Die Zürcher Kantonalbank erzielt erneut einen sehr erfreulichen Konzerngewinn – Kanton und Gemeinden partizipieren mit rekordhohen CHF 581 Mio. am Erfolg
Medienmitteilung vom 6. Februar 2026
- Der Konzerngewinn vor Steuern ist um 10,3% auf CHF 1'422 Mio. (Vorjahr: CHF 1'289 Mio.) gestiegen – ein ausgezeichnetes Wertschriften- und Anlagegeschäft sowie ein erfolgreiches Handelsergebnis tragen massgeblich dazu bei
- Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erreicht mit CHF 1'082 Mio. (+5,7%) einen neuen Höchstwert
- Der Netto-Zinserfolg liegt mit CHF 1'679 Mio. trotz anspruchsvollem Zinsumfeld auf Vorjahresniveau (CHF 1'680 Mio.)
- Die Kundenvermögen haben sich um 11,2% auf CHF 579,0 Mrd. erhöht; dies insbesondere infolge einer positiven Marktperformance (CHF 33,6 Mrd.) und eines breit abgestützten Netto-Neugeldzuflusses (CHF 13,6 Mrd.) in den verwalteten Vermögen
- Kanton und Gemeinden partizipieren mit einem Rekordbetrag von CHF 581 Mio. am Erfolg der Zürcher Kantonalbank
- Die Bank verfügt mit einer risikobasierten TLAC-Quote (Total Loss Absorbing Capacity) von 32,2% und einer CET1-Quote (hartes Kernkapital) von 21,2% über eine starke Kapitalisierung; die Werte übertreffen die regulatorischen Mindestanforderungen signifikant
- Die Zürcher Kantonalbank wird von den Ratingagenturen unverändert mit einem AAA-Rating bewertet und ist damit eine der sichersten Banken weltweit
Die Zürcher Kantonalbank blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit einem Konzerngewinn vor Steuern in der Höhe von CHF 1'422 Mio. (Vorjahr: CHF 1'289 Mio.) hat sie das letztjährige starke Ergebnis um 10,3% übertroffen. Dazu beigetragen haben ein sehr starkes Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft in Höhe von CHF 1'082 Mio., was einem Anstieg von CHF 58 Mio. bzw. 5,7% im Vergleich zum Vorjahr entspricht, sowie ein Handelsergebnis von CHF 427 Mio., das um 21,2% über dem Vorjahreswert von CHF 353 Mio. liegt. Der Netto-Zinserfolg konnte mit CHF 1'679 Mio. das Vorjahresniveau (CHF 1'680 Mio.) trotz herausforderndem Zinsumfeld halten. Der Konzerngewinn nach Steuern beträgt CHF 1'241 Mio. (+10,8%).
«In einem herausfordernden Umfeld konnten wir in der gesamten Breite des Marktes erfolgreich wachsen und unsere Erfolgsgeschichte weiterschreiben. Wir konnten über 30'000 Neukundinnen und Neukunden gewinnen, einen erfreulichen Netto-Neugeldzufluss von knapp CHF 14 Mrd. verzeichnen und unsere führende Position im Wirtschaftsraum Zürich weiter ausbauen. Das zeigt das hohe Vertrauen der Kundinnen und Kunden in unsere Bank», sagt Urs Baumann, CEO der Zürcher Kantonalbank. «Mit der Gründung der Geschäftseinheit ‹Privatkunden› haben wir uns zukunftsgerichtet aufgestellt und einen wichtigen Schritt unternommen, um unser Kerngeschäft weiter zu stärken. Gleichzeitig bleiben wir unserer bewährten Strategie treu, die auf nachhaltigem Wachstum und einer verantwortungsvollen Risikopolitik basiert, und nutzen in ausgewählten Segmenten gezielt nationale und internationale Chancen. Dadurch diversifizieren wir unsere Ertragsbasis und stärken die Sicherheit und Stabilität der Zürcher Kantonalbank.»
Der Kanton Zürich und die Gemeinden partizipieren mit insgesamt CHF 581 Mio. am Erfolg der Zürcher Kantonalbank – dies entspricht CHF 19 Mio. mehr als im Vorjahr (CHF 562 Mio.). Die Gemeinden erhalten Dividenden in Höhe von CHF 175 Mio. (+CHF 5 Mio.). An den Kanton fliessen insgesamt CHF 406 Mio. (+CHF 14 Mio.), wobei die OECD-Mindeststeuer von CHF 169 Mio. (+CHF 13 Mio.) und die Abgeltung der Staatsgarantie von CHF 34 Mio. (+CHF 3 Mio.) darin bereits enthalten sind. Kumuliert über die vergangenen zehn Jahre haben der Kanton und seine Gemeinden mit über CHF 4 Mrd. am Erfolg der Bank partizipiert. Zusätzlich hat die Zürcher Kantonalbank 2025 im Rahmen ihres gesetzlich verankerten Leistungsauftrags CHF 149 Mio. eingesetzt, wodurch die Bank ihre gesamtgesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt.
