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Willkommen zu Hause

Studium, Beruf, Familie – es gibt viele gute Gründe, eine Zeit lang im Ausland zu leben. Mit nach Hause bringen die Heimkehrenden kostbare Souvenirs: farbenfrohe Erinnerungen, tiefe Freundschaften, neue Perspektiven.

Text: Andrea Schmits / Bilder: Anne Morgenstern | aus dem Magazin «ZH» 2/2025

Polen

Tamara Konatar

Tamara Konatar

Fünf Monate Warschau – diese Chance liess sich Tamara Konatar nicht entgehen, als sie 2024 durch ihr Studium an der ZHAW ein Austauschsemester in Polen machen konnte. «Ich war nervös», sagt die 23-Jährige. In Zürich lebt, studiert und arbeitet sie mit ihrer Zwillingsschwester. «In Warschau war ich für einmal ‹nur Tamara› – und nicht Teil eines Duos. Das war eine spannende Erfahrung.» In der polnischen Hauptstadt wohnte sie allein nahe der Uni. «Bald hatte ich eine Routine und neue Freunde», sagt Konatar. Der Abschied fiel ihr entsprechend schwer.

Heute betreut sie im Private Banking der ZKB Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland leben. «Durch meine eigene Erfahrung kann ich besser nachvollziehen, was meine Kundinnen und Kunden beschäftigt», sagt Konatar. Sie kann sich gut vorstellen, erneut woanders zu leben. «Man sollte seine Komfortzone verlassen, wenn sich die Chance dazu ergibt.» 

Polnische Spezialitäten
Polnische Spezialitäten findet man im Delikatessengeschäft Kopernik in Zürich-Hottingen.

Demokratische Republik Kongo

Familie Münger

Laura und Jean Münger mit Eli, Niyo und Kemiah

Fliessendes Wasser erst nach Mitternacht und ständige Stromausfälle: Für ihr Leben in der DR Kongo verzichtete Laura Münger aus dem Berner Jura auf viel Komfort. 2023 zogen sie und ihr Mann Jean mit ihren drei Söhnen Eli, Niyo und Kemiah nach Kasangulu. Dort hatte Laura Münger bereits 2014 die NGO Ekimeli mitgegründet und eine Schule aufgebaut. «Nach unserer Auswanderung bauten wir im Schulhof ein Basketballfeld, eine Bibliothek aus Plastikflaschen und wir gründeten eine Sicherheitsfirma», sagt Münger. Heute ist die Schule Ekimeli finanziell autonom für den Alltagsbetrieb und zählt über 600 Schülerinnen und Schüler.

Nach acht Monaten entschied sich die Familie aber zur Rückkehr in die Schweiz – der Söhne wegen. «Homeschooling nach Schweizer Lehrplan und gleichzeitig die NGO voranzutreiben, war unmöglich.» Münger unterstützt die NGO nun aus der Ferne mit Know-how und Fundraising. «Und wer weiss: Vielleicht kehren wir eines Tages in die DR Kongo zurück.»

Kleider mit afrikanischen Mustern
Farbenfrohe Souvenirs: Diese Kleider erinnern Laura Münger und ihre Familie an die gemeinsame Zeit in der Demokratischen Republik Kongo.

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