Sackgeld und Jugendlohn

Wie lernen Kinder und Jugendliche verantwortungsvoll mit Geld umzugehen? Warum ist Sackgeld wichtig und was ist ein Jugendlohn®? Wir geben Ihnen Tipps für alle Altersgruppen.

Sackgeld: das erste eigene Geld

Taschengeld oder Sackgeld ist eine sinnvolle Sache. Kinder ab der ersten Klasse können so Schritt für Schritt üben, wie man mit Geld umgeht. Sie lernen ein Budget einzuhalten und zu sparen. 

Sackgeld-Tipps

  • Geben Sie Ihrem Kind ab der ersten Klasse Sackgeld. Sie sollten es jede Woche unaufgefordert und wenn möglich bar auszahlen. 
  • Das Kind darf Fehler machen, zum Beispiel das ganze Sackgeld für Kaugummi ausgeben. Das gehört zum Lernen dazu.
  • Verzichten Sie darauf, das Kind mit Sackgeld zu belohnen oder zu bestrafen. 
  • Eine Umstellung auf monatliche Zahlungen des Sackgelds empfiehlt sich frühestens ab der fünften Klasse. Die Kinder können nun schon besser vorausplanen und einteilen.

Wie viel Sackgeld bezahlen?

Pro Juventute empfiehlt als Richtgrösse CHF 1.- pro Woche. Grundsätzlich sollte das Sackgeld zum Haushaltsbudget der Familie passen.

Alter Sackgeld 
1. Klasse
CHF 1.– pro Woche
2. Klasse CHF 2.– pro Woche
3. Klasse CHF 3.– pro Woche
4. Klasse CHF 4.– pro Woche
5./6. Klasse CHF 25.– bis 30.– pro Monat

Vorteile von Sackgeld

Einteilen lernen

Ihr Kind lernt, den zur Verfügung stehenden Betrag sinnvoll einzuteilen.

Erfahrungen machen

Alles für Schleckzeug ausgegeben? Dann reicht es nicht mehr fürs Kino. Das ist eine wichtige Lektion.

Sparen lernen

Wer sein Sackgeld spart, kann sich nach ein paar Wochen etwas Grösseres leisten.

Verantwortung übernehmen

Das Kind erhält jedes Jahr mehr Sackgeld. So wächst auch die Verantwortung.

Das erste eigene Konto

Nach einigen Jahren üben mit Bargeld ist es Zeit für ein eigenes Konto. Überweisen Sie Ihrem Kind ab der sechsten Klasse das Sackgeld monatlich auf sein eigenes Konto. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie man Geld abhebt und mit der Karte bezahlt.

Jugendlohn ab der Oberstufe

Ungefähr mit 12 Jahren sind Teenager bereit für den Jugendlohn. Sie bekommen nun mehr als ein Sackgeld: Mit einem monatlich fixen Betrag finanzieren sie einen zunehmenden Teil ihrer Lebenskosten selber.  Zum Beispiel Kleider, den Coiffeurbesuch oder ein neues Handy.

Jugendlohn-Tipps

  • Wechseln Sie von Sackgeld auf Jugendlohn, wenn das Kind ungefähr 12 Jahre alt ist.
  • Machen Sie mit Ihrem Kind schriftlich ab, was alles vom Jugendlohn bezahlt werden muss.
  • Die Höhe des Jugendlohns ist individuell und soll zum Budget der Familie passen. Der Betrag sollte ausreichen für alles, was das Kind neu selbst bezahlt.