Stabiles Zinsergebnis trotz Niedrigzinsumfeld
Der Geschäftsertrag hat sich im Vorjahresvergleich um 4,0% auf CHF 3'213 Mio. erhöht. Alle drei Pfeiler des diversifizierten Geschäftsmodells haben zum sehr erfreulichen Geschäftsergebnis beigetragen. Das Zinsgeschäft – der bedeutendste Ertragspfeiler der Bank – liegt trotz anspruchsvollem Zinsumfeld mit einem Netto-Erfolg in der Höhe von CHF 1'679 Mio. insgesamt auf Vorjahresniveau (CHF 1'680 Mio.). Dies ist insbesondere auf die Veränderung bei den ausfallbedingten Wertberichtigungen sowie Verlusten aus dem Zinsgeschäft zurückzuführen, die sich von CHF 57 Mio. auf CHF 13 Mio. reduziert haben.
Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsgeschäft war leicht rückläufig. Der Hypothekarbestand ist um 4,3% auf CHF 111,2 Mrd. (Vorjahr: CHF 106,6 Mrd.) gestiegen – dies bei unverändert hohen Qualitätsstandards in Bezug auf Kreditnehmende und finanzierte Liegenschaften. Das erfreuliche Volumenwachstum im Kredit- und Hypothekargeschäft konnte jedoch die rückläufigen Erlöse im Passivgeschäft nicht ausgleichen.
Wertschriften- und Anlagegeschäft stärkt Erfolg aus Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft
In einem volatilen und anspruchsvollen Marktumfeld hat sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, der zweitgrösste Ertragspfeiler der Bank, sehr positiv entwickelt. Mit CHF 1'082 Mio. erreicht es einen erneuten Höchstwert, der den Vorjahreswert (CHF 1'024 Mio.) um 5,7% bzw. CHF 58 Mio. übertrifft. Massgeblich dazu beigetragen hat der Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft.
Die Kundenvermögen sind per 31. Dezember 2025 um knapp CHF 60 Mrd. auf CHF 579,0 Mrd. (Vorjahr: CHF 520,8 Mrd.) gestiegen, wovon CHF 498,6 Mrd. auf verwaltete Vermögen entfallen (Vorjahr: CHF 457,3 Mrd.). Der Anstieg der verwalteten Vermögen um CHF 41,3 Mrd. ist auf einen breit abgestützten Netto-Neugeldzufluss von CHF 13,6 Mrd. sowie eine positive Marktperformance und sonstige Einflüsse von insgesamt CHF 27,7 Mrd. zurückzuführen. Letztere beinhalten auch die Reduktion der verwalteten Vermögen aufgrund des Verkaufs der Zürcher Kantonalbank Österreich AG.
Höherer Handelserfolg aufgrund Kundenaktivität und Marktentwicklung
Der dritte Ertragspfeiler, der Handelserfolg, hat den Vorjahreswert (CHF 353 Mio.) um 21,2% respektive CHF 75 Mio. übertroffen. Die erzielten CHF 427 Mio. sind auf das dynamische Marktumfeld zurückzuführen, das mit einer hohen Kundenaktivität einherging. Mit CHF 232 Mio. konnte etwa der Handelserfolg aus Devisen, Noten und Edelmetallen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert (+58,9%) werden. Der Erfolg aus dem Handel mit Aktien und strukturierten Produkten hat mit CHF 101 Mio. das Vorjahr um 28,5% übertroffen.
Führende Rolle im Schweizer Kapitalmarktgeschäft
Die Zürcher Kantonalbank ist eine der führenden Anbieterinnen im Schweizer Kapitalmarkt. 2025 begleitete sie 19 Eigenkapitaltransaktionen von an der SIX Swiss Exchange kotierten Emittenten als Lead Manager. Mit 105 Fremdkapitaltransaktionen im Umfang von insgesamt CHF 16,5 Mrd. und einem Marktanteil von 21% im CHF-Inlandsegment unterstreicht sie ihre starke Position und ihre wichtige volkswirtschaftliche Funktion.
Strategiekonformes Wachstum und zielgerichtete IT-Investitionen
Mit CHF 1'790 Mio. stieg der Geschäftsaufwand im Vorjahresvergleich um 3,4% respektive CHF 59 Mio. und bewegt sich damit im prognostizierten Rahmen. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Personalbestands in Übereinstimmung mit der Strategie der Bank leicht auf CHF 1'249 Mio. (Vorjahr: CHF 1'223 Mio.).
