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So stärken Familien ihre Finanzen in vier Schritten

Der Znüni ist noch nicht gepackt, der Älteste sucht hektisch nach seinen Turn­schuhen und die Jüngste schenkt Ihnen ein strahlendes Lächeln. Gerade weil das Familien­leben turbulent sein kann, ist umso wichtiger, dass Sie sich um eine Sache weniger sorgen müssen: Ihre finanzielle Absicherung. Doch wie gelingt es, als Familie finanziell stabil auf den Beinen zu stehen?

Text: Fabienne Hänsli

Der 15. Mai wurde von den Vereinten Nationen (UN) als internationaler Tag der Familie ins Leben gerufen. Dieser Tag steht ganz im Zeichen des familiären Zusammenhaltes und der gegenseitigen Unterstützung. Um Ihre Familie möglichst sicher und vorausschauend durch die verschiedenen Lebensphasen zu begleiten, können diese vier Schritte zur finanziellen Stabilität unterstützen.

Schritt 1 – Haushaltsbudget für Familie erstellen

Lebensmittel, Krankenkassenprämien, Strom und andere Fixkosten können das Familienbudget belasten. Umso wichtiger ist es, den Überblick zu behalten: Eine regelmässig aktualisierte Übersicht über Einnahmen und Ausgaben hilft, finanzielle Engpässe zu vermeiden – besonders, wenn das Einkommen sinkt. Nutzen Sie dafür praktische Tools wie Apps (z. B. «BudgetCH»), kostenlose Vorlagen oder den ZKB Familienrechner.

Ein weiterer Budgettipp für Eltern: Mit jeder Lebensphase eines Kindes verändern sich die finanziellen Belastungen. Während bei kleinen Kindern die Betreuung, Windeln und Kleidung im Vordergrund stehen, können später die Kosten für Hobbys oder Nachhilfe steigen. Bei Jugendlichen beeinflusst der Bildungsweg die Ausgaben: Ein Studium erfordert mehr finanzielle Mittel als eine Ausbildung.

Schritt 2 – Notgroschen aufbauen 

Das Leben als Familie steckt voller Überraschungen. Ob eine plötzlich kaputte Waschmaschine, eine unerwartete Zahnarztrechnung oder ein Jobverlust: Solche Ereignisse können das Familienbudget schnell ins Wanken bringen.

Was hilft? Ein finanzielles Polster von drei bis sechs Monatsgehältern. Mit einem Dauerauftrag können Sie regelmässig kleine Beträge beiseitelegen und so langfristig einen Notgroschen ansparen. Idealerweise legen Sie das Ersparte auf ein separates Konto, um die Versuchung zu minimieren, den Notgroschen für andere Zwecke zu nutzen.

Schritt 3 – Absicherung bei Erwerbsunfähigkeit und Todesfall

«Ich bin gesund, warum soll ich mich mit Invalidität befassen?» – diese Frage ist verständlich, gerade wenn man mitten im durchgetakteten Familienleben steht. Fakt ist aber, dass 20 Prozent der Invaliditätsfälle Personen unter 40 Jahren betreffen, und in neun von zehn Fällen ist eine Krankheit die Ursache. 

Wenn eine schwere Krankheit zu dauerhafter Invalidität führt, erhalten Sie Leistungen aus der ersten und zweiten Säule, darunter eine Invalidenrente und eine Kinderrente. Dennoch kann das Familienbudget in solchen Fällen stark herausgefordert werden. Für Eltern ist es daher ratsam, einen Vorsorgeauftrag zu erstellen und den Nachlass zu regeln, besonders wichtig für Personen in Konkubinatsbeziehungen. 

In unserem Ratgeber zur Absicherung bei Erwerbsunfähigkeit und Todesfall finden Sie weitere hilfreiche Tipps, wie Sie Ihre Liebsten schützen können.

Schritt 4 – für die Zukunft Ihrer Familie vorsorgen

Auch wenn der turbulente Alltag mit kleinen Kindern im Hier und Jetzt gelebt wird, lohnt es sich, den Blick auch nach vorne zu richten. Eine kluge Vermögensbildung und eine durchdachte Altersvorsorge sind der Schlüssel zu langfristiger finanzieller Sicherheit, sowohl für Sie als Eltern als auch für Ihre Kinder.

Sobald der Notgroschen für Ihre Familie gesichert ist, können Sie mit dem langfristigen Vermögensaufbau starten. Ob klassisch auf einem Sparkonto oder mittels Wertschriftensparen – der Weg zu einem soliden Vermögensaufbau beginnt mit kleinen, aber regelmässigen Schritten. Tipp: Am besten wie beim Notgroschen einen Dauerauftrag einrichten.

Gerade bei Wertschriften zahlt sich Geduld aus: Wer früh beginnt und regelmässig investiert, kann langfristig von den Chancen der Märkte profitieren, auch wenn es zwischendurch mal turbulent werden kann. Erfahren Sie in unserem weiterführenden Blogartikel, warum es sich lohnen kann, mit dem Anlegen zu starten

Finanzielle Stabilität – ein gemeinsames Familienprojekt

Mit den vier Schritten für finanzielle Stabilität – Budgetierung, Notgroschen, Absicherung und Vermögensbildung – schaffen Sie eine solide, finanzielle Grundlage für Ihre Familie. 

Und nicht zuletzt: Finanzielle Stabilität ist ein Familienprojekt, sprechen Sie offen über die finanzielle Lage. Mit Kindern über Konsum, Wünsche und den Wert von Geld zu diskutieren, kann dabei helfen, gemeinsam finanzielle Verantwortung zu leben und weiterzugeben.

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