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Die Zürcher Kantonalbank erzielt erneut ein sehr erfreuliches Halbjahresergebnis

Medienmitteilung vom 29. August 2025

  • Der Konzerngewinn vor Steuern beträgt CHF 761 Mio. und liegt 10,4 Prozent über dem Vorjahr (CHF 689 Mio.)
  • Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft hat im Vorjahresvergleich um 4,2 Prozent auf CHF 530 Mio. zugelegt; der leicht tiefere Netto-Zinserfolg liegt im Rahmen der Erwartungen und reflektiert das aktuelle Tiefzinsumfeld
  • Die Kundenvermögen sind um 2,6 Prozent auf CHF 534,4 Mrd. gestiegen. Der Netto-Neugeldzufluss von CHF 7,4 Mrd. sowie die positive Marktentwicklung konnten den Effekt aus dem Verkauf der Zürcher Kantonalbank Österreich AG mit verwalteten Vermögen von netto rund CHF 3,2 Mrd. mehr als kompensieren
  • Die Bank verfügt über eine starke Kapitalisierung; die Werte liegen deutlich über den regulatorischen Mindestanforderungen
  • Die Zürcher Kantonalbank wird von den Ratingagenturen unverändert mit einem AAA-Rating ausgezeichnet und ist damit weiterhin eine der sichersten Banken weltweit

Die Zürcher Kantonalbank hat in einem anspruchsvollen Umfeld einen Konzerngewinn vor Steuern von CHF 761 Mio. (Vorjahr: CHF 689 Mio.) erzielt. Dieser liegt CHF 72 Mio. respektive 10,4 Prozent über dem Vorjahr. Der Konzerngewinn nach Steuern beläuft sich auf CHF 668 Mio. (Vorjahr: CHF 601 Mio.). «Ich freue mich, dass wir auch in diesem anspruchsvollen Halbjahr ein sehr erfreuliches Ergebnis erzielt haben. Unsere operative Leistung ist insgesamt in allen Bereichen gestiegen und wir verzeichnen ein breit abgestütztes Wachstum in unseren Kernsegmenten, was sich im Geschäftsertrag widerspiegelt. Unsere Diversifikationsstrategie hat sich einmal mehr bewährt. Zudem konnten wir im ersten Halbjahr 2025 knapp 13'000 Neukundinnen und Neukunden dazugewinnen – was insbesondere auf das erfolgreiche digitale Alltagsbanking ZKB Banking zurückzuführen ist», sagt Urs Baumann, CEO der Zürcher Kantonalbank.

Solides Zinsergebnis trotz herausforderndem Zinsumfeld

Als Folge des Tiefzinsumfelds liegt das Zinsgeschäft – der wichtigste Ertragspfeiler der Bank – mit CHF 822 Mio. erwartungsgemäss leicht unter dem guten Vorjahreswert (CHF 858 Mio.).

Dabei entwickelte sich das Hypothekar- und Einlagengeschäft weiterhin positiv. Die Hypothekarforderungen haben sich gegenüber Ende 2024 um CHF 2,5 Mrd. respektive 2,4 Prozent auf CHF 109,1 Mrd. erhöht – und dies bei unverändert hohen Qualitätsstandards. Passivseitig sind die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen von CHF 107,0 Mrd. auf CHF 109,0 Mrd. angestiegen.

Starkes Anlage- und Handelsgeschäft

Der zweitgrösste Ertragspfeiler der Bank, das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, hat mit CHF 530 Mio. ein gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent höheres Nettoergebnis erzielt. Dies ist insbesondere auf den Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft zurückzuführen (CHF 606 Mio.), der gegenüber dem Vorjahr um CHF 50 Mio. respektive 8,9 Prozent höher ausgefallen ist.

Die Kundenvermögen – bestehend aus verwalteten Vermögen in der Höhe von CHF 465,1 Mrd. sowie Vermögen mit Custody Services in der Höhe von CHF 69,3 Mrd. – sind seit Jahresbeginn um rund CHF 13,6 Mrd. auf CHF 534,4 Mrd. gestiegen. Der breit abgestützte Netto-Neugeldzufluss liegt bei CHF 7,4 Mrd. und damit deutlich über der mit dem Verkauf der Zürcher Kantonalbank Österreich AG einhergehenden Reduktion der verwalteten Vermögen um netto rund CHF 3,2 Mrd.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft liegt mit CHF 233 Mio. deutlich über dem Vorjahr (CHF 177 Mio.). Das sehr gute Handelsergebnis widerspiegelt das dynamische Marktumfeld, das aufgrund der Zollpolitik in den USA und den geopolitischen Spannungen von Unsicherheit geprägt war. Die sich aufgrund der Marktvolatilitäten bietenden Opportunitäten wurden erfolgreich genutzt.

Insgesamt ist im ersten Halbjahr 2025 der Geschäftsertrag um 2,6 Prozent auf CHF 1’600 Mio. gestiegen (Vorjahr: CHF 1'560 Mio.).

Höherer Personalbestand bedingt durch Unternehmenswachstum

Der Geschäftsaufwand beträgt im ersten Halbjahr CHF 884 Mio. und liegt damit CHF 24 Mio. respektive 2,8 Prozent über dem Vorjahr. Der Personalaufwand hat sich aufgrund des höheren Personalbestands um 2,2 Prozent auf CHF 625 Mio. erhöht (Vorjahr: CHF 612 Mio.) – der Personalbestand ist seit Ende Juni 2024 teilzeitbereinigt um 98 FTE auf insgesamt 5’750 FTE gestiegen.