Der Sachaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6,5% auf CHF 541 Mio. Einerseits haben sich die Kosten für Informations- und Kommunikationstechnologie auf CHF 209 Mio. (Vorjahr: CHF 193 Mio.) erhöht, bedingt durch gezielte Investitionen in die IT im Rahmen der digitalen Weiterentwicklung der Bank. Darüber hinaus sind Lizenzkosten u.a. infolge des höheren Personalbestands gestiegen. Zudem nahmen die Kosten für Drittleistungen – etwa für Finanzmarktdaten, für Zahlungsverkehr und Kartentransaktionen – im Rahmen des gestiegenen Geschäftsvolumens zu, was zu einem Anstieg des übrigen Geschäftsaufwands um 6,6% auf CHF 290 Mio. geführt hat.
Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis (CIR) ist mit 55,5% (Vorjahr: 55,0%) weiterhin signifikant unterhalb des Zielbereichs.
Rückläufiger Wertberichtigungs- und Abschreibungsaufwand
Der Aufwand für Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten liegt mit CHF 51 Mio. deutlich unter dem Vorjahreswert (CHF 72 Mio.). Die Abnahme lässt sich im Wesentlichen durch eine Goodwillabschreibung im Vorjahr in der Höhe von CHF 12 Mio. begründen. Die Position Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste steigt von CHF 8 Mio. auf CHF 18 Mio. Die Differenz ist vor allem durch um CHF 6 Mio. höhere Rückstellungen für Kreditrisiken bedingt.
Erfolgreicher Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft
Der ausserordentliche Erfolg in der Höhe von CHF 68 Mio. ist primär auf den erfolgreichen Verkauf der Zürcher Kantonalbank Österreich AG zurückzuführen. Diese war per 9. Januar 2025 vollständig an die Liechtensteinische Landesbank AG übergegangen.
Regulatorische Anforderungen komfortabel erfüllt
Die Bankbilanz bleibt weitestgehend unverändert; die Bilanzsumme beträgt CHF 206,2 Mrd. (Vorjahr: CHF 202,6 Mrd.). Dabei hält die Bank rund ein Viertel der Bilanzsumme in Form von hochliquiden Mitteln, hauptsächlich als SNB-Guthaben. Sämtliche Liquiditätskennzahlen sind weiterhin auf sehr hohem Niveau und halten die regulatorischen Anforderungen komfortabel ein. So beträgt etwa die kurzfristige Liquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR) 136% (Vorjahr: 142%) und die langfristige Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio, NSFR) 118% (Vorjahr: 116%).
Die Zürcher Kantonalbank verfügt weiterhin über eine äusserst starke Kapitalisierung. Die risikobasierte TLAC-Quote (Total Loss Absorbing Capacity) beläuft sich auf 32,2% (Vorjahr: 25,7%), was signifikant über den Eigenmittelanforderungen von 20,7% als systemrelevante Bank liegt. Die in der TLAC-Quote enthaltene risikobasierte Kapitalquote auf Basis «Going concern» beträgt 22,7% und übertrifft die aktuellen Eigenmittelanforderungen von 13,8% deutlich. Die starke Erhöhung der Kapitalquoten ist einerseits auf die mit Einführung von Basel III Final per 1. Januar 2025 risikosensitivere Berechnung der risikogewichteten Aktiven (RWA) zurückzuführen, welche zu tieferen RWA führte. Andererseits stärkt die Gewinnthesaurierung die Eigenkapitalbasis. Das harte Kernkapital (Common Equity Tier 1, CET1) beträgt mit 21,2% mehr als das Doppelte der geforderten 9,5%. Die Zürcher Kantonalbank erfüllt damit die bestehenden Eigenkapitalvorschriften komfortabel.
Die Ratingagenturen Fitch, Moody’s und Standard & Poor‘s bewerten die Zürcher Kantonalbank unverändert mit einem Rating AAA bzw. Aaa. Auch auf «Stand-alone-Basis» (d.h. ohne Berücksichtigung einer allfälligen Unterstützung durch den Kanton Zürich) zählt die Zürcher Kantonalbank mit einem Rating von aa- (Standard & Poor’s) zu den sichersten Universalbanken der Welt.
Ausblick
«In einem anspruchsvollen Umfeld mit unterdurchschnittlichem Wachstum in der Schweiz, geopolitischen Unsicherheiten und herausfordernden Zinsbedingungen zeigt unser breit diversifiziertes und langfristig orientiertes Universalbankmodell seine Stärke. Unsere operative Exzellenz und die Wachstumschancen in den Bereichen Privat- und Firmenkunden, Private Banking und Asset Management ermöglichen es uns, unseren Erfolgskurs konsequent fortzuführen», sagt Urs Baumann.
Weitere Informationen
Präsentation Bilanzmedienkonferenz 6. Februar 2026 (PDF, 3 MB)