Wie ein ZKB-Mitarbeitender zwei Welten lebt
Wenn der Arbeitstag endet, wechselt Durim Bajraktari vom Empfang der Zürcher Kantonalbank hinter die Kamera – als Regisseur und Art Director. Job und Hobby prägen ihn – und bereichern sich gegenseitig.
Text: Mirjam Arn / Bilder: Simon Baumann
Durim Bajraktari arbeitet an unterschiedlichen Standorten der Zürcher Kantonalbank – und genau das macht seinen Alltag abwechslungsreich. Seit rund dreieinhalb Jahren ist er als Springer an verschiedenen Empfängen tätig, etwa in der Hard, im Steinfels, in der City und in Winterthur. Als erste Ansprechperson für Besucherinnen und Besucher ist sein Alltag geprägt von Begegnungen. Menschen kommen an, stellen Fragen, suchen Orientierung. Und Durim ist da – hört zu, ordnet ein und sorgt dafür, dass sich alle willkommen fühlen. «Dieser erste Kontakt entscheidet darüber, wie die Bank wahrgenommen wird», sagt er. «Deshalb ist es mir wichtig, dass sich Menschen bei uns wohlfühlen.»
Auch ausserhalb der Arbeit stehen für Durim Menschen im Zentrum. Nach Schalterschluss ist er als Regisseur und Art Director kreativ tätig. Gemeinsam mit einem guten Freund, der ein Studio in Winterthur betreibt, realisiert er Projekte im Bereich Musikvideos und Werbefilme.
Menschen und ihre Geschichten
Die kreative Seite begleitet ihn schon seit seiner Kindheit. Er stammt aus einer künstlerischen Familie, stand früher selbst vor der Kamera, hat gesungen und vieles ausprobiert. Mit der Zeit wurde ihm klar, dass seine Stärke hinter der Kamera liegt – dort, wo Ideen entstehen und Geschichten Form annehmen. «Meine Leidenschaft ist es, Geschichten zu erzählen, die Menschen berühren und im Gedächtnis bleiben.»
Aktuell arbeitet Durim an einem Herzensprojekt: einer eigenen Serie, die auf einer wahren Geschichte basiert. Rund 14 Episoden hat er bereits entwickelt und arbeitet laufend daran weiter. Im Zentrum stehen Themen wie Schmerz, Mut, Hoffnung und die Kraft, wieder aufzustehen, wenn man ganz unten ist. «Ich wünsche mir, dass diese Geschichte irgendwann veröffentlicht wird, weil sie Menschen Mut machen kann», sagt Durim.
Struktur und Kreativität
Was auf den ersten Blick wie zwei getrennte Welten wirkt, gehört für Durim eng zusammen. Seine Arbeit bei der ZKB gibt ihm Struktur und Erdung. «Das ist für mich eine wichtige Grundlage», sagt er. «Dadurch habe ich den Kopf frei, um mich in meiner Freizeit kreativ auszuleben und in eine ganz andere Welt einzutauchen.»
Gleichzeitig fliessen Erfahrungen aus seiner kreativen Arbeit zurück in den Berufsalltag. Geduld etwa – eine Fähigkeit, die er am Set täglich braucht. Oder die Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Menschen einzustellen. «Die Begegnungen im Alltag schärfen mein Gespür dafür, wie unterschiedlich Menschen sind. Das hilft mir auch dabei, Geschichten zu erzählen, die nahbar sind.»
Raum für Arbeit und Leben
Für Durim ist klar: Es braucht beides. Die Arbeit gibt Sicherheit und Orientierung. Persönliche Interessen geben Energie und eröffnen neue Perspektiven. Wenn beides Platz hat, entsteht ein Gleichgewicht, das sich auf alle Lebensbereiche auswirkt.
Genau diesen Freiraum erlebt er bei der Zürcher Kantonalbank. Er hat das Gefühl, als Mensch wahrgenommen zu werden – nicht nur in seiner Funktion. Auch die Unterstützung im Team spiele dabei eine wichtige Rolle.
Was er anderen mitgeben würde, die sich neben der Arbeit für etwas anderes begeistern? «Gebt eurer Leidenschaft Raum und habt den Mut, euren eigenen Weg zu gehen», rät Durim. Denn grosse Geschichten beginnen häufig leise – mit einer Idee, die Zeit braucht. Und manchmal mit jemandem, der daran glaubt.