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60 Sekunden: Robotersystem roboa

Ingenieur Alexander Kübler ist CEO und Mitgründer von roboa. Gemeinsam mit seinem Team hat er ein innovatives Robotersystem entwickelt, das sich wie eine Schlange durch enge Rohre und Hohlräume bewegt. In 60 Sekunden erklärt er die Geschäftsidee.

Text: Simone Wyder | aus dem Magazin «ZH» 2/2026

(Bild: zVg)

Warum?

«Ob bei der Verlegung von Glasfasernetzen, der Inspektion von Industrieleitungen oder bei Such- und Rettungseinsätzen – Rohrsysteme oder Trümmer zu durchqueren, ist unerlässlich. Ein Beispiel ist der weltweite Ausbau von Glasfaser-Hausanschlüssen. Bestehende Methoden scheitern oft an Blockaden, etwa durch bereits verlegte Kabel, oder Abzweigungen. Das führt zu Verzögerungen und kostspieligen Erdarbeiten, die den Ausbau verlangsamen und verteuern. Genau hier setzen wir mit roboa an. Wir haben uns gefragt: Wie können wir diese Herausforderungen ressourceneffizient und schnell bewältigen?»

Wie?

«Statt ein starres Werkzeug durch ein Rohr zu schieben, nutzen wir bei roboa einen flexiblen Schlauch. Dieser bewegt sich vorwärts, indem er sich von innen nach aussen stülpt und sich so verlängert. Auf diese Weise bewegt sich roboa agil durch Rohre – ohne Reibung an den Wänden – und arbeitet sich mit Luftdruck durch Hindernisse. Ist das Ziel durch den Nutzer definiert, bewegt sich roboa autonom dorthin. Dank seines pneumatischen Designs ist das System nicht nur effizient, sondern auch sicherer als andere Verfahren – selbst in sensiblen Industrie-Umgebungen mit explosiven Gasen.»

Was?

«Das roboa-Kit ist ein robustes Robotersystem für die autonome Kabelverlegung, die Inspektion von Industrieanlagen und die Unterstützung von Rettungseinsätzen. Es besteht aus einem Basismodul für Steuerung und Autonomie, einem wachsenden Schlauch und einem modularen Sensorkopf. Dieser kann mit Kameras, Sensoren oder Kabeln ausgestattet werden, um unterschiedlichste Aufgaben zu bewältigen. roboa hat eine Reichweite von 200 Metern und kann in Rohren mit Durchmessern ab zwei Zentimetern eingesetzt werden. Eine einzelne Person kann das System vor Ort einfach über eine Smartphone-App bedienen, Diagnosedaten überwachen und Abläufe koordinieren. Unsere Vision ist klar: roboa geht dorthin, wo sonst nichts hinkommt.» 

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