unsere Bank damit den Zeitgeist trifft. Es sind wohl nicht nur die Vorgaben des Bundes, sondern es ist auch der Wunsch nach nachhaltigen Technologien, die bei den Entscheidungen der Konsumenten eine Rolle spielen». Das Angebot ist in seiner Form einzigartig, kaum ein Mitbewerber verfügt über ähnliche Partnerschaften wie die unsere mit EKZ.

Übersichtliche Grafiken erleichtern die Heizungsersatzberatung.
Übersichtliche Grafiken erleichtern die Heizungsersatzberatung.

Margrit M. ist nach dem zweistündigen Gespräch zufrieden. Michael Peter konnte ihre Fragen detailliert beantworten und ihr aufzeigen, welche Heizsysteme sinnvoll und welche Kosten damit verbunden sind. Der Fokus liegt dabei auf klimaschonenden und energieeffizienten Systemen. Margrit. M und ihr Partner erhalten im Anschluss an das Gespräch einen detaillierten Bericht mit konkreten Empfehlungen sowie den nächsten Schritten zur Anschaffung und Installation einer neuen klimafreundlichen Heizungsanlage.

EKZ-Beratung «Heizungsersatz» für Kunden der Zürcher Kantonalbank

Bereits über 700 Einfamilienhausbesitzer haben sich bis anhin für die kostenlose und unabhängige EKZ Heizungsersatzberatung für Kunden der Zürcher Kantonalbank angemeldet. Die Kunden werden seitens Bank bis Ende 2021 gestaffelt angeschrieben.
Kunden, die einen klimaschonenden Heizungsersatz vornehmen, profitieren zusätzlich vom ZKB Umweltdarlehen. Das ZKB Umweltdarlehen belohnt umweltfreundliches Bauen und Renovieren mit einer Zinssatzvergünstigung von bis zu 0.8 Prozent während maximal fünf Jahren.

Kantonales Energiegesetz und CO2-Gesetz des Bundes

Im Sinne des Klimaschutzes beschloss der Zürcher Regierungsrat im vergangenen Mai, dass Öl- und Gasheizungen beim Ersatz durch Heizungen mit erneuerbaren Energien ausgetauscht werden müssen. Nur wenn eine klimaneutrale Wärmeversorgung über ihre gesamte Lebensdauer mehr als 5 Prozent teurer ist, darf nochmals eine Öl- oder Gasheizung eingebaut werden. Förderbeiträge sollen dies jedoch verhin­dern. Ende September 2020 folgte auf nationaler Ebene die Verabschiedung des CO2-Gesetzes. Voraussichtlich ab 2023 darf gemäss diesem die neue Heizung bei einem Heizungsersatz jährlich höchstens 20 kg CO2 pro Quadratmeter beheizter Fläche ausstossen. Zum Vergleich: Selbst für einen Neubau galten bis zum Jahr 2000 weniger strenge Vorgaben (umge­rechnet ca. 21 kg CO2 pro m2). Die neue Regelung des Bundes kommt faktisch einem Verbot von fossilen Heizungen gleich, zumal der Grenzwert jeweils in Fünfjahresschritten um weitere 5 kg CO2 je Quadratmeter Energiebezugsfläche und Jahr reduziert werden soll. Gegen das CO2-Gesetz wurde am 12.01.2021 das Referendum ergriffen. Die Schweiz wird voraussichtlich im Juni 2021 über das Gesetz abstimmen.

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