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KMU ZH Monitor 2026

Die KMU-Studie 2026 zeigt, welche Themen KMU im Kanton Zürich bewegen.

Schlechtere Gesamt­ein­schätzung – mit grossen Branchen­unterschieden

Die Stimmung bei den Zürcher KMU hat sich 2026 eingetrübt: Nur 60 Prozent schätzen ihre Lage positiv ein – 2023 waren es noch 72 Prozent. Dieser negative Trend zeigt sich auch in den Umsatzerwartungen: In diesem Jahr erwarten 10 Prozent mehr KMU steigende statt sinkende Umsätze. Damit ist dieser Anteil nur noch halb so gross wie 2023. Trotzdem gibt es Lichtblicke: Die Baubranche bleibt sehr optimistisch.

Das zeigt die diesjährige Ausgabe des KMU ZH Monitors, an der 1287 KMU aus dem Kanton Zürich teilgenommen haben. Die Befragung wurde zwischen dem 9. März und dem 9. April 2026 durchgeführt.

Aktuelle Einschätzung und Zukunftserwartungen der KMU trüben sich weiter ein

Vier zentrale Erkenntnisse

  1. Wachstum unter Druck: Umsatz- und Margenentwicklung sowie Personalaufbau schwächen sich ab.
  2. Statt Personalgewinnung ist Marktnachfrage neu eine der Top-3-Herausforderungen.
  3. Grosse Branchenunterschiede: In Bau & Architektur schätzen 70 Prozent die Geschäftslage positiv ein, in der Industrie lediglich 30 Prozent.
  4. Digitalisierung & KI waren lange vor allem für mittelgrosse KMU eine Herausforderung – nun haben auch kleinere KMU das Thema für sich identifiziert.

Die Relevanz von Herausforderungen verändert sich

Herausforderung «Ungenügende Marktnachfrage» gewinnt an Bedeutung

Die schwächere Marktsituation hat Folgen. So haben sich die für KMU besonders relevanten Herausforderungen verändert. Erstmals stehen in diesem Jahr «Vorschriften und Regulierungen» an erster Stelle. Unverändert auf Platz 2 bleibt «Digitalisierung & KI».

Neu in den Top 3 ist die Kundenakquise. Dies könnte in Zusammenhang mit der Nachfrageschwäche stehen. Seit 2023 hat sich der Anteil der KMU, die «ungenügende Marktnachfrage» als Herausforderung einstufen, verdoppelt. Umgekehrt verläuft der Trend bei der «Personalgewinnung». Die in den vergangenen Jahren am häufigsten genannte Herausforderung rückt in den Hintergrund und belegt in diesem Jahr Platz 4. 

Vielfältige KMU-Landschaft zeigt Licht und Schatten

Bau & Architektur schätzen die Geschäftslage als gut ein, die Industrie weniger.

Die Ergebnisse des KMU ZH Monitors zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Branchen. Während die Mehrheit der Unternehmen aus Bau & Architektur sowie sozialen und wirtschaftlichen Dienstleistungen die Geschäftslage positiv beurteilt, liegt der Anteil der KMU in Industrie und Handel bei unter 50 Prozent.

Die Branche mit der schwächsten Geschäftslage ist die Industrie. Akute Herausforderungen sind gemäss Mehrheit der KMU der starke Schweizer Franken, eine ungenügende Nachfrage sowie Vorschriften und Regulierungen.

Am optimistischsten ist die Branche Bau & Architektur. In Zusammenhang mit der guten Geschäftslage stellt die Personalgewinnung für über die Hälfte dieser Betriebe nach wie vor eine Herausforderung dar. 

Ergebnisse im Detail

Geschäftsentwicklung

Die durchschnittlichen Margen- und Umsatzerwartungen aller Branchen sind nach einer kurzen Erholung im vergangenen Jahr aktuell auf einem Tiefstand angelangt. Während 2022 noch 41 Prozent mehr KMU mit steigenden statt sinkenden Umsätzen rechneten, sind es heute 12 Prozent. Ähnlich sieht es bei den Margenerwartungen aus: 2026 halten sich positive und negative Einschätzungen die Waage.

Gleichzeitig geht das erwartete Personalwachstum zurück – selbst bei KMU, die mit einer ausreichenden Marktnachfrage rechnen. Gegenüber 2022 ist der Nettoanteil der Unternehmen mit geplantem Personalaufbau auf rund ein Drittel gesunken. Nur noch 10 Prozent mehr KMU planen, Personal aufzubauen, anstatt Stellen abzubauen.

Umsatz- und Margenentwicklung schwächen sich ab

Rahmenbedingungen

Das abnehmende Umsatz- und Margenwachstum lässt sich nicht durch eine tiefere Kundenzufriedenheit oder Verfügbarkeit der Produktionsfaktoren erklären. Beide Werte erreichen einen neuen Höchststand.

Kundenzufriedenheit und Verfügbarkeit der Produktionsfaktoren steigen

Branchenvergleich

Der KMU ZH Monitor zeigt die Vielfalt der Zürcher Wirtschaft mit branchenspezifischen Herausforderungen. Die 1287 befragten KMU stammen aus sechs verschiedenen Branchen. Mit knapp 5 Prozent sind Gastronomie & Hotellerie am schwächsten vertreten, während wirtschaftliche Dienstleistungen mit rund 33 Prozent den grössten Anteil ausmachen.

Digitalisierung & KI

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz rücken bei Zürcher KMU zunehmend in den Fokus. Im Jahr 2024 bezeichneten lediglich 25 Prozent der Kleinstunternehmen das Thema als Herausforderung – aktuell sind es 46 Prozent. Damit haben nun auch Kleinstunternehmen bei diesem Thema aufgeholt.

«Digitalisierung und KI» sind zunehmend eine Herausforderung