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Lohnt sich eine Solaranlage im Kanton Zürich?

Sie möchten Ihr Haus nachhaltiger machen und Ihre Stromkosten senken? Eine Photovoltaikanlage – auch Solaranlage genannt – bietet viele Vorteile. Wir erklären Ihnen, welchen Nutzen eine Solaranlage hat, wie Sie das Potenzial Ihres Dachs prüfen und welche Finanzierungsmöglichkeiten – wie ZKB Umweltdarlehen – Ihnen zur Verfügung stehen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Photovoltaik- respektive Solaranlage produziert umweltfreundlichen Strom und macht Sie unabhängiger von steigenden Energiepreisen.
  • Mit einer Solaranlage senken Sie Ihre Stromkosten und steigern gleichzeitig den Wert Ihrer Immobilie.
  • Für umweltfreundliche Massnahmen wie eine Solaranlage können Sie Fördergelder beantragen und so Ihre Kosten reduzieren. Stellen Sie den Antrag vor Baubeginn.
  • Prüfen Sie auch, ob eine Dachsanierung notwendig ist. Diese sollten Sie vor der Installation einer Solaranlage durchführen.
  • Mit dem ZKB Umweltdarlehen profitieren Sie von einem vergünstigten Zinssatz für umweltfreundliche Modernisierungen wie eine Solaranlage.

Photovoltaik- oder Solaranlage: Was ist der Unterschied?

Solaranlage ist der Überbegriff für alle Anlagen, die Sonnenenergie nutzen – egal ob für Strom- oder Wärmeerzeugung. Eine Solaranlage, die Strom produziert, nennt man Photovoltaikanlage. Eine Solaranlage, die Wärme produziert und zum Beispiel das Wasser für die Dusche erhitzt, nennt man solarthermische Anlage. Umgangssprachlich wird meistens von einer Solaranlage gesprochen, auch wenn man die Stromerzeugung durch Photovoltaik meint.

Lohnt sich eine Solaranlage?

Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht sauber, leise und zuverlässig in Strom um – und senkt dabei Ihre Stromkosten. Gleichzeitig tragen Sie aktiv zur Energiewende bei und steigern den Wert Ihrer Immobilie. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Kosten und das Einsparpotenzial in unserem Solaranlagenrechner.
 

Wann amortisiert sich die Investition?

Eine Photovoltaikanlage lohnt sich in der Regel besonders dann, wenn Sie einen Grossteil des erzeugten Stroms selbst nutzen. Überschüssigen Strom können Sie ins Netz einspeisen, allerdings zu einem niedrigeren Betrag, als Sie für den Strombezug zahlen würden. Bei steigenden Strompreisen amortisiert sich die Anlage oft nach 10 bis 15 Jahren. Eine gut gewartete Anlage produziert rund 25 bis 30 Jahre zuverlässig Strom. Komponenten wie Wechselrichter oder Batteriespeicher müssen in der Regel nach 10 bis 15 Jahren erneuert werden.

Eignet sich meine Immobilie im Kanton Zürich für eine Solaranlage?

Im Kanton Zürich eignen sich besonders viele Dächer für Photovoltaik. Das zeigt der Solarkataster des Kantons Zürich: Zahlreiche Hausdächer erreichen ein hohes Energiepotenzial. In diesem Fall kann sich die hohe Anfangsinvestition für Sie auszahlen.

Was sind die Kosten für eine Solaranlage in der Schweiz?

Je nach Grösse, Dachform und Installationsaufwand müssen Sie mit 25’000 bis 45’000 Franken rechnen. Wenn Sie richtig vorgehen, bezahlen Sie aber weniger: Fördergelder und vergünstigte Finanzierungsmöglichkeiten können die Gesamtkosten deutlich reduzieren.

Solarrechner: Wie viel spare ich mit einer Photovoltaikanlage?

Sie sparen einerseits Stromkosten, weil Sie Ihren eigenen Strom nutzen, andererseits erhalten Sie eine Entschädigung für den Strom, den Sie ins Stromnetz einspeisen. Nutzen Sie unseren Solaranlagenrechner für eine erste Einschätzung zu den Kosten und dem Einsparpotenzial einer Solaranlage – einfach und schnell. Mit ein paar Eckdaten erstellt der Rechner automatisch eine Kostenschätzung, die auch Fördergelder und eine vergünstigte Finanzierung durch das ZKB Umweltdarlehen berücksichtigt

Wie kann ich eine Solaranlage finanzieren?

Sie müssen die Kosten für die Solaranlage nicht vollständig aus eigenen Mitteln tragen. Als Alternative empfehlen wir, Ihre Hypothek zu erhöhen. Die Aufnahme eines Barkredits stellt eine weitere Variante dar. Mit unserem Hypothekenerhöhungsrechner können Sie mit wenigen Klicks selbst prüfen, ob eine Erhöhung Ihrer Hypothek grundsätzlich möglich sein könnte.

Finanzierungsoptionen im Überblick

Eigenmittel
  • Keine Aufnahme eines Darlehens
  • Keine Kosten für die Finanzierung
  • Keine Beträge für die Rückzahlung
Hypothek (ZKB Umweltdarlehen)
  • Vergünstigter Zinssatz mit dem ZKB Umweltdarlehen
  • Muss bei einer Gesamtbelehnung von unter 67% des Gebäudewerts nicht amortisiert werden
  • Schnelle Kreditprüfung
  • Schnelle Auszahlung, wenn keine Schuldbrieferhöhung notwendig ist
  • Private Ersparnisse werden zu Beginn geschont
Barkredit
  • Vergünstigter Zinssatz für Wohneigentümerinnen und -eigentümer
  • Schnelle Kreditprüfung
  • Private Ersparnisse werden zu Beginn geschont

Wissen Sie nicht, welches die beste Option für Sie ist? Lassen Sie Sie sich von Ihrem Kundenberater oder Ihrer Kundenberaterin der Zürcher Kantonalbank individuell beraten. Auch wenn Sie genug Geld gespart haben, können ein Kredit oder eine Hypothek für Sie sinnvoll sein.

Tipp: Mit dem ZKB Umweltdarlehen profitieren Sie von einem vergünstigten Zinssatz für die Finanzierung von energetischen Renovationen, wie beispielsweise einer Solaranlage. Aktuell erhalten Sie bis zu 0,8% Zinsvorteil auf Ihre Festhypothek – und das für bis zu fünf Jahren.

 

Welche Förderungen gibt es für Solaranlagen im Kanton Zürich?

Solaranlagen werden vom Bund finanziell unterstützt. Zusätzlich gibt es kantonale oder kommunale Förderprogramme. Verschaffen Sie sich eine Übersicht über die verschiedenen Förderungen unter energiefranken.ch. Wichtig: Reichen Sie Ihr Fördergesuch vor Baubeginn ein.

 

 

Ist eine Solaranlage steuerlich absetzbar?

Die Installation einer Photovoltaikanlage gilt als energetische Massnahme. Für solche Massnahmen ist ein Abzug in der Steuererklärung als Unterhaltskosten möglich, selbst wenn es sich um eine wertvermehrende Investition handelt. Allfällige Subventionen sind jedoch aufwandmindernd zu berücksichtigen respektive als Einkünfte in der Steuererklärung zu deklarieren. Eine Praxisfestlegung im Kanton Zürich besagt zudem, dass der Einbau einer Photovoltaikanlage oder Solaranlage nur dann zum Abzug zugelassen wird, wenn dieser frühestens ein Jahr nach der Bauvollendung (Neubau) erfolgt und die Liegenschaft seither mindestens ein Jahr bewohnt wurde.

Übersteigen in einer Steuerperiode sämtliche Abzüge die Summe der Einkünfte und können die energetischen Sanierungskosten nicht mit dem Einkommen verrechnet werden, darf der Kostenüberhang auf die folgende Steuerperiode übertragen werden. Sollte auch in der nächsten Periode ein Minus resultieren, können die noch nicht verrechneten Kosten ein zweites Mal auf die darauffolgende Steuerperiode übertragen werden. Diese Regelung gilt voraussichtlich bis zur Umsetzung der Abschaffung des Eigenmietwerts am 1. Januar 2028.
 

In 6 Schritten zur Solaranlage

Eine gute Vorbereitung sorgt dafür, dass Sie alle wichtigen Massnahmen in der richtigen Reihenfolge umsetzen – das spart Kosten und vermeidet unnötigen Ärger.
 

 

Schritt 1 – Zustand Ihres Dachs prüfen

Klären Sie ab, ob Ihr Dach saniert werden muss. Falls ja, sollten Sie dieses Vorhaben vor der Installation der Solaranlage respektive beide Projekte zusammen angehen. Als Hypothekarkundin oder -kunde der Zürcher Kantonalbank sehen Sie in der Investitions- und Renovationsplanung in Ihrem eBanking, wann die Sanierung Ihres Dachs fällig werden könnte. In unserem Ratgeber lesen Sie zudem, wie Sie eine Renovation planen.

Schritt 2 – Übersicht verschaffen mit dem Solarranlagenrechner

Nutzen Sie den Solaranlagenrechner der Zürcher Kantonalbank, um zu sehen, wie viel Ihre Photovoltaikanlage ungefähr kosten wird und wie viel Stromkosten Sie pro Jahr ungefähr einsparen können.

Schritt 3 – Offerten einholen

Holen Sie eine Offerte ein, zum Beispiel bei EKZ oder einem Dienstleister des Schweizerischen Branchenverbands für Sonnenenergie (Swissolar). Dank einer Fachberatung finden Sie die richtige Lösung für Ihre Bedürfnisse und Ihre Immobilie.

Schritt 4 – Finanzierung klären

Überlegen Sie, ob Sie Eigenmittel einsetzen, Ihre Hypothek erhöhen oder einen Barkredit aufnehmen möchten. Mit unserem Hypothekenerhöhungsrechner können Sie mit wenigen Klicks selbst prüfen, ob eine Erhöhung Ihrer Hypothek grundsätzlich möglich sein könnte. Die Zürcher Kantonalbank bietet mit dem ZKB Umweltdarlehen eine attraktive Finanzierungslösung mit vergünstigtem Zinssatz für energieffiziente Gebäudemassnahmen.

Schritt 5 – Förderungen beantragen und Behörden informieren

 

Beantragen Sie Fördergelder unbedingt vor Baubeginn – der von Ihnen ausgewählte Umsetzungspartner kann Sie dabei unterstützen. Prüfen Sie online, ob es in Ihrer Gemeinde im Kanton Zürich lediglich eine Meldepflicht oder eine Baubewilligung für eine Solaranlage braucht

Schritt 6 – Auftrag bestätigen und Planung starten

Sie haben die Finanzierung geklärt und die Fördergelder beantragt? Dann kann Ihr Umsetzungspartner mit der Detailplanung und Umsetzung starten.