Grüezi Züri!
Die ZKB erneuert bis 2030 sämtliche Filialen. Im Zentrum stehen die persönliche Beratung unserer Kundinnen und Kunden sowie deren Unterstützung bei der Nutzung unseres digitalen Bankings.
Text: Simona Stalder und Matthias Wiesmann / Bilder: Nik Hunger | aus dem Magazin «ZH» 2/2025

Geld einzahlen, es abheben, Rechnungen bezahlen: Der Weg zur Bank gehörte lange zum Alltag. Mit der Digitalisierung begann sich das zu ändern. Immer mehr Menschen erledigen alltägliche Bankgeschäfte online. Das ist im Filialbetrieb der ZKB spürbar: «Uns besuchen vor allem Kundinnen und Kunden, die Fragen zu komplexen Themen wie Hypotheken, Anlagen oder Vorsorge haben oder Begleitung in die Welt des digitalen Bankings benötigen», sagt Steve Zurschmitten, Marktgebietsleiter vermögende Privatkunden in Winterthur.
Seit ihrer Gründung 1870 hat die ZKB ihr Filialnetz – das dichteste im Kanton Zürich – immer wieder an die Bedürfnisse der jeweiligen Zeit angepasst (vgl. Zeitleiste unten). Nun durchläuft es aufgrund veränderter Kundenbedürfnisse erneut einen grundlegenden Wandel: Bis 2030 erneuert die ZKB alle 51 Filialen. Sie bekräftigt damit die Wichtigkeit der physischen Präsenz vor Ort. Den Anfang machten die Filialen Stettbach (2021) und Winterthur (2022). «Die Erfahrungen aus dem Pilotbetrieb und die Kundenfeedbacks, die wir erhalten haben, waren sehr wertvoll für die weitere Konkretisierung der neuen Filialen», sagt Thomas Giezendanner, Leiter der Filiale Winterthur-Untertor. Seit 2024 konnten die Filialen Kloten, Wollishofen, Wetzikon und Pfäffikon im neuen Setting wiedereröffnet werden. Bis Ende Jahr folgen die Filialen Neumünster, Oberwinterthur und Egg. Für die Kundinnen und Kunden sollen die Umbauten so angenehm wie möglich verlaufen. «Wir informieren die Betroffenen persönlich, wenn der Umbau ihrer Filiale ansteht. Je nach Situation vor Ort und Umfang der Arbeiten können sie auf ein Provisorium oder eine andere Filiale ausweichen», sagt Zurschmitten.

Eine Filiale umfasst künftig bis zu fünf Zonen: die Lounge (Beratung zu Finanzthemen und digitalen Banklösungen), das Foyer (Automaten für alltägliche Banking-Dienstleistungen und persönliche Begleitung in Selbstbedienung), die Boutique (Publikationen und Objekte zu Finanz-und Lebensplanungsthemen), die Bar (Auskünfte, Gespräche, Verweilen) sowie das Forum (ein Ort der Begegnung für Events, Workshops und Ausstellungen rund um Finanzthemen). An diversen Standorten – etwa Winterthur – finden kostenlose Veranstaltungen zu Themen wie Betrugsprävention, Pensionierungsplanung, Eigenheimsanierung, Firmengründungen und Wirtschaftsmarkt-Updates statt. Zudem gibt es Workshops zu eBanking, Mobile Banking und TWINT. Unterstützung beim digitalen Banking gibt es jedoch an allen Standorten: «Unsere Mitarbeitenden sind spezifisch geschult, um Kundinnen und Kunden mit digitalen Tools vertraut zu machen und sie bei deren Nutzung zu unterstützen», sagt Giezendanner.
Hybrides Banking – die Kombination physischer und digitaler Bankdienstleistungen – hat sich inzwischen etabliert. Steve Zurschmitten: «Mit zeitgemässen Filialen sowie sicheren und benutzerfreundlichen digitalen Werkzeugen bieten wir unseren Kundinnen und Kunden das Beste aus beiden Welten. Die Erneuerung des Filialnetzes ist dabei ein wichtiger Schritt.»
Filialen im Laufe der Zeit
1870
1870
Kurz nach der Gründung eröffnete die ZKB in grösseren Zürcher Gemeinden Filialen für klassische Bankgeschäfte. Für das Einzahlen von Spargeldern spannte sie zudem ein feines Netz sogenannter Einnehmereien.
1967
1967
Bancomaten verbreiteten sich anfangs nur zögerlich. Erst als die EC-Karte ab Mitte der 1980er-Jahre auch dem Bezahlen in Geschäften diente, setzten sie sich durch.

1969
1969
Als das Lohnkonto die Lohntüte ablöste, baute die ZKB ihr Filialnetz stark aus, da die Kundschaft die Filialen für Bargeldbezüge oder Überweisungen nun viel häufiger besuchte.
1972
1972
Zum Schutz vor Überfällen stattete die ZKB die Schalter in den 1970er-Jahren mit Panzerglas aus. Zuvor setzte sie auf Abschreckung durch Wachhunde, Bewaffnung der Filialleiter und Wachsamkeit.

1989
1989
Der «Geldbahnhof» machte das Panzerglas Ende der 1980er-Jahre obsolet. Das von Kundinnen und Kunden gewünschte Bargeld kam neu per Rohrpost aus einem gesicherten Raum im Inneren der Filiale an den Schalter.

1997
1997
Seit der Einführung des Online-Bankings können Kundinnen und Kunden viele Bankgeschäfte zu Hause am Computer tätigen – und seit 2013 auch auf dem Smartphone.