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Tech-Sektor unter der Lupe: Software für Cyber­sicherheit immer wichtiger

Aktuell dominiert der IT-Sektor die Finanz­märkte. Von der Entwicklung rund um künstliche Intelligenz (KI) profitieren aber nicht alle Vertreter des Sektors gleich. Lesen Sie im Beitrag von Anlage­spezialist Jens Schweizer mehr über «Huis und Pfuis» im Zusammen­hang mit dem IT-Sektor.

Text: Jens Schweizer

Female software developer is presenting code on a monitor to her colleague during a business meeting, discussing programming and development strategies
Quelle: Getty Images

Aktuell dominiert der IT-Sektor die Finanz­märkte. Die Entwicklung rund um künstliche Intelli­genz (KI) treibt die Aktien­märkte trotz aller sonstigen Widrigkeiten an.

Hardware hui, Software pfui? Nicht alle Unternehmen dieses Sektors erleben dies jedoch gleich. Unternehmen, die Hardware oder Halbleiter herstellen, sind stark gefragt, während Software­firmen diese Situation neuerdings zu belasten scheint. Es wird befürchtet, dass KI angestammte Software­lösungen ersetzen könnte. So einfach ist die Geschichte jedoch nicht erzählt. Ein genauerer Blick offenbart Unterschiede bei unterschied­lichen Software­typen.

Applikations­software-Anbieter mit Gegenwind

Es kann grob zwischen Applikations- und System­software­dienstleistern unterschieden werden. Erstere scheinen von KI negativer beeinflusst. Ihre Software hilft Endnutzern, bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Beispiele sind Adobe, Microsoft Office und SAP. Zweifel über die zukünftige Profitabi­lität ihrer Geschäfts­modelle sind angebracht, da KI sie tatsächlich redundant machen könnte. Anbieter von Applikations­software sind durch den Aktien­kursrückgang zwar günstiger bewertet, die erwarteten Gewinne stagnierten nach langem Aufwärts­trend jedoch in den letzten Monaten (vgl. Grafik). Auch wenn sich aktuell eine Stabili­sierung bei den Aktien­kursen zeigt, ist deshalb weiterhin Vorsicht angebracht.

Gewinn­erwartungen steigen für System­software weiter, stagnieren aber für Applikations­software

Forward Earnings per share (EPS), indexiert

Quellen: Zürcher Kantonalbank, LSEG Datastream

KI schafft Chancen für System­software, während Applikations­software vor neuen Heraus­forderungen steht

Jens Schweizer, Anlagespezialist

System­software-Anbieter mit Potenzial

System­software-Dienst­leister hingegen haben ihre Geschäfts­modelle stärker darauf ausgerichtet, den Betrieb digitaler Grund­systeme zu ermöglichen und werden wegen KI tendenziell stärker gebraucht. Ihre Aktien­kurse haben zwar seit letztem Herbst ebenfalls nach­gegeben, jedoch stiegen die Gewinn­erwartungen in den letzten Monaten weiter an. Die Bewertung der Unternehmen hat sich damit in Relation zu den letzten zehn Jahren auf unter­durchschnittliche Niveaus zurück­gebildet (vgl. Grafik).

Bewertungen durch aktuelle Ereignisse unter­durchschnittlich

Forward Kurs-Gewinn-Verhältnis

Quellen: Zürcher Kantonalbank, LSEG Datastream

Zu System­software­anbietern gehören beispielsweise Cyber­sicherheits­unternehmen. KI und zunehmende Rechner­leistung vervielfachen die Möglich­keiten von Cyber­kriminellen und steigern das Bedürfnis nach digitaler Sicherheit. Das Fachwissen speziali­sierter Unternehmen ist gefragt. Dies eröffnet auch im Software-­Bereich Chancen.

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