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Einer für alle: plan.b für Biodiversität

Ferdi Hodel führt den Zürcher Bauernverband. Dessen Initiative plan.b hilft Zürcher Bauern, die Biodiversität zu fördern.

Text: Othmar Köchle / Bild: Severin Jakob | aus dem Magazin «ZH»1/2026

Das Verdikt an der Urne war eindeutig: 63 Prozent der Stimmen lehnten die Biodiversitätsinitiative am 22. September 2024 ab. Der Zürcher Bauernverband (ZBV) und sein Geschäftsführer Ferdi Hodel hatten die Initiative, die in ihren Augen zu weit ging, bekämpft. Der ZBV präsentierte mit plan.b indes einen alternativen Weg. «Biodiversität ist durchaus ein Thema, das den Bauern nahe und auch wichtig ist», erklärt Ferdi Hodel. «Mit plan.b beweisen wir, dass eine produktive und eine ökologische Landwirtschaft Hand in Hand gehen können und dass viele kleine eigenverantwortliche Schritte am Ende mehr bringen als Vorschriften, Regulierungen und Gesetze.»

Eine interne Arbeitsgruppe hatte für plan.b fünf einfach umsetzbare Massnahmen identifiziert. Zum Beispiel Nistkästen für Vögel oder die Aufwertung des ungenutzten Bodens unter Hochspannungsmasten. Landwirtinnen und Landwirte wählen aus einem Angebot von Strukturelementen für eine oder mehrere Massnahmen die geeigneten aus und bestellen diese direkt über plan.b. Die Material- und die Pflegekosten für die ersten fünf Jahre werden dabei von einem Initialsponsor übernommen. Nur drei Monate nach der Lancierung haben 100 Bauern 400 Massnahmen mit 700 Strukturelementen bestellt oder bereits umgesetzt. «Es hat zwar etwas länger gedauert, Sponsoren zu finden, aber die Art und Weise, wie die Bauern das Angebot angenommen haben, ist sensationell. Das Projekt ist mir ans Herz gewachsen», sagt Ferdi Hodel. Die Zeichen stehen gut, dass plan.b über den Kanton Zürich hinaus Schule machen wird. 

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