Gute Regelungen finden, bevor es ernst wird

Wenn sich die persönliche Familiensituation verändert, etwa mit der Geburt eines Kindes oder einem Hauskauf, ist Absicherung häufig der grösste Wunsch. So war es auch bei Sarah und Dominik Frischknecht. Nach dem ZKB Erbschaft-Check mit ihrem Kundenberater haben sie in Sachen Nachlass nun ein gutes Gefühl.

Text: Patrick Steinemann / Bilder: Simon Habegger / Illustration: Maria Salvatore | aus dem Magazin «Meine Vorsorge» 2/2023

Sarah und Dominik Frischknecht
Seit kurzem im neuen Heim: Sarah und Dominik Frischknecht.

Mit 30 Jahren ist das Leben meistens unbeschwert: Die Ausbildung ist abgeschlossen, das Berufsleben ist gut angelaufen, die private Beziehung ist angeregt, ohne aufgeregt zu sein. Zukunftspläne? Eine ganze Menge! Zukunftsängste und Gedanken an ein Ableben? Keine Spur davon!

So ging es auch Sarah und Dominik Frischknecht aus Eglisau: Sarah (35) arbeitete in einem 90-Prozent-Pensum in der Lohnbuchhaltung, Dominik (34) im gleichen Pensum als Gärtner. Vorsorgepläne und Testament? «Das stand bei uns weit unten auf der Prioritätenliste und wenn, dann höchstens in Form einer Patientenverfügung oder von Einzahlungen in die 3. Säule», sagt Sarah. Und Dominik ergänzt: «Ich wusste, dass meine Eltern ihren Erbvertrag neu aufgesetzt hatten, vertieft auseinandergesetzt mit dem Thema habe ich mich jedoch nicht.»

Gleich drei freudige Ereignisse

Und dann wurde das Thema in den letzten beiden Jahren für die Frischknechts plötzlich doch aktuell – ausgelöst durch gleich drei freudige Ereignisse: die Heirat der beiden, die Geburt ihrer Tochter Pia und die Chance, in Eglisau ein Haus zu kaufen und dieses umbauen zu wollen. Damit änderte sich für Dominik und Sarah viel: Aus einem Zweier- wurde ein Dreierteam; Sarah legte ein Jahr Mutterschaftspause im Job ein und reduzierte anschliessend ihr Pensum auf 40 Prozent. Und das Vermögen steckte ab sofort in einer Immobilie und lag nicht mehr auf dem Konto. «Spätestens als wir mit unserem Bankberater über die Finanzierung der Immobilie sprachen, wurde uns bewusst: Es geht um viel mehr als nur um ein Haus», sagt Dominik.

Dominik und Sarah Frischknecht mit Beniamino Barbera
Dominik und Sarah Frischknecht mit ihrem Kundenberater Beniamino Barbera.

Persönliche Standortbestimmung

Der Bankberater: Das ist in diesem Fall Beniamino Barbera, Kundenberater in der Filiale Eglisau der Zürcher Kantonalbank. «Die Finanzierung des Hauses konnten wir für die langjährigen Kunden erfreulich rasch regeln», erinnert sich Barbera. Doch für ihn war ebenso schnell klar: «In dieser Konstellation sollte auch das Thema Erben und Vererben sowie die gegenseitige Absicherung angegangen werden.» Glücklicherweise hatte Barbera dafür gleich ein neues Angebot der Zürcher Kantonalbank zur Hand: Den ZKB Erbschaft-Check – eine persönliche und kostenlose Standortbestimmung zur Nachlassregelung.

Komplexe Materie gut erklärt

Bei den Frischknechts kam Barberas Vorschlag gut an: «In unserer neuen Situation hatten wir viele Fragen und die Materie ist für Laien komplexer als gedacht», sagt Dominik. Sarah ergänzt: «Die Bera­tung zeigte anschaulich auf, wie die einzelnen Bausteine zusammengefügt sind.» Doch welche Themen wurden konkret angesprochen? «Ich habe mit den beiden etwa angeschaut, wie die gesetzliche Erbsituation aussieht, welche Pflichtteile beachtet werden müssen und wie gross der persönliche Gestaltungsspielraum ist», sagt Kundenberater Barbera. «Ich habe dem Ehepaar Frischknecht aber auch aufgezeigt, dass sie diesen Spielraum aktiv nutzen müssen, um sich gegenseitig abzusichern und zu begünstigen.» Etwa im Hinblick auf das neu erworbene Haus: Ohne eine persönliche Regelung würde Tochter Pia die Hälfte des Nachlasses erben. Für den hinterbliebenen Ehepartner könnte eine solche Aufteilung Schwierigkeiten mit sich bringen.

