Traumwelten im Weiertal
In einem verwunschenen Garten hängen Netze in Bäumen, leuchten Lichter, flüstern Figuren. Die Galerie Weiertal bei Winterthur zeigt diesen Sommer «Traumwelten». Eine Kunstausstellung, die dem Wunsch der Schwere zu entfliehen einen Raum gibt und die jüngst in der Sammlung von ZüriPerlen einen Platz gefunden hat.
Text von Othmar Köchle
Die aktuelle Ausstellung heisst Traumwelten – und der Titel ist Programm. Wer den Rundgang beginnt, taucht ein: Netze liegen in Bäumen, Licht und Schatten spielen, schwarze Guck- Kästen in der Galerie, Figuren mit kleinen Gesichtern tanzen über die Leinwände. Die Galerie öffnet sich Raum für Raum, Wiese für Wiese, und alles birgt eine eigene Stimmung. Zarte Bildwelten hängen von den Wänden, während draussen im Park Kunstwerke zwischen Bäumen und Blumen weben.
Die Idee zu Traumwelten entsprang nicht einem einzigen Moment, sondern vielem auf einmal: «dem Wunsch, der Schwere der Welt zu entfliehen – einer Welt, die manchmal so bedrückend ist, dass man kaum noch die Nachrichten einschalten mag», sagt Maja von Meiss, die künstlerische Seele dieser einmaligen Galerie, die so viel mehr ist, als nur eine Galerie. Und einer lebenslangen Faszination für das, was in der Nacht passiert. Träume – jene tiefen und rätselhaften Bilder, aus denen das Unterbewusstsein spricht – faszinieren die Kuratorin seit Jahrzehnten. Traumwelten können in der Kunst auf eine lange, tiefe Geschichte zurückblicken.
Eine von vielen ZüriPerlen
Die Galerie Weiertal ist eines jener Schmuckstücke im Kanton Zürich, die nur einem kleinen Kreis bekannt sind und eigentlich viel mehr Beachtung verdient hätten.
Ein Sammlung solcher Kleinode, Kuriositäten und Überraschungen finden sich jetzt zusammengestellt und mit vertiefenden Informationen, darunter auch zur Galerie Weiertal, auf zueriperlen.ch.