Corona ändert den Zinsausblick nicht

Corona ändert den Zinsausblick nicht

Mit der schrittweisen Aufhebung der behördlichen Massnahmen im Kampf gegen die Coronapandemie nimmt die wirtschaftliche Erholung allmählich Fahrt auf. Es zeigt sich, dass der konjunkturelle Tiefpunkt im April durchschritten wurde. Dadurch sehen wir uns in unserer Annahme bestärkt, dass im 3. Quartal 2020 sowohl die Weltwirtschaft als auch die Schweizer Wirtschaft wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren und sich die Erholung in den kommenden Quartalen fortsetzen wird. Diese Erholung wird aber mit ziemlicher Sicherheit holprig verlaufen und temporäre Rückschläge sind nicht ausgeschlossen. Das grösste Risiko liegt zweifelsohne in der Gefahr einer zweiten Infektionswelle im Herbst.

Für die wirtschaftliche Gesundung braucht es dementsprechend weiterhin die Unterstützung durch die Geld- und Fiskalpolitik. Es gibt keinen Grund zu zweifeln, dass dies auch geschieht. So hat die Schweizerische Nationalbank jüngst bestätigt, dass sie ihren Leitzins bei -0.75% belässt und zudem dem Bankensystem zusätzliche Liquidität zuführt, um so die Wirtschaft mit günstigen Krediten zu versorgen. Auch die Schweizer Regierung bietet weiterhin ihre Unterstützung an, hat doch zum Beispiel der Bundesrat Anfang Juli die Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung um sechs Monate verlängert.

Indes wird die Schweizer Inflation in den nächsten Monaten rückläufig sein, da die Wirtschaft unausgelastet ist. Zudem wird ein Anstieg der Wohnungsmieten, der wichtigsten Komponente im Korb des Konsumentenpreisindex, durch die gebremste Zuwanderung zumindest gedämpft. Dies wiederum heisst unserer Ansicht nach, dass die Schweizerische Nationalbank in den nächsten Quartalen ihre Zinsen unverändert lässt.

Auch die Langfristzinsen, inkl. Hypothekarzinsen, haben nur beschränktes Potenzial. Wie sich in der Coronakrise einerseits gezeigt hat, scheinen die Investoren kaum bereit zu sein, noch höhere Negativzinsen zu akzeptieren. Andererseits steht die konjunkturelle Erholung auf wackeligen Füssen. Zudem verhindert die grosszügige Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken vorerst ein Anstieg der Langfristzinsen.

So gilt auch heute noch, was bereits vor der Coronakrise Gültigkeit hatte: Die Kurzfristzinsen bleiben noch für sehr lange tief, die Langfristzinsen haben nur ein sehr beschränktes Anstiegspotenzial.

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