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Gemeinsam weiterdenken

Wenn Finanzierungen komplex werden, greifen steuerliche, rechtliche und strukturelle Fragen direkt ineinander. Wer hier nur in Silos denkt, verliert das Ganze aus den Augen. Wie entsteht also eine Lösung, die wirklich passt? Durch echten Austausch zwischen Fachspezialistinnen und -spezialisten, der über Abteilungsgrenzen hinweggeht.

Text: Mirjam Arn, Bilder: Amir Dedic

Was bereichsübergreifende Zusammenarbeit möglich macht

Komplexe Finanzierungen sind Teamarbeit; besonders dann, wenn Kundinnen und Kunden über mehrere Gesellschaften oder Vermögenswerte verfügen. Claudia Molinari Müller, Firmenkundenberaterin KAM, und Francesco Mannino, Leiter UHNWI & Family Offices, arbeiten seit vielen Jahren Hand in Hand. Das merkt man an ihrer Dynamik: direkt, unkompliziert und auf kurzen Wegen.

Unterschiedliche Perspektiven, bessere Lösungen

Wenn eine Finanzierung komplex wird, braucht es den Blick auf das Ganze ebenso wie das Wissen um die Details. Francesco bringt die Sicht auf die Gesamtsituation und die Beziehung zu den Kundinnen und Kunden ein. Claudia ergänzt diese Perspektive mit ihrer vertieften Expertise in der Strukturierung von Individualfinanzierungen. Sie prüft Anpassungen aus Kundensicht, bereitet Unterlagen vor und koordiniert die erforderlichen Schritte.

Wie anspruchsvoll solche Abklärungen in der Praxis sein können, zeigt sich etwa bei einer Limitenanpassung, die je nach Höhe durch höhere Instanzen bewilligt werden müssen. Hier müssen zahlreiche Fäden zusammenlaufen. Statt den Fall von Stelle zu Stelle weiterzureichen, setzen sich Claudia und Francesco an einen Tisch. Sie stimmen sich eng ab und holen punktuell weitere Fachpersonen – etwa aus den Bereichen Steuern oder Recht – ins sogenannte Dealteam.

Offen diskutieren, aufeinander zählen

Echter Austausch lebt von Vertrauen und der Bereitschaft, die Expertise des anderen aktiv zu nutzen. Wer jahrelang zusammenarbeitet, braucht keine langen Anläufe: Fragen werden direkt auf den Punkt gebracht, Hürden offen angesprochen und Entscheidungen gemeinsam getroffen.

Claudia schätzt an der Zusammenarbeit vor allem die Augenhöhe: «Francesco bezieht meine fachliche Einschätzung ein und begegnet mir mit Wertschätzung und Respekt. Das motiviert mich, mich zusätzlich einzubringen und auch einmal die Extrameile zu gehen.» Francesco wiederum hebt Claudias Fachkompetenz, ihre hohe Kundennähe und ihre pragmatische Art hervor. Für ihn gehört zu einer guten Zusammenarbeit auch, offen für andere Perspektiven zu sein und die Fähigkeiten anderer als Bereicherung zu verstehen: «Es geht nicht darum, alles selbst zu können, sondern darum, die Kompetenzen anderer als Bereicherung zu sehen.»

Wie sehr dieser Austausch über reine Arbeitsaufgaben hinausgeht, zeigte sich kürzlich nach einem gemeinsamen Termin: Im Tram waren die beiden so vertieft ins Gespräch über neue Ideen, dass sie beinahe ihre Haltestelle verpassten.

Gemeinsam weiterkommen

Für Claudia und Francesco bedeutet Zusammenarbeit, sich aufeinander verlassen zu können, unterschiedliche Stärken einzubeziehen und gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten. Ihr gemeinsames Verständnis von Nähe bringen sie so auf den Punkt: «Nähe bedeutet für uns, dass wir uns gegenseitig weiterbringen.»