Verfolgen Sie den Immobilienmarkt hautnah.

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Dank unserem Immobilienbarometer wissen Sie genau, was auf dem Immobilienmarkt im Kanton Zürich läuft. Sie verfolgen die Entwicklung der Verkaufspreise, der Mietzinsen, der Bautätigkeit und weiterer Faktoren.

Ausgabe Oktober 2020: Aktuelle Themen

  • Die Stabilität des Eigenheimmarktes überrascht nicht – das starke Preiswachstum hingegen schon
  • Cocooning-Trend während der Krise – die Wohnung gewinnt an Bedeutung    
  • Preisprognosen im Kanton Zürich in den Jahren 2020 und 2021 auf +4% bzw. +3% erhöht

Ausgabe Oktober 2020

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Kräftiger Preisanstieg bei Eigenheimen / Oktober 2020

Rückblickend waren unsere Immobilienpreisprognosen im Frühling viel zu vorsichtig. Während des Lockdowns erwarteten wir angesichts der sich bereits abzeichnenden Rezession stabile Eigenheimpreise. So mancher fand schon diese Prognose zu optimistisch. Wer sollte in dieser ausserordentlichen Situation an einen Eigenheimkauf denken und trotz unsicherer Arbeitsmarktlage Schulden aufbauen? Offenbar nicht wenige. Entgegen unserer Befürchtung kam es nicht zu einem Nachfragerückgang am Eigenheimmarkt. Vielmehr war die Anzahl Freihandtransaktionen im zweiten und dritten Quartal sogar höher als in den Vorjahresquartalen. Gleichzeitig setzten die Eigenheimpreise zu einer regelrechten Rallye an. Dies gilt insbesondere im Kanton Zürich, wie der Zürcher Wohneigentumsindex (ZWEX) im dritten Quartal mit einem Plus von 5.2% gegenüber dem Vorjahresquartal zeigt. Ausgerechnet da, wo das Preisniveau besonders hoch ist, namentlich in der Stadt Zürich und an den Seeufern sind die Preise am meisten gestiegen (plus 7%).   

Mit den Fundamentaldaten lässt sich diese Beschleunigung der Preise nicht vollständig erklären. Die tiefen Hypothekarzinsen locken schon lange, der Mietwohnung den Rücken zu kehren und stattdessen in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Auch die Knappheit von Wohneigentum aufgrund des forcierten Mietwohnungsbaus ist kein neues Phänomen. Selbst die relativ stabilen Arbeitsmarktaussichten vieler gut bezahlter Arbeitsstellen dürfte noch nicht die ganze Erklärung sein. Unterschätzt haben wir womöglich den psychologischen Effekt auf das Verhalten bzw. die Prioritäten der Menschen. Bereits in früheren Krisen wie zum Beispiel 9/11 oder der europäischen Schuldenkrise konnte man einen Ansturm auf Sachwerte erkennen. Menschen wollen sich in Krisenzeiten etwas Gutes tun. Dabei kommt der Wohnsituation während COVID-19 eine ganz besondere Bedeutung hinzu. Viele Haushalte haben noch nie so viel Zeit in der eigenen Wohnung verbracht. Der Cocooning-Trend verleiht derzeit nicht nur Einrichtungshäusern Auftrieb, sondern scheint auch bei manchen Mietern den Wunsch nach einem Eigenheim zu verstärken. So lange das Virus grassiert und viel Zeit zu Hause verbracht wird, dürfte das Wohnen diesen besonderen Stellenwert halten. Im Kanton Zürich haben wir unsere Preisprognosen für 2020 von +1.0% auf 4% erhöht. Im nächsten Jahr erwarten wir weiterhin steigende, wenn auch etwas weniger dynamische Eigenheimpreise.


Analytics Immobilien
ursina.kubli@zkb.ch
www.zkb.ch/immobilienbarometer 

Zuwanderung erstaunlich stabil

Die Schweizer Nettozuwanderung entwickelt sich erstaunlich solide. Trotz Lockdown und Grenzschliessungen wegen Covid-19 im Frühjahr 2020 liegt die monatlich kumulierte Summe über den Vorjahreswerten. Dagegen kann der Kanton Zürich aufgrund der arg nachlassenden Zuwanderung nicht zu den starken Vorjahreswerten aufschliessen. Ein ähnliches Bild zeigt sich in den anderen Wirtschaftszentren Genf und Basel. Das starke Wachstum wird vor allem von den Kantonen Waadt, Tessin und Luzern getrieben, die eine ungewöhnlich geringe Abwanderung aufweisen. Auffallend ist hier der hohe Anteil an ausländischen Studenten an der Nettozuwanderung. Dies werten wir als Indiz, dass ausländische Studenten in Zeiten von Corona der Schweiz treu bleiben, anstatt ihr Glück in der Heimat zu suchen.

Wieder vermehrt städtische Projekte in der Pipeline

Seit Anfang 2020 steigt die Zahl der bewilligten Wohnungen im Kanton Zürich wieder an. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem die Stadt Zürich. Lange schienen die Entwicklungsmöglichkeiten in der Stadt Zürich ausgeschöpft. So wurden zwischen 2016 und 2019 vor allem in Agglomerationsgemeinden rund um die Stadt Zürich, wie z.B. Schlieren oder Dietikon, viele Wohnungen bewilligt und realisiert. Auch wenn die Bautätigkeit keine Höchststände erreicht, ist die Aufholjagd der Stadt Zürich beachtlich. Vor allem der Neubau der Wohnsiedlung Letzibach in Altstetten und diverse Ersatzbauten in Schwamendingen, dem Kreis 2 und Kreis 6 tragen zur Dynamik bei.

 

Schere öffnet sich zwischen Neu- und Altbau

Während Jahren war der Anstieg der Leerstände getrieben durch den Neubau. Dieser Trend hat inzwischen gedreht: das Wachstum der leeren Neubauwohnungen ist 2020 mit -8.1% zum ersten Mal seit 2010 negativ. Insgesamt stehen 819 Neubauwohnungen weniger leer als 2019. Die Leerstandproblematik scheint sich zusehends auf ältere Liegenschaften zu konzentrieren, welche mit der Attraktivität vieler Neubauwohnungen nur schlecht mithalten können. Ein ähnliches Phänomen kennt man im Zusammenhang mit dem Büromarkt, wo die Vermietung älterer Büroliegenschaften schon länger harzt. 

Eigentumspreise im Kanton Zürich ziehen an

Die Zürcher Wohneigentumspreise zeigen sich von Corona unbeeindruckt. Mit einem Plus von 5.2% ggü. dem Vorjahresquartal hat sich das Preiswachstum im dritten Quartal 2020 sogar beschleunigt und war regional breit abgestützt. Den Traum vom Eigenheim lässt man sich nicht von einer Pandemie vermiesen. Das knappe Eigenheimangebot trifft auf eine rege Nachfrage, denn die Jobunsicherheit aufgrund von Covid-19 trifft vor allem das untere Lohnsegment. Für die wenigen Objekte finden sich daher immer noch mehr als genug Kaufinteressenten aus z.B. dem Finanzsektor, dem Gesundheitsbereich oder der IT-Branche.

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