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Vorsorgen - gerade in schnellebigen Zeit

Analyse der Vorsorgesituation.

Vorsorgen - gerade in schnellebigen Zeiten

Wenn das Schicksal das geordnete Leben durcheinanderwirbelt, ist man froh, wenn die Vorsorgeleistungen wenigstens die finanziellen Einbussen abfedern. Dazu braucht es rechtzeitig eine sorgfältige Analyse der gesamten Vorsorgesituation.

Text: Andreas Habegger, Leiter Finanzplanung und Vorsorge, Zürcher Kantonalbank

Die Zeit rennt und die Jahre vergehen wie im Flug. Studium, Berufseinstieg, Heirat, Familie, Stellenwechsel, Eigenheim, Selbständigkeit – in einer absoluten Selbstverständlichkeit gehen wir durch die verschiedensten Lebensphasen. Plötzlich tritt das Unvorhersehbare ein und das Schicksal ordnet das Leben neu. Die Erwerbstätigkeit wird eingeschränkt oder muss gar aufgegeben werden, wenn wir aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls invalid werden. Oder die Familie steht vor einer ungewissen Zukunft, weil ein Elternteil überraschend aus dem Leben getreten ist. In solchen Situationen ist man stark gefordert und muss sich um Unmengen von Dingen gleichzeitig kümmern. Da hilft es, wenn wenigstens finanziell vorgesorgt ist.

Aktuell werden rund 250'000 Renten durch die Invalidenversicherung ausbezahlt. Dazu kommen gut 180'000 Hinterlassenenrenten aus der AHV. Der grösste Teil der Renten sind den Folgen einer Krankheit geschuldet. Hinter diesen Zahlen stehen viele einzelne Schicksale – Menschen, die ihr Leben fast immer grundlegend neu gestalten mussten. Oftmals kommen neben den körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen auch grössere finanzielle Einbussen dazu, die zusätzliche Unannehmlichkeiten und Sorgen mit sich bringen.

Die Leistungen aus der staatlichen und, wo vorhanden, aus der beruflichen Vorsorge sind nicht nur begrenzt, sondern auch sehr unterschiedlich ausgestaltet. Dies gilt nicht nur für die Risikovorsorge. Auch im Hinblick auf die Pensionierung wissen die wenigsten, mit welchen Leistungen sie rechnen können und welche Optimierungsmöglichkeiten bestehen. In der Folge werden Versicherungen abgeschlossen, ohne vorgängig den eigentlichen Bedarf geklärt zu haben. Dies kann nicht nur zu unnötigen Kosten führen, sondern wiegt einen oft auch in falscher Sicherheit.

Nicht nur die Vorsorgeleistungen sind entscheidend

Zur Regelung der eigenen Vorsorge gehört keinesfalls nur die Abstimmung der Leistungen aus der staatlichen, beruflichen und privaten Vorsorge. Eine sinnvolle Regelung der eigenen Vermögensnachfolge aus güter- und erbrechtlicher Sicht verhindert im Todesfall einen unerwünschten Geldabfluss infolge Erbteilung und unterbindet potenzielle Erbstreitigkeiten. Abgerundet wird die eigene Vorsorgelösung durch eine Patientenverfügung sowie einen Vorsorgeauftrag. Damit ist sichergestellt, dass wichtige Entscheide auch im medizinischen Notfall und bei längerfristigem Verlust der Urteilsfähigkeit gefällt werden können.

Haben Sie Transparenz über Ihre eigene Vorsorgesituation?

Nur wer seine eigene Vorsorgesituation kennt, kann auch auf einer klaren Grundlage über allfällige zusätzliche Absicherungs- und Optimierungsmassnahmen entscheiden. Dies lohnt sich nicht nur finanziell, sondern gibt auch für sich selbst und die ganze Familie ein beruhigendes Gefühl.


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