Steuertipps

In der Steuererklärung können eine Vielzahl von Abzügen geltend gemacht werden. Mit ein paar einfachen Tipps können Sie unter Umständen nicht nur Steuern, sondern auch Nerven sparen.

Steuern sparen leicht gemacht

Hier finden Sie eine Liste mit Tipps, mit welchen Sie Ihre Steuerlast reduzieren können. Diese Tipps beziehen sich auf den Kanton Zürich.

Aus- und Weiterbildung

Eine Aus- oder Weiterbildung, welche auf die aktuelle oder eine mögliche spätere Erwerbstätigkeit ausgerichtet ist, kann bis max. CHF 12'000.– pro Person vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Neben den Kurskosten sind auch dazugehörige Auslagen, wie beispielsweise Prüfungsgebühren, Fahrtkosten und Auslagen für Fachliteratur abzugsfähig. Dabei muss das 20. Lebensjahr vollendet sein und ein Abschluss auf Sekundarstufe II (Lehr-/Mittelschulabschluss) vorliegen.

Home-Office

Im Kanton Zürich können unselbständig Erwerbende im Jahr 2022 ihre Berufsauslagen (d.h. Fahrt- und Verpflegungskosten sowie die Berufskostenpauschale) wie bisher geltend machen, auch wenn Sie pandemiebedingt teilweise im Home-Office waren. Im Regelfall ist das für die Steuerpflichtigen vorteilhaft. Effektiv angefallene Kosten können nur unter gewissen Voraussetzungen, wie zum Beispiel der notwendigen Benutzung eines privaten Arbeitszimmers, abgezogen werden. Bei der Berücksichtigung der Home-Office-Kosten wird keine Berufskostenpauschale mehr gewährt.

Kinder- und Fremdbetreuung

Kosten für die Fremdbetreuung von Kindern können bis zu einem Maximalbetrag von CHF 10'100.– pro Kind und Jahr in Abzug gebracht werden. Beispielsweise wenn das Kind während der Arbeitszeit der Eltern oder des Elternteils oder dem Besuch einer Weiterbildung in der Kinderkrippe betreut wird.

Renovation des Eigenheims

Für die Unterhaltskosten eines Eigenheims kann jährlich zwischen effektiven Kosten und Pauschalabzug (20 % des Eigenmietwerts oder Mietertrags) gewählt werden. Wenn Sie bereits wissen, dass die effektiven Kosten in der Höhe der Pauschale oder höher liegen, lohnt es sich weitere Unterhaltsarbeiten vorzuziehen, damit Sie im Folgejahr vom Pauschalabzug profitieren können. Planen Sie eine grössere Renovation, kann es sich lohnen die Kosten über mehrere Jahre zu verteilen. Bitte beachten Sie, dass Ausgaben für Energiespar- und Umweltschutzmassnahmen auch im Rahmen einer erstmaligen Installation abzugsfähige Aufwendungen darstellen.

Vermögensverwaltung

Vergessen Sie nicht, die Vermögensverwaltungskosten steuermindernd zu berücksichtigen. Konto-, Depot- und Schrankfachgebühren sowie Kosten für das Steuerverzeichnis können bei der Steuererklärung in Abzug gebracht werden. Beratungskosten, Auslagen für den Erwerb oder Verkauf von Wertschriften oder Provisionen sind hingegen nicht abzugsfähig. Anstelle effektiver Kosten können 3 Promille des Steuerwerts der Wertschriften (ohne Kontoguthaben) vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.

Einzahlung in dritte Säule

Sie können Einzahlungen in Ihre private Vorsorge, also die Säule-3a, bis zum gesetzlichen Maximum vom steuerbaren Einkommen abziehen. Am besten erstellen Sie gleich einen Dauerauftrag, dann geht dieser einfache Steuerspartipp sicherlich nicht unter. Der aktuelle Maximalbetrag beläuft sich auf CHF 6'883.– für Erwerbstätige mit Pensionskassenanschluss. Mit der App frankly ist 3a-Wertschriftensparen so leicht wie noch nie.

Prüfung der provisorischen Steuerrechnung

Nach dem Einreichen der Steuerformulare erhalten Sie jedes Jahr die provisorische Steuerrechnung. Nehmen Sie sich die Zeit und prüfen Sie die Höhe dieser Steuerrechnung. Besonders wenn Sie wissen, dass sich Ihre Einkünfte resp. Abzüge beispielsweise durch ein gestiegenes Einkommen oder einen Wegfall von Liegenschaftsunterhaltskosten verändern werden. In diesem Fall ist es empfehlenswert, das steuerbare Einkommen provisorisch der neuen Situation anzupassen. Damit verhindern Sie Steuernachzahlungen und gegebenenfalls Ausgleichszinsen.