Gut investiert: Stimmungsvoll in gutem Licht
Die Tage werden kürzer und die Leuchten in den eigenen vier Wänden allmählich wieder wichtiger. Was macht eine gute Innenraumbeleuchtung aus? Lichtexperte Reto Marty gibt Tipps.
Text: Rahel Perrot / Illustration: Igor Bastidas | aus dem Magazin «ZH» 2/2025

Funktion schlägt Form
«Bei der Wahl einer Leuchte zählt nicht nur das Design, sondern vor allem die Lichtwirkung», sagt Marty. Wo wird punktuelles Licht zum Lesen
oder Kochen benötigt? Und wo braucht es eine sanfte Grundhelligkeit? Wer diese Fragen stellt, schafft mehr Wohnqualität.
Warmes Licht wählen
Die Lichtfarbe beeinflusst unsere Stimmung und sogar den Schlaf. Warmes Licht empfinden wir als angenehm, kaltes Licht hingegen – wie bei Bildschirmen – hemmt die Melatonin-Produktion. Vor allem am Abend kann das die Erholung beeinträchtigen.
Atmosphäre schaffen
Atmosphäre entsteht durch die Kombination von mehreren Leuchten in abgestimmter Dimmung. «Moderne Technik mit App-Steuerung macht das heute auch ohne Installation möglich», so der Experte.
Mut zum Ausprobieren
Häufig bestimmt die Lage der Stromanschlüsse die Platzierung der Leuchten. Marty rät aber: «Nehmen Sie eine mobile Leuchte mit Verlängerungskabel und prüfen Sie die Wirkung des Lichts an verschiedenen Orten im Raum.» So bekommt man ein Gefühl dafür, was passen könnte. Wer auf individuelle Atmosphäre setzt, profitiert von professioneller Lichtplanung.
nachtaktiv GmbH
Reto Marty ist Gründer und CEO der nachtaktiv GmbH. Das Unternehmen realisiert seit 20 Jahren Lichtprojekte im Innen- und Aussenraum und ist Träger des «Licht Kultur Award 2023 Platin» sowie des «German Design Award 2020».