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Glossar: Haircut

In dieser Rubrik erklären wir Begriffe aus der Finanzwelt.

Text: Simona Stalder | aus dem Magazin «ZH» 2/2026

(Bild: Unsplash / Daria Andriianova)

Ein Haircut (englisch für Haarschnitt) ist ein prozentualer Abschlag, den Banken in ihrer Rechnungslegung auf den Wert von Sicherheiten anwenden – etwa auf Wertschriften, die bei der Vergabe eines Kredits als Pfand dienen können. So verlangt es unter anderem die Eigenmittelverordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA). Sie stellt sicher, dass Banken Risikofaktoren, die den Wert von Sicherheiten mindern können, berücksichtigen. Wie gross ein Haircut ausfällt, ermitteln Banken mit internen Risikomodellen, die von der FINMA geprüft werden. So tragen Haircuts dazu bei, dass Banken stets ausreichend Eigenmittel haben, um Verlustgeschäfte aufzufangen. Sie schützen die Bank und ihre Kundinnen und Kunden gleichermassen und sorgen für Stabilität im Finanzsystem.

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