Dominik und Sarah Frischknecht haben es auch geschätzt, dass sie das Thema nicht in einem 2-Stunden-Termin beim Notar abhandeln und alles sofort entscheiden mussten. «Wir haben durch die Bera­tung eine gute Basis erhalten und können nun Schritt für Schritt vorgehen, die nötigen Dokumente aufsetzen und nachfragen, wenn etwas noch unklar ist», sagt Dominik. Gerade in einer stressigen Zeit wie dem Hausumbau sei das sehr angenehm.

Digitale Unterstützung im eBanking

Beniamino Barbera hat dem Ehepaar Frischknecht nach dem Erbschaft-Check die Beratungsresultate im eBanking aufgeschaltet: «Dieser digitale Service gibt einen guten Überblick über die Nachlasssituation. Die Kunden können die besprochenen Inhalte nochmals in Ruhe ansehen und ihren persönlichen Massnahmenplan überprüfen.»


Falls gewünscht, können die Frischknechts später für einen Pauschalpreis von 200 Franken den ZKB Erbschaftsplaner Family im vollen Umfang freischalten lassen – diese Lösung ist für verheiratete Paare mit gemeinsamen minderjährigen Kindern möglich. Mit wenigen Klicks können sie etwa ihre Testamente sowie einen Ehevertrag gemäss ihren persönlichen Wünschen ausgestalten und ausdrucken. Der Erbschaftsplaner bietet zudem Anleitungen zur rechtsgültigen Umsetzung der Nachlassregelung.

Vorbereitung beruhigt

Sarah Frischknecht hat aus ihrem Bekanntenkreis auch unschöne Geschichten gehört zum Thema Erbschaften und Zwangsräumungen von Häusern. «Es kann so viel passieren, was sich nicht vorhersehen lässt. Umso beruhigender ist es, wenn für den Fall der Fälle alles vorbereitet ist», sagt sie. «Ich würde deshalb allen jungen Familien raten, sich um die Nachlasssituation zu kümmern». Dominiks Fazit lautet ähnlich: «Sicher, es sind hierbei auch ernste Themen zu regeln, an die man lieber nicht denken würde», sagt er. «Es ist aber auf jeden Fall besser, die Dinge in einem guten, ruhigen Moment zu besprechen, als in einer Extremsituation Entscheide zu fällen, für die man dann sicher keinen Kopf hat.»

Auch wenn sich Sarah und Dominik Frischknechts Leben in den letzten Jahren ziemlich verändert hat und etwas ernster und verantwortungsvoller geworden ist: Sie wissen nun, dass es dank der geregelten Erbsituation auch nach 30 ziemlich unbeschwert weitergehen kann.

Illustration Testament-Check

Fünf Fragen und Antworten zur Nachlassplanung

Weshalb sollten Sie Ihre Nachlassplanung frühzeitig angehen?

Auch wenn Sie in jungen Jahren nicht damit rech­nen – und später lieber an anderes denken möchten: Es kann im Leben immer etwas passieren und deshalb lohnt es sich, den Nachlass rechtzeitig zu regeln. So können Sie Ihre Partnerin oder Ihren Ehepartner absichern und unliebsame Streitereien unter den Erben verhindern.

Weshalb ist eine Nachlassregelung gerade für junge Familien mit Eigenheim entscheidend?

Oft ist ein gewichtiger Teil des Vermögens im Eigenheim gebunden und häufig sind die liquiden Mittel nicht ausreichend, um die Ansprüche der Kinder abzudecken. Deshalb ist es wichtig, den Ehegatten bestmöglich abzusichern, damit er im Eigenheim wohnen bleiben und eigenständig Entscheide rund ums Haus treffen kann.

Warum ist es jetzt besonders wichtig, sich mit dem Erbrecht auseinanderzusetzen?

Seit Anfang 2023 ist das neue Erbrecht in Kraft. Es bringt kleinere Pflichtteile und mehr Gestaltungsspielraum in der Nachlassplanung. So kann jede Person mindestens über die Hälfte ihres Nachlasses frei verfügen.

Welche Dokumente sind bei der Nachlass­planung zentral?

Im Güterrecht können Sie mit einem Ehevertrag Ihre Vermögensverhältnisse in einem gewissen Rahmen individuell regeln. Im Erbrecht können Sie mit einem Testament neben Ihren gesetzlichen Erben auch Dritte begünstigen. Und ein Erbvertrag gibt Ihnen die Möglichkeit, den Nachlass unter Mitwirkung der pflichtteilsgeschützten Erben ausserhalb der gesetzlichen Pflichtteilsansprüche zu regeln.

Wann macht eine persönliche Beratung Sinn?

Wenn Sie ein bestehendes Testament überprüfen lassen möchten, dann lohnt sich allenfalls der ZKB Testament-Check. Wenn Sie gewisse Themen vertieft analysieren lassen möchten oder wenn Sie eine massgeschneiderte Lösung entwickeln wollen, dann ist eine güter- und erbrechtliche Beratung empfehlenswert.