Der höhere Sachaufwand (+ 4,4 Prozent) reflektiert die gestiegenen Kosten für Drittleistungen – etwa für Finanzinformationen, Lizenzkosten und Wartung.
Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis (CIR) liegt – wie im ersten Halbjahr 2024 – bei 54,7 Prozent und somit innerhalb der Zielgrösse.

Rückläufige Abschreibungen und tiefere Rückstellungen

Mit CHF 24 Mio. (Vorjahr: CHF 32 Mio.) liegen die Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Bankgebäuden, übrigen Sachanlagen und immateriellen Werten im Vorjahresvergleich um CHF 7 Mio. respektive 23,2 Prozent tiefer. Die Position Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verlusten weist eine Nettoauflösung von CHF 6 Mio. auf (Vorjahr: Nettoauflösung von CHF 10 Mio.). Diese ist massgeblich auf Nettoauflösungen von Rückstellungen für nichtbilanzielle Ausfallrisiken in der Höhe von CHF 9 Mio. zurückzuführen (Vorjahr: CHF 12 Mio.).

Erfolgreicher Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft

Der ausserordentliche Erfolg in der Höhe von CHF 62 Mio. ist hauptsächlich auf den erfolgreichen Verkauf der Zürcher Kantonalbank Österreich AG zurückzuführen. Diese ist per 9. Januar 2025 vollständig an die Liechtensteinische Landesbank AG übergegangen.

Sehr erfreuliches Halbjahresergebnis

Die Zürcher Kantonalbank hat in einem anspruchsvollen Umfeld einen Konzerngewinn vor Steuern von CHF 761 Mio. (Vorjahr: CHF 689 Mio.) erzielt. Dieser liegt CHF 72 Mio. respektive 10,4 Prozent über dem Vorjahr. Der leicht höhere Steueraufwand (CHF 93 Mio.; Vorjahr: CHF 88 Mio.) umfasst im Wesentlichen die OECD-Mindestbesteuerung, die in Form einer Ergänzungssteuer erhoben wird. Der Konzerngewinn nach Steuern beträgt CHF 668 Mio. (Vorjahr: CHF 601 Mio.), was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 11,1 Prozent entspricht. Die Eigenkapitalrendite (RoE) beträgt 9,1 Prozent gegenüber 8,6 Prozent im Vorjahr.

Stabile Bilanzstruktur

Die Bilanzstruktur bleibt im Wesentlichen unverändert. Die Bilanzsumme liegt mit CHF 199,8 Mrd. leicht unter dem Vergleichswert per Ende 2024 (CHF 202,6 Mrd.). Dieser trotz positiver Entwicklung des Hypothekar- und Einlagengeschäfts zu verzeichnende Rückgang begründet sich aktivseitig insbesondere durch tiefere Forderungen aus Wertpapierfinanzierungsgeschäften (– CHF 4,3 Mrd.) und passivseitig durch tiefere Verpflichtungen gegenüber Banken (– CHF 6,6 Mrd.); dies als Folge geringerer Opportunitäten im Geldmarktgeschäft.

Kapital- und Liquiditätsbasis signifikant über regulatorischen Anforderungen
Die Zürcher Kantonalbank weist per 30. Juni 2025 vor allem als Folge der Umsetzung von Basel III final eine risikobasierte Total Loss-Absorbing Capacity (risikobasierte TLAC-Quote) von 31,5 Prozent aus (Ende 2024: 25,7 Prozent). Damit verfügt sie über eine äusserst starke Kapitalisierung und liegt signifikant über den Eigenmittelanforderungen von 20,7 Prozent als systemrelevante Bank. Die in der TLAC-Quote enthaltene risikobasierte Eigenkapitalquote auf Basis «going-concern» beträgt per 30. Juni 2025 22,5 Prozent (Ende 2024: 18,0 Prozent) und übertrifft die aktuellen Eigenmittelanforderungen von 13,8 Prozent signifikant.

Die TLAC Leverage Ratio erhöhte sich von 9,8 Prozent per Ende 2024 auf 10,0 Prozent. Die Leverage Ratio («going-concern») liegt mit 7,1 Prozent (Ende 2024: 6,8 Prozent) ebenfalls deutlich über der Anforderung von 4,5 Prozent.

Sämtliche Liquiditätskennzahlen sind weiterhin auf hohem Niveau und halten die regulatorischen Anforderungen komfortabel ein. So beträgt etwa die kurzfristige Liquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio) per Mitte 2025 131 Prozent (Ende 2024: 142 Prozent) und die langfristige Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio, NSFR) 115 Prozent (Ende 2024: 116 Prozent).

Die Zürcher Kantonalbank wird von den Ratingagenturen Fitch, Moody’s und Standard & Poor’s unverändert mit einem Rating AAA bzw. Aaa ausgezeichnet. Auch auf «Stand-alone-Basis» ohne Berücksichtigung einer allfälligen Unterstützung durch den Kanton zählt die Zürcher Kantonalbank mit einem Rating von aa- (Standard & Poor’s) zu den sichersten Universalbanken der Welt.

Ausblick

«Die geopolitischen Rahmenbedingungen bleiben volatil und unsicher. Dank unserem diversifizierten Geschäftsmodell können wir auch in einem anspruchsvollen Umfeld ansprechende Ergebnisse erzielen. Das Halbjahresergebnis, unsere starke operative Leistung sowie unsere Wachstumschancen im Privat- und Firmenkundenbereich sowie im Private Banking und Asset Management stimmen mich zuversichtlich, dass wir wiederum ein sehr ansprechendes Jahresergebnis realisieren können», sagt CEO Urs Baumann.

Downloads

Halbjahresbericht 2025 (PDF, 334 KB)
Tabellen Halbjahresergebnis 2025 (PDF, 88 KB)