60 Sekunden: Der Kochtopf der Zukunft
Zwei promovierte ETH-Ingenieure und leidenschaftliche Hobbyköche widmen sich mit ihrem Start-up der Physik im Kochtopf. Das Ergebnis: der Wired Cooker. Der universelle elektronische Kochtopf erlaubt eine exakte Temperaturkontrolle und konsistent gute Ergebnisse. Jochen Ganz, Co-Founder von Wired Cooking, erklärt die Geschäftsidee genauer.
Aufgezeichnet: Simone Wyder | aus dem Magazin «ZH» 2/2025

Warum:
«Mein Geschäftspartner Dirk Uhlenhaut und ich kochen beide gern. Seit Jahren tauschen wir uns darüber aus, wie unsere Gerichte besonders gut gelingen. Dabei ist uns bewusst ge-worden, wie temperaturabhängig Kochprozesse sind. Bei falscher Temperatur produzieren wir im besten Fall Lebensmittelabfall, im schlimmsten Fall Stoffe, die uns langsam vergiften. Leider können wir beim Kochen am herkömmlichen Herd – anders als beim Backen – die Temperatur nicht gezielt einstellen.»
Wie:
«Als Ingenieure mit langjähriger Erfahrung in Innovationsprojekten haben wir eine Lösung für dieses Problem gefunden. In unserem doppelwandigen, elektrischen Edelstahltopf überwachen drei Temperatursensoren das Geschehen: einer am Topfboden und zwei an der Topfwand. Eine intelligente Regelung ist als Box im Stromkabel integriert und kommuniziert via Bluetooth-Verbindung mit einer App auf dem Smartphone. In dieser App wählen Köchin oder Koch die Garzeit sowie die Temperatur aus. Diese präzise Temperaturkontrolle erlaubt es, den Kochprozess genaustens zu steuern und somit konsistente Ergebnisse zu erzielen.»
Was:
«Mit dem Wired Cooker lassen sich Zutaten frittieren, anbraten, dünsten, köcheln, dämpfen, rösten, simmern oder fermentieren. Damit deckt er viele Zubereitungsarten ab, die sonst nur mit speziellen Geräten möglich sind. Auf unserer Website gibt es eine grosse Bibliothek mit Rezepten einschliesslich genauer Zeit- und Temperaturangaben von uns und anderen Nutzerinnen und Nutzern. Unsere Vision ist es, Menschen mit Freude am Kochen und an gutem Essen ihre eigene Kulinarik auf höchstem Niveau zu erschliessen.»