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Im Fokus

Entspannt in den Ruhestand gehen

Das Bild über die Lebensgestaltung für die Zeit nach der Pensionierung ist der Ausgangspunkt für die Pensionierungsvorbereitung. Soll ich meine Pensionskassenleistungen als Kapital oder als Rente beziehen? Was muss ich bei einer Frühpensionierung bedenken? Und welche Anmeldefristen darf ich auf keinen Fall verpassen? Mit einer sorgfältigen Planung können angehende Rentnerinnen und Rentner dem ersten Tag der Pensionierung gelassen entgegensehen.

Text: Pascal Trüb, Illustration: 1kilo

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Die eigene Pensionierung vorzubereiten, kann einem vorkommen, als ob man das Geschicklichkeitsspiel Mikado lösen möchte. Zahlreiche Ansatzpunkte liegen vor einem, gegenseitige Abhängigkeiten erhöhen die Komplexität und gleichzeitig ist unklar, ob man etwas übersieht. Doch indem man einen Punkt nach dem anderen bearbeitet, legt man schliesslich das Holzstäbchen mit der blauen Spirallinie frei. 

Wichtiges zuerst

"Bevor wir die finanziellen Aspekte einer Pensionierungsvorbereitung angehen, regen wir unsere Kundinnen und Kunden zu einer persönlichen Standortbestimmung an", beginnt Claudia Kosarnig, Finanzplanerin und Vorsorgeberaterin bei der Zürcher Kantonalbank. "Dazu gehört, für sich ein klares Bild über die Lebensgestaltung für die Zeit nach der Pensionierung zu entwerfen. Es beeinflusst die finanzielle Planung erheblich." So ist es beispielsweise wichtig, mit dem Partner ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln, wie der Alltag gestaltet und die Aufgaben verteilt werden. Oder auch, ob man sich Zeit für die Enkelbetreuung, Reisen oder gemeinsame Hobbys einrichten möchte. Ein Herzensentscheid ist zudem die Wohnsituation im Ruhestand: Wo und wie möchte man im dritten Lebensabschnitt wohnen. 

"Ist die Basis gelegt, gilt es zwei weitere wichtige Entscheidungen vorzubereiten", führt Claudia Kosarnig weiter aus: Der Zeitpunkt der Pensionierung und der Leistungsbezug aus allen drei Säulen. "Hier tragen wir mit unseren Kundinnen und Kunden alle relevanten Informationen zusammen. So können sie sich auf Basis einer transparenten Ausgangslage entscheiden." 

Wann und wie in Rente gehen

Beim Pensionierungszeitpunkt stellen sich die Fragen nach dem "Wann" und dem "Wie". So sind eine ordentliche Pensionierung, eine Frühpensionierung oder die Weiterarbeit über das ordentliche Pensionierungsalter hinaus möglich. Ergänzt wird der Zeitpunkt um die Form: die einmalige oder die schrittweise Erwerbsaufgabe. 

Unser Vorsorgesystem ist auf die einmalige, ordentliche Pensionierung ausgerichtet. Deshalb müssen bei der Planung einer Frühpensionierung, einer Weiterführung der Erwerbstätigkeit oder einer schrittweisen Erwerbsaufgabe (Altersteilzeit) zusätzliche Aspekte berücksichtigt werden. 

Bei einer vorgezogenen Pensionierung sollte man sich über die Einkommenssituation in der Frühpensionierungsphase im Klaren sein und die langfristigen finanziellen Auswirkungen einer Frühpensionierung kennen. Bei der Weiterführung der Erwerbstätigkeit stellen sich unter anderem Fragen hinsichtlich der AHV-Beiträge und ob man in der Pensionskasse weiterversichert bleiben soll oder kann. Bei einer schrittweisen Erwerbsaufgabe gilt es, eine Pensumsreduktion gegenüber einer Teilpensionierung mit bereits teilweisem Leistungsbezug aus der Pensionskasse abzuwägen. Claudia Kosarnig rät: "Unabhängig davon, in welche Richtung sich die Entscheide entwickeln, sollte der Pensionierungszeitpunkt rechtzeitig mit dem Arbeitgeber besprochen werden." 

Renten und Kapitalbezüge aufeinander abstimmen

Entscheidungen mit grosser Tragweite gilt es auch bei den drei Vorsorge-Säulen zu treffen, dem Leistungsbezug aus AHV, beruflicher Vorsorge und dritter Säule. 

In der ersten Säule stehen angehende Rentnerinnen und Rentner vor der Wahl, ob die AHV-Rente vorzeitig, ordentlich oder mit Aufschub bezogen wird und welche finanziellen Konsequenzen die jeweiligen Entscheide mit sich bringen. 

In der zweiten Säule ist der Spielraum grösser und entscheidender. Es stellt sich die Frage nach Rente und bzw. oder Kapital. "Oft ist es sinnvoll, durch die AHV- und Pensionskassenrente die Wohn-, Versicherungs- und Gesundheitskosten sowie alles, was für das tägliche Leben benötigt wird, zu decken", erläutert Claudia Kosarnig. Hinzu kommen die Abstimmung mit der Vermögenssituation und Überlegungen zu Sicherheitsbedürfnis, Lebenserwartung, Vorsorgesituation des Lebenspartners oder Altersunterschiede. Wenn der Entscheid für einen Kapitalbezug gefällt wird, so können mit einer vorausschauenden Planung dabei anfallende Steuern teilweise stark reduziert werden. Deshalb lohnt sich eine Betrachtung der finanziellen Gesamtsituation. 

In der privaten, dritten Säule stehen weniger Entscheidungen an. Denn das angesparte 3a-Guthaben kann in der Regel nur als Kapital bezogen werden, und das bereits ab fünf Jahren vor der ordentlichen Pensionierung. Die Auszahlung dieses Guthabens sollte aus steuerlichen Gründen mit den Kapitalauszahlungen aus der zweiten Säule koordiniert werden. 

"Der Bezug von Vorsorgeleistungen unterliegt formellen Anforderungen sowie vorsorge- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen, die beachtet werden müssen", erinnert Claudia Kosarnig. So empfiehlt sich bei der AHV-Altersrente zum Beispiel eine Anmeldung bereits drei bis vier Monate vor Erreichen des Rentenalters. Viele Pensionskassen setzen auch beim Kapitalbezug eine Anmeldung voraus, einige wenige noch immer von bis zu drei Jahren. Zu den Formalitäten zählt auch, dass die Unterschrift des Ehegatten bei einem Kapitalbezug aus der Pensionskasse notwendig ist. Steuerrechtlich müssen zwischen dem letzten Einkauf in die Pensionskasse und einem Kapitalbezug mindestens drei Jahre liegen. 

"Schliesslich sprechen wir im Zuge dieser Fragen auch die Absicherung des Lebenspartners an", schliesst Claudia Kosarnig ab. Oft zeigt sich, dass eine güter- und erbrechtliche Regelung sinnvoll ist, zum Beispiel durch die Erstellung eines Ehevertrags und Testamentes. So kann der Lebenspartner für den Todesfall besser abgesichert werden. 

Frühzeitige Planung zahlt sich aus

Claudia Kosarnig fasst zusammen: "Die Pensionierung ist so individuell, wie das Leben. Es lohnt sich deshalb, sorgfältig zu planen, um unbeschwert in den dritten Lebensabschnitt starten zu können." Dabei ist man nicht auf sich allein gestellt. "Für die optimale finanzielle Strategie empfiehlt sich der Einbezug von Experten. Denn viele Entscheidungen bei der Pensionierung und der Altersvorsorge können nur einmal getroffen werden."

Claudia Kosarnig berät Kundinnen und Kunden in sämtlichen Fragen rund um Finanzplanung und Vorsorge.

E-Mail schreiben

044 292 21 00044 292 21 00 anrufen

Fünf Tipps zur Pensionierung

Lebensplanung mit Partner abstimmen

Besprechen Sie rechtzeitig, wie Sie den dritten Lebensabschnitt gestalten wollen.

Pensionierungszeitpunkt planen

Überlegen Sie mit Blick auf die finanzielle Situation, ob eine Früh- oder Teilpensionierung in Frage kommt. Beziehen Sie Ihren Arbeitgeber in die Planung ein. Beantragen Sie den Leistungsbezug drei bis vier Monate vor der Pensionierung bei der AHV.

Kapitalbezug klären

Prüfen Sie, ob Sie einen Teil der Pensionskassenleistungen als Kapital beziehen möchten. Wenn ja, melden Sie den Kapitalbezug frühzeitig an. Beachten Sie, dass dies Steuern verursacht, deren Höhe Sie mit einer vorausschauenden Planung mit einem Spezialisten wesentlich reduzieren können.

Partner absichern

Beziehen Sie Überlegungen zur Absicherung des Partners bei der Wahl des Leistungsbezugs und Pensionierungszeitpunkts mit ein.

Experten beiziehen

Holen Sie sich Unterstützung bei der Finanzplanung. Es lohnt sich, die Details mit Fachleuten zu optimieren.


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