Eine für alle: Wissenschaft um 11
Dr. Ursina Walther von der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Winterthur organisiert im Winterhalbjahr einmal pro Monat die Veranstaltungsreihe «Wissenschaft um 11».
Text: Othmar Köchle / Bild: Severin Jakob | aus dem Magazin «ZH» 2/2026
Je mehr wir über die Natur lernen und wissen, je tiefer die Wissenschaft in die Geheimnisse der Natur vordringt, desto erstaunlicher, komplexer und faszinierender erscheint sie uns. Die Frage ist nur: Wie vermittelt die moderne Naturwissenschaft ihre Erkenntnisse einer interessierten Öffentlichkeit? Um genau diese Brückenfunktion wahrzunehmen, wurde 1884 die Naturwissenschaftliche Gesellschaft Winterthur (NGW) gegründet.
2026, also bald 150 Jahre später, sitzt die Umweltwissenschafterin Dr. Ursina Walther im Vorstand der NGW und organisiert die Veranstaltungsreihe «Wissenschaft um 11», die im Winterhalbjahr in der Alten Kaserne Winterthur stattfindet. Auf die Frage, was sie zu diesem Engagement neben ihrer beruflichen Tätigkeit veranlasst hat, sagt sie: «Einem Publikum die Faszination der jüngsten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse im Gespräch mit Spitzenforschern näherzubringen, ist für mich eine erfüllende Aufgabe. Ich lerne dabei selbst unglaublich viel und bleibe mit der Forschung, die mich immer sehr begeistert hat, verbunden. Ich erkenne dabei immer mehr, wie wichtig es für Forschende ist, über ihre Arbeit mit einem interessierten Publikum ausserhalb ihres engeren akademischen Zirkels sprechen zu können.»
So erfährt man zum Beispiel von ETH-Gesundheitswissenschafter Dr. Ferdinand von Meyenn, warum das mit dem Übergewicht und dem Abnehmen aus wissenschaftlicher Sicht gar nicht so einfach ist, oder welche Antworten Dr. Eberhard Morgenroth von der Eawag in Dübendorf auf die zunehmende Wasserknappheit